{"id":127540,"date":"2014-07-23T00:13:52","date_gmt":"2014-07-23T00:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=127540"},"modified":"2014-07-22T13:15:38","modified_gmt":"2014-07-22T13:15:38","slug":"hessen-mobil-und-unfallkasse-hessen-setzen-auf-mehr-arbeitssicherheit-hessische-strassenwaerter-erproben-neuen-risikoparcours","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=127540","title":{"rendered":"Hessen Mobil und Unfallkasse Hessen setzen auf mehr Arbeitssicherheit &#8211; Hessische Stra\u00dfenw\u00e4rter erproben neuen &#8220;Risikoparcours&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Hessen. Der Beruf des Stra\u00dfenw\u00e4rters ist risikoreich: Durchschnittlich passieren hessenweit aktuell rund 100 Arbeitsunf\u00e4lle im Betriebsdienst pro Jahr*. In Einzelf\u00e4llen kommt es dabei zu schweren k\u00f6rperlichen Verletzungen und auch psychischen Belastungen, die durch Unf\u00e4lle entstehen. Um die Unfall- und Verletzungsgefahr f\u00fcr die rund 1.450 Mitarbeiter der 60 Stra\u00dfen- und Autobahnmeistereien in Hessen nachhaltig zu minimieren, starten Hessen Mobil und die Unfallkasse Hessen (UKH) ein neuartiges Schulungsprogramm, bei dem praxisorientiert die gef\u00e4hrlichsten Arbeitsabl\u00e4ufe im Stra\u00dfenbetriebsdienst simuliert werden. <!--more--><\/p>\n<p>Wie kommt man bei flie\u00dfendem Verkehr sicher aus dem Lkw? Wie k\u00f6nnen Geschwindigkeit und Abst\u00e4nde vorbeifahrender Fahrzeuge besser eingesch\u00e4tzt werden? Wie gelingt der lebensrettende Sprung \u00fcber die Mittelschutzplanke? In einem sogenannten Risikoparcours, der heute in der Autobahnmeisterei Rodgau erstmalig in Hessen pr\u00e4sentiert und durchgef\u00fchrt wurde, geht es vor allem um die Sensibilisierung f\u00fcr Gefahren und das kritische Hinterfragen von Arbeitsroutinen.<\/p>\n<p>&#8220;Damit Hessen Mobil Verkehrssicherheit f\u00fcr alle Verkehrsteilnehmer gew\u00e4hrleisten kann, hat die Sicherheit der Stra\u00dfenw\u00e4rter bei ihrem gef\u00e4hrlichen Job oberste Priorit\u00e4t. Seit 2004 konnten wir bereits die Arbeitsunf\u00e4lle durch verschiedene Ma\u00dfnahmen von \u00fcber 300 auf 109 in 2013 reduzieren*. In 2013 haben wir zum Beispiel ein neues, bundesweit einmaliges Sicherheitskonzept f\u00fcr den Auf- und Abbau von Tagesbaustellen eingef\u00fchrt. Der Risikoparcours soll den Arbeitsschutz weiter erh\u00f6hen&#8221;, betont Burkhard Vieth, Pr\u00e4sident von Hessen Mobil. &#8220;Jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel.&#8221; Der eint\u00e4gige Risikoparcours, der sich im ersten Schritt auf die besonderen Situationen der Autobahnmeistereien konzentriert, findet nach einem ersten Durchlauf im September 2014 j\u00e4hrlich 15 Mal hessenweit statt. Ab 2016 sollen auch die Stra\u00dfenw\u00e4rter der Stra\u00dfenmeistereien das Sicherheitstraining absolvieren. Die Kosten f\u00fcr den Einsatz des Sicherheitsparcours in Hessen belaufen sich auf rund 75.000 Euro und werden zu zwei Dritteln von der Unfallkasse Hessen getragen. Die restlichen Kosten \u00fcbernimmt das Land.<\/p>\n<p>Auch Bernd Fuhrl\u00e4nder, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unfallkasse Hessen, ist von dem Schulungskonzept \u00fcberzeugt: &#8220;Wir gehen konzeptionell einen ganz neuen Weg. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter von Hessen Mobil konkret an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Arbeitsumfeld anzusprechen. Es geht uns dabei nicht darum zu `belehren\u00c2\u00b4. Vielmehr wollen wir offen diskutieren und vorhandene Gefahrvermeidungsstrategien gemeinsam besprechen und ggf. optimieren. Dies alles tun wir als Gemeinschaftsprojekt mit einem gemischten Moderatorenteam. Aus unserer Sicht k\u00f6nnen wir damit unsere Versicherten optimal erreichen und das sehr gef\u00e4hrliche Arbeitsumfeld \u201eStra\u00dfe\u201c mittel- bis langfristig weiter entsch\u00e4rfen.\u201c<\/p>\n<p>Der Risikoparcours wurde urspr\u00fcnglich von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW) und \u201eStra\u00dfen.NRW\u201c in 2012 konzipiert und umgesetzt. In Bayern wurde das Konzept von der Unfallkasse Bayern (UKB) weiterentwickelt, so dass auch die bayrischen Stra\u00dfenw\u00e4rter bereits von der Schulungsma\u00dfnahme profitieren.<\/p>\n<p>Stra\u00dfenw\u00e4rter bei Hessen Mobil sorgen im Sommer wie im Winter f\u00fcr ein funktionsf\u00e4higes und leistungsstarkes rund 17.000 Kilometer langes Streckennetz. Die Aufgaben sind vielf\u00e4ltig: von der Beseitigung von Fahrbahnsch\u00e4den, Markierungsarbeiten, Reparaturen an Schutzeinrichtungen, Absicherung bei Unf\u00e4llen, Stra\u00dfenreinigung bis zu Gr\u00fcnpflege und Winterdienst. Pr\u00e4ventiv kontrollieren sie w\u00f6chentlich jeden Stra\u00dfenkilometer, Autobahnen sogar t\u00e4glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Der Beruf des Stra\u00dfenw\u00e4rters ist risikoreich: Durchschnittlich passieren hessenweit aktuell rund 100 Arbeitsunf\u00e4lle im Betriebsdienst pro Jahr*. 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