{"id":126041,"date":"2014-06-25T00:12:57","date_gmt":"2014-06-25T00:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=126041"},"modified":"2014-06-24T13:56:18","modified_gmt":"2014-06-24T13:56:18","slug":"demenz-vortrag-und-schnupperangebot-in-der-kreuzkirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=126041","title":{"rendered":"Demenz-Vortrag und Schnupperangebot in der Kreuzkirche"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_126042\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/20140520_Demenz_k.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-126042\" class=\"size-thumbnail wp-image-126042\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/20140520_Demenz_k-265x200.jpg\" alt=\"Foto: v.l. Kirchenvorsteherin und Projektkoordinatorin Sabine Ilsemann, Psychogerontologin Andrea Bender-Nickel und Pfarrer Stefan B\u00fcrger\" width=\"265\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/20140520_Demenz_k-265x200.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/20140520_Demenz_k.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-126042\" class=\"wp-caption-text\">Foto: v.l. Kirchenvorsteherin und Projektkoordinatorin Sabine Ilsemann, Psychogerontologin Andrea Bender-Nickel und Pfarrer Stefan B\u00fcrger<\/p><\/div>\n<p>Fulda. \u201eBetroffene nicht in unsere Realit\u00e4t hineinholen, sondern ihre Realit\u00e4t wahrnehmen und annehmen\u201c, so\u00c2\u00a0 beschrieb Andrea Bender-Nickel in ihrem Vortrag in den Gemeinder\u00e4umen der Evangelischen Kreuzkirche in Fulda-Neuenberg, wie Angeh\u00f6rige mit Demenzbetroffenen umgehen k\u00f6nnen. Seit Herbst 2013 bietet die Kreuzkirche in ihren R\u00e4umen in Kooperation mit der Diakoniestation Fulda die M\u00f6glichkeit einer stundenweisen Betreuung von dementiell Betroffenen \u201eUns liegt im Kirchenvorstand sehr daran, unsere R\u00e4ume zu \u00f6ffnen, gerade auch f\u00fcr Menschen, die unsere besondere F\u00fcrsorge und Hilfe brauchen\u201c, erkl\u00e4rt Pfarrer Stefan B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Psychogerontologin Andrea Bender-Nickel beschrieb in ihrem Vortrag zun\u00e4chst, wie eine beginnende Demenz zu erkennen sei. Oft ginge die zeitliche und \u00f6rtliche Orientierung der Menschen verloren, das Kurzzeitged\u00e4chtnis lasse nach, man verliere die F\u00e4higkeit f\u00fcr sich zu planen und verliere die Kontrolle \u00fcber die eigenen Gef\u00fchle. Dennoch seien Betroffene sehr sensibel f\u00fcr Emotionen und nehmen sie bewusst war, genauso wie ein Streicheln und eine Ansprache in liebevoller Stimmlage. Mit fortschreitender Demenz komme es auch h\u00e4ufig zu einer Verarmung der Sprache. \u201eManche k\u00f6nnen aber noch singen, auch wenn sie nicht mehr sprechen k\u00f6nnen\u201c, so Bender-Nickel.<!--more--><\/p>\n<p>Im zweiten Abschnitt ihres Vortrages ging die Psychogerontologin aus Wiesbaden besonders darauf ein, wie Angeh\u00f6rige mit Demenzkranken umgehen k\u00f6nnen. Wichtig sei, die Realit\u00e4t der Betroffenen wahr- und anzunehmen, sie nicht zu konfrontieren, sondern in f\u00fcrsorglicher Annahme oder Validation f\u00fcr g\u00fcltig zu erkl\u00e4ren, was der oder die Betroffene sage. \u201eSich einlassen hei\u00dft zulassen\u201c, auch wenn das leichter gesagt als getan sei, beschrieb Bender-Nickel. Im Laufe des Vortrags wurde auch bei den R\u00fcckfragen deutlich, wie pr\u00e4sent die Demenz in vielen Familien und im Freundeskreis bereits ist.<\/p>\n<p>Menschen m\u00fcssten merken, dass sie geliebt seien, wie sie sind. Diese Aussage nahm Pfarrer B\u00fcrger noch mal zum Anlass zu betonen, dass es auch gerade aus diesem Liebesgebot heraus das Angebot in der Kreuzkirche gebe. Sabine Ilsemann als Projektkoordinatorin der Kreuzkirche, Daniel Weiss, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kooperationspartners Diakoniestation, Jens Czapek, der durch den Abend f\u00fchrte, waren sich bewusst, an diesem Abend wichtige Impulse erhalten und weitergegeben zu haben.<\/p>\n<p><strong>Schnupper-Angebot der Kreuzkirche<\/strong><br \/>\nDie Kreuzkirche bietet im Kooperation mit der Diakoniestation Fulda zun\u00e4chst einen w\u00f6chentlichen Treff in den neuen, hellen und behindertengerechten R\u00e4umen der Kreuzkirche an, jeweils donnerstags, 14.30-16.30 Uhr. Ein kostenfreies Schnupperangebot mit ausgebildeten Krankenschwestern und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen gibt es 3. und 17. Juli 2014, 14.30-16.30 Uhr. Die Diakoniestation bietet dazu einen kostenfreien, individuellen Fahrdienst an, der telefonisch abgerufen werden kann. (Diakoniestation Tel. 0661 \/ 962 1975 334)<br \/>\nSagt das Angebot nach der Schnupperphase zu, k\u00f6nnen Betreuungsleistungen \u00fcber die Pflegekasse abgerechnet werden. R\u00fcckfragen k\u00f6nnen gern an die Diakonie oder das Pfarramt der Evangelischen Kreuzkirche (Tel. 7 58 50) gerichtet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eBetroffene nicht in unsere Realit\u00e4t hineinholen, sondern ihre Realit\u00e4t wahrnehmen und annehmen\u201c, so\u00c2\u00a0 beschrieb Andrea Bender-Nickel in ihrem Vortrag in den Gemeinder\u00e4umen der Evangelischen Kreuzkirche in Fulda-Neuenberg, wie Angeh\u00f6rige mit Demenzbetroffenen umgehen k\u00f6nnen. 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