{"id":12738,"date":"2008-10-13T00:10:16","date_gmt":"2008-10-12T22:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=12738"},"modified":"2008-10-12T16:02:51","modified_gmt":"2008-10-12T14:02:51","slug":"kinder-brauchen-keine-nahrungsergaenzungsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=12738","title":{"rendered":"Kinder brauchen keine Nahrungserg\u00e4nzungsmittel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bad Homburg.<\/strong> Nahrungserg\u00e4nzungsmittel f\u00fcr Kinder sind \u00fcberfl\u00fcssig. Das meldete vor wenigen Wochen die Verbraucherzentrale Hessen. Im besten Falle seien die Produkte nutzlos, vereinzelt gehe von ihnen sogar eine Gefahr aus. Diese Auffassung bekr\u00e4ftigt jetzt die AOK Hessen. \u201eDie Verbrauchersch\u00fctzer haben v\u00f6llig Recht: Ein normal ern\u00e4hrtes Kind ben\u00f6tigt keine k\u00fcnstlichen Supplemente\u201c, sagt AOK-\u00c4rztin Dr. Angela Smith. <!--more-->M\u00fcdigkeit, Konzentrationsprobleme, Infektanf\u00e4lligkeit: \u201eWer Anlass hat, an eine Unterversorgung mit bestimmten N\u00e4hrstoffen zu glauben, sollte immer erst zum Arzt gehen\u201c, so Smith. Der k\u00f6nne genau feststellen, was der Grund f\u00fcr die gesundheitlichen Probleme sei und ob \u00fcberhaupt ein echter Mangel vorliegt. Denn nur dann sei eine gezielte Nahrungserg\u00e4nzung notwendig.<\/p>\n<p>Die Medizinerin warnt davor, Kinder aus blo\u00dfem Verdacht mit derartigen Produkten zu konfrontieren: \u201eIn einem aktuellen Test aus dem Juni hat die Stiftung Warentest herausgefunden, dass zwei Drittel aller untersuchten Mittel f\u00fcr Kinder v\u00f6llig ungeeignet sind. Teilweise \u00fcberschreite z.B. der Gehalt an Vitamin A die von der Bundesanstalt f\u00fcr Risikobewertung empfohlenen Menge dramatisch.\u201c Deshalb gelte: Finger weg von freiverk\u00e4uflicher Nahrungserg\u00e4nzung.<\/p>\n<p><strong>Nahrungserg\u00e4nzung kann sinnvoll sein<\/strong><\/p>\n<p>Gleichwohl gebe es einige Ausnahmen. So sollte S\u00e4uglingen zur Rachitisprophylaxe ein Jahr lang t\u00e4glich Vitamin D gegeben werden. Fachgesellschaften empfehlen dar\u00fcber hinaus, dreimal 2 mg Vitamin K am ersten und f\u00fcnften Lebenstag sowie in der vierten bis sechsten Lebenswoche zu verabreichen. Das beuge Blutungen vor.<\/p>\n<p>Auch eine in kurzen Abst\u00e4nden immer wieder auftretende Infektion k\u00f6nne Anlass sein, \u00fcber die Gabe bestimmter N\u00e4hrstoffe nachzudenken. Grund: Durch Krankheit geschw\u00e4chte Kinder essen h\u00e4ufig kaum und nehmen daher nicht gen\u00fcgend Vitamine und Mineralstoffe auf. \u201eDas muss aber immer in enger Abstimmung mit dem Arzt geschehen\u201c, sagt Dr. Smith. Niemals solle man sich auf eigen Faust in der Apotheke eindecken. \u201eDas richtet im Zweifelsfall mehr Schaden an, als es nutzt\u201c, so die Medizinerin.<\/p>\n<p><strong>Verwechselung mit S\u00fc\u00dfigkeiten?<\/strong><\/p>\n<p>Besonders bedenklich: Nahrungserg\u00e4nzung f\u00fcr Kinder wird zunehmend in Form von Gummib\u00e4rchen, s\u00fc\u00dfem Trinkpulver oder quietschbunten Drops abgeboten. Die Verwechslungsgefahr mit S\u00fc\u00dfigkeiten liegt da auf der Hand. Hinzu kommt, dass derartige Produkte aus rechtlicher Sicht Lebensmittel sind. Sie unterliegen also \u2013 im Gegensatz zu zugelassenen Arzneimitteln &#8211; keinerlei Kontrolle, was ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit, Dosierung oder Qualit\u00e4t angeht. Ein Grund mehr, die Hinweise von Verbrauchersch\u00fctzern und Krankenkassen ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.verbraucher.de\/ernaehrung\" target=\"_blank\">www.verbraucher.de\/ernaehrung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Homburg. Nahrungserg\u00e4nzungsmittel f\u00fcr Kinder sind \u00fcberfl\u00fcssig. Das meldete vor wenigen Wochen die Verbraucherzentrale Hessen. Im besten Falle seien die Produkte nutzlos, vereinzelt gehe von ihnen sogar eine Gefahr aus. 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