{"id":126372,"date":"2014-07-01T00:09:10","date_gmt":"2014-07-01T00:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=126372"},"modified":"2014-07-01T06:22:23","modified_gmt":"2014-07-01T06:22:23","slug":"regenerativ-erzeugte-energiemenge-hat-sich-seit-2004-mehr-als-verdreifacht-witzenhausen-institut-stellt-im-umweltausschuss-aktualisierte-daten-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=126372","title":{"rendered":"Regenerativ erzeugte Energiemenge hat sich seit 2004 mehr als verdreifacht &#8211; Witzenhausen-Institut stellt im Umweltausschuss aktualisierte Daten vor"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_126373\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/304-Regenerativ-erzeugte-Ernergie-im-Landkreis-Witzenhausen-Studie.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-126373\" class=\"size-full wp-image-126373\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/304-Regenerativ-erzeugte-Ernergie-im-Landkreis-Witzenhausen-Studie.jpg\" alt=\"Im Landkreis Fulda sind Hosenfeld und Poppenhausen Spitzenreiter bei der Erzeugung regenerativer W\u00e4rme. Zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst sich dies f\u00fcr Hosenfeld vor allem auf das seit 2010 betriebene Pellet- und Biomassekraftwerk im Ortsteil Hainzell.                         Foto: privat \" width=\"560\" height=\"359\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-126373\" class=\"wp-caption-text\">Im Landkreis Fulda sind Hosenfeld und Poppenhausen Spitzenreiter bei der Erzeugung regenerativer W\u00e4rme. Zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst sich dies f\u00fcr Hosenfeld vor allem auf das seit 2010 betriebene Pellet- und Biomassekraftwerk im Ortsteil Hainzell. Foto: privat<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Das Thema Energiewende ist in aller Munde. Auch im Landkreis Fulda besteht ein gro\u00dfes Interesse an Fragen zu Nutzung und Potenzial der regenerativen Energien. Durch die Arbeit des Witzenhausen-Instituts verf\u00fcgt der Landkreis als einer von wenigen hessischen Kreisen \u00fcber verl\u00e4ssliche Zahlen, die Auskunft \u00fcber die aktuelle Entwicklung der regenerativen Energieerzeugung geben.<!--more--><\/p>\n<p>Vor dem Fachausschuss des Kreistags f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und Energie gab Thomas Raussen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Witzenhausen-Instituts f\u00fcr Abfall, Umwelt und Energie, auf der Grundlage der aktualisierten Daten des Jahres 2012 eine \u00dcbersicht \u00fcber den Stand und die Perspektiven der regenerativen Energieerzeugung in der Region. Im Landkreis Fulda hat sich von 2004 bis 2012 das Gesamtvolumen der regenerativ erzeugten Energie von 190 auf 580 Gigawattstunden pro Jahr (GWh\/a) mehr als verdreifacht und entspricht 12,8 Prozent des Endenergieverbrauchs.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte der regenerativ erzeugten Energie f\u00e4llt bei der Verbrennung fester Biostoffe, wie zum Beispiel Holz, in privaten Haushalten (33%) und Heizwerken (17%) an. Auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei der Hauptenergiequellen folgen Biomasse (21%) und Photovoltaik (16%). Einen nur geringen Anteil haben Wasserkraft (1%) und Windenergie (0,1%). Im bundesweiten Vergleich liegt der Landkreis Fulda bei der regenerativ erzeugten W\u00e4rme mit 11,1 Prozent etwas \u00fcber dem Durchschnitt und beim regenerativ erzeugten Strom mit 15 Prozent deutlich darunter.<\/p>\n<p>Eine detaillierte Betrachtung der regenerativen W\u00e4rmeerzeugung zeigt bei der Hauptenergielieferanten Holz einen deutlichen Anstieg. Im Bereich der privaten Nutzung wurde zwischen 2008 und 2012 ein Zuwachs von 27 Prozent verzeichnet, im Bereich der gewerblichen und \u00f6ffentlichen Nutzung sogar von 88 Prozent. Bei der regenerativen Stromerzeugung stellen Biomasse und Photovoltaik die wichtigsten Techniken dar, deren Anteile deutlich zugenommen haben (Photovoltaik: 320%, Biomasse: 119%). Windenergie und Wasserkraft weisen hingegen keine wesentlichen Ver\u00e4nderungen auf.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft der Energieerzeugung nannte Raussen ein klar definiertes Ziel: Im Jahr 2020 sollen in Hessen 20 Prozent des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Zwar liegt das technisch m\u00f6gliche Energiepotenzial bei 3.300 GWh\/a, doch die Vorgabe von 1.120 GWh\/a erfordert bereits eine Verdoppelung des aktuell erreichten Stands. Ob die angestrebten 20 Prozent erreicht werden, h\u00e4ngt laut Raussen von einigen, nicht immer politisch zu beeinflussenden Faktoren ab. Dieses Ziel sei zwar ambitioniert, aber im Landkreis Fulda durchaus realisierbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr die zuk\u00fcnftige Nutzung der einzelnen Energietr\u00e4ger zeichnet Raussen ein differenziertes Bild. Der Verbrauch von Holz wird aufgrund der nat\u00fcrlichen Ressourcenbegrenzung nicht im bisherigen Ma\u00df gesteigert werden k\u00f6nnen. Auch der Zuwachs bei Bioenergie und Photovoltaik d\u00fcrfte sich deutlich verlangsamen. Die gr\u00f6\u00dften Ausbaupotenziale sieht Raussen in der Windkraft. Ein st\u00e4rkerer Ausbau werfe jedoch auch Probleme wie den Eingriff in Natur und Landschaft auf. In jedem Fall m\u00fcssten die langfristigen Speicherm\u00f6glichkeiten des erneuerbaren Stroms weiterentwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das Thema Energiewende ist in aller Munde. Auch im Landkreis Fulda besteht ein gro\u00dfes Interesse an Fragen zu Nutzung und Potenzial der regenerativen Energien. 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