{"id":127334,"date":"2014-07-18T07:05:15","date_gmt":"2014-07-18T07:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=127334"},"modified":"2014-07-18T07:05:15","modified_gmt":"2014-07-18T07:05:15","slug":"hessischer-rundfunk-berichtet-ueber-hilfsfristen-im-rettungsdienst-laendlicher-raum-gegenueber-stadt-klar-im-nachteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=127334","title":{"rendered":"Hessischer Rundfunk berichtet \u00fcber Hilfsfristen im Rettungsdienst \u2013 L\u00e4ndlicher Raum gegen\u00fcber Stadt klar im Nachteil"},"content":{"rendered":"<p>Vogelsbergkreis. Mehr als Verdopplung des Personals im Bereich Rettungswesen durch Einstellung von sieben zus\u00e4tzlichen Einsatzsachbearbeitern f\u00fcr die Leitstelle und eines Sachbearbeiters f\u00fcr den Bereich Rettungsdienst, Organisatorische Zuweisung des Aufgabengebietes in das Kreisordnungsamt,\u00c2\u00a0 Intensivierung\u00c2\u00a0 der Schwachstellen-Analyse, neue Ablaufvereinbarungen mit dem beauftragten DRK, die zus\u00e4tzlichen\u00c2\u00a0 Wachen in Freiensteinau und Grebenau jetzt im Regelbetrieb, Beginn der Ausstattung aller\u00c2\u00a0 Rettungsfahrzeuge mit GPS und noch in diesem Monat\u00c2\u00a0 Beratungen im Bereichsbeirat zu dem Top-Thema \u201eHilfsfrist-Erreichungsgrad\u201c: Der Vogelsbergkreis unternimmt einiges, um die Zeit zu verk\u00fcrzen, die zwischen einer Alarmierung und dem Eintreffen eines Rettungswagens vergeht, teilt Kreis-Pressesprecher Erich Ruhl in einer Presseerkl\u00e4rung mit.<!--more--><\/p>\n<p>Der Hessische Rundfunk (hr-online, hr-INFO, hessenschau) berichtet zurzeit aufgrund einer umfangreichen Recherche \u00fcber die in allen l\u00e4ndlichen Gebieten feststellbare Schwierigkeit, die im Gesetz vorgesehene Hilfsfrist von zehn Minuten einzuhalten. Das ist der Zeitraum, der von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder des Notarztwagens am Einsatzort vergeht. In 13 von 21 hessischen Landkreisen wurde das Ziel nicht erreicht, in 90 Prozent aller F\u00e4lle die zehn Minuten einzuhalten, berichtet der HR. Zu diesen Kreisen z\u00e4hlt auch der Vogelsbergkreis.<\/p>\n<p>\u201eSeit meinem Amtsantritt 2012 habe ich ein B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen angeordnet, um die Hilfsfristen im Interesse der zu versorgenden Patienten zu verbessern\u201c, unterstreicht Landrat G\u00f6rig in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Diese Verbesserung ist nach den Worten des Pressesprechers auch bereits sp\u00fcrbar: \u201eDie Werte haben sich im ersten Halbjahr 2014 um f\u00fcnf Prozent verbessert.\u201c<\/p>\n<p>&#8220;Ich habe einen personellen, fachlichen, organisatorischen und technischen Nachholbedarf festgestellt und entsprechende \u2013 zum Teil weit reichende \u2013 Anordnungen getroffen\u201c, beschreibt Landrat G\u00f6rig die Komplexit\u00e4t der Aufgabe. Der Rettungsdienst ist die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe des Landkreises. Mit der Ausf\u00fchrung hat der Kreis die Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes GmbH beauftragt.<\/p>\n<p>Zwischen dem Amt f\u00fcr Aufsicht und Ordnungsangelegenheiten \u2013 zu dem das Sachgebiet Gefahrenabwehr jetzt geh\u00f6rt\u00c2\u00a0 \u2013 und dem DRK wurden organisatorische und technische Ablaufoptimierungen vereinbart, was Einsatztaktik und Verf\u00fcgbarkeit angeht. Dar\u00fcber hinaus werden zurzeit die Rettungsfahrzeuge alle mit GPS, also mit einer Satelliten-Navigation, ausgestattet. \u201eDas wird in etlichen F\u00e4llen wertvolle Minuten einsparen, weil die Anfahrten optimiert werden\u201c, kommentiert Pressesprecher Ruhl.<\/p>\n<p>Die Topografie im Vogelsbergkreis und die gro\u00dfe Fl\u00e4che mit 186 Ortschaften macht die Zielerreichung nicht einfach. 131 Orte haben weniger als 500 Einwohner. \u201eDie gro\u00dfen St\u00e4dte sind hier klar im Vorteil, weil dort die Besiedlung dichter ist und damit die Anfahrtstrecken automatisch k\u00fcrzer werden. Aber die Bev\u00f6lkerung muss sich auch hier im Vogelsberg darauf verlassen k\u00f6nnen, dass die optimal erreichbare Hilfsfrist dargestellt wird\u201c, unterstreicht Landrat G\u00f6rig.<\/p>\n<p>Der Bereichsbeirat tagt in wenigen Tagen zu dem Schwerpunktthema \u201eMa\u00dfnahmen zur Erreichung der Hilfsfrist\u201c. Dem Bereichsbeirat geh\u00f6ren auch Vertreter der Krankenkassen an. Die Krankenkassen seien sich ihrer Verantwortung f\u00fcr diese wichtige Aufgabe sehr bewusst, unterstreicht G\u00f6rig. Der Bereichsbeirat besch\u00e4ftigt sich mit dem weiteren Vorgehen im Hinblick auf die Fragen, ob die Wachen ausreichen, ob die Fahrzeuge ausreichen, ob die Standorte einsatztaktisch angepasst werden m\u00fcssen und wie die Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen noch weiter verbessert werden kann. \u201eWenn die Analyse notwendige weitere Ma\u00dfnahmen ergibt, dann werden sie auch auf den Weg gebracht\u201c, betont Landrat G\u00f6rig abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. 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