{"id":126365,"date":"2014-07-01T06:18:42","date_gmt":"2014-07-01T06:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=126365"},"modified":"2014-07-01T06:18:42","modified_gmt":"2014-07-01T06:18:42","slug":"was-heisst-ehre-ehre-und-gewalt-passen-nicht-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=126365","title":{"rendered":"\u201eWas hei\u00dft Ehre?\u201c Ehre und Gewalt passen nicht zusammen.\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-11.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-126367\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-11-265x198.jpg\" alt=\"Tatmotiv Ehre 1\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-11-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-11.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Unter diesem Thema fanden sich am Freitag, den 27.06.2014 ca. 120 G\u00e4ste aus Politik und Kommunalverwaltung, Vertreter von Netzwerkpartnern und interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in dem von der AWO Fulda getragenen Mehrgenerationenhaus Aschenberg zusammen, um feierlich die Ausstellung \u201eTatmotiv Ehre\u201c und die damit verbundenen Schwerpunktwochen zum Thema Ehre und Gewalt zu er\u00f6ffnen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Wanderausstellung Tatmotiv Ehre wurde von der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES konzipiert und informiert auf 18 Stellw\u00e4nden mit Fotos und Texten \u00fcber verschiedene frauenspezifische Gewalteinwirkungen und die Lage bedrohter Frauen. Zudem ist auch ein Anliegen der Ausstellung, Menschen bekannt zu machen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens gegen diese frauenverachtenden Traditionen k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-126368\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-2-265x198.jpg\" alt=\"Tatmotiv Ehre 2\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-2-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Tatmotiv-Ehre-2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Schwester Dr. Lea Ackermann, Gr\u00fcnderin der Organisation Solwodi und Aktivistin gegen Gewalt an Frauen, zeigte in Ihrem Hauptvortrag die Mechanismen von Gewalt auf, die sich im Namen der Erhaltung von Ehre der Familie oder des Mannes vor allem gegen die Frauen richtet. Die bedr\u00fcckenden Beispiele von psychischer und physischer Gewalt und von Unterdr\u00fcckung von Menschenrechten, die Schwester Lea aus ihren Erfahrungen der Arbeit in den Beratungsstellen von Solwodi schilderte, sind ersch\u00fctternd. Und sie sind in den verschiedensten Kulturen zu finden \u2013 auch in Deutschland. \u201eIch freue, mich hier in Fulda ein so gro\u00dfes Interesse an diesem Thema wahrzunehmen. Eine aktive und so gut vernetzte Initiative wie hier ist eine sehr gute Ausgangsbasis, um von Gewalt betroffenen Frauen ein f\u00fcr sie passendes und ausreichend anonymes Beratungsangebot vor Ort zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Frau Lackner von der Violeta gGmbH, einer station\u00e4ren Jugendhilfeeinrichtung f\u00fcr M\u00e4dchen und junge Frauen in der Region, stellte als Sprecherin der Osthessischen Initiative gegen Gewalt im Namen der Ehre die Akteure und Aktivit\u00e4ten der letzten Jahre vor und dankte f\u00fcr die vielfache Unterst\u00fctzung durch die Kommunen und Netzwerkpartner. \u201eAuch auf Landesebene muss sich hier viel mehr in Richtung Sensibilisierung tun\u201c, f\u00fchrt Frau Lackner aus und fordert den Aufbau von landesweit greifenden Strukturen.<\/p>\n<p>Herr Dr. Jehn (CDU) \u00fcberbrachte Gr\u00fc\u00dfe aus dem Hessischen Kultusministerium und betonte vor allem die gute Vernetzung und die Schnelligkeit, mit der in Stadt und Landkreis Fulda und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den vergangenen Jahren an diesem Thema gearbeitet wurde. Besonders erfreut wurde die Ank\u00fcndigung des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld aufgenommen, der die Einrichtung einer Beratungsstelle in der Stadt Fulda noch in diesem Jahr f\u00fcr realistisch h\u00e4lt. Die Beratung soll durch die Organisation Solwodi erfolgen. Er dankte explizit den Akteuren der osthessischen Initiative und deren konstruktiver und zielstrebigen Zusammenarbeit untereinander und mit den Kommunen.<\/p>\n<p>Frau Oliveira (AWO) und Frau Pfl\u00fcger (AWO) stellten zudem noch einen Bezug von Thema und Ausstellung zur Praxis hier in Fulda her. Sie appellieren an eine offene und vertrauensvolle Arbeit mit den Familien. Dialog und Aufkl\u00e4rung sind Ziele die Sie mit den Schwerpunktwochen verfolgen. Frau Martina Hering (Staatliches Schulamt) warb eindringlich daf\u00fcr, besonders Schulklassen den Zugang zu der Ausstellung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss wies Herr Latsch, Wirtschaftsleiter der AWO, auf die Bedeutung einer fr\u00fchzeitigen pr\u00e4ventiven Aufkl\u00e4rungsarbeit f\u00fcr dieses Thema hin, wie sie durch die Ausstellung hier am Aschenberg und die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Schwerpunktwochen vom 30.06. \u2013 21.07.2014 geleistet wird und zu der die AWO gerne R\u00e4umlichkeiten und Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellt. \u201eWir freuen uns, m\u00f6glichst viele Menschen hier am Aschenberg begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen und w\u00fcnschen einen guten Besuch der vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen der Schwerpunktwochen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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