{"id":125442,"date":"2014-06-20T00:09:43","date_gmt":"2014-06-20T00:09:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=125442"},"modified":"2014-06-20T07:43:52","modified_gmt":"2014-06-20T07:43:52","slug":"mit-dem-umweltmobil-rumpel-werden-kinder-zu-forschern-seit-fast-zwei-jahren-im-ein-satz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=125442","title":{"rendered":"Mit dem Umweltmobil \u201eRUMpel\u201c werden Kinder zu Forschern &#8211; Seit fast zwei Jahren im Ein-satz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-125444\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt.jpg\" alt=\"282-RUMpel__umringt\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_125444\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125444\" class=\"size-full wp-image-125444\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt.jpg\" alt=\"Wieso, weshalb, warum? Michael Kirse beantwortete neugierige Kinderfragen. Michael Kirse ist mit Kindern in der Region der Natur auf der Spur.             Fotos: Limpert \" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__umringt-265x176.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125444\" class=\"wp-caption-text\">Wieso, weshalb, warum? Michael Kirse beantwortete neugierige Kinderfragen.<br \/>Michael Kirse ist mit Kindern in der Region der Natur auf der Spur. Fotos: Limpert<\/p><\/div>\n<p>Hofbieber\/K\u00fcnzell. \u201eMichael, was ist das?\u201c, \u201eMichael, guck mal, was ich gefunden habe!\u201c, \u201eMichael\u00e2\u20ac\u00a6!\u201c. 17 Kinder der Theotrich-Schule in Dietershausen stehen mit Gummistiefeln, Sieben, Sch\u00fcsseln und Lupen im Bach hinter der Jugendbildungsst\u00e4tte in Mahlerts &#8211; und mittendrin balanciert in wasserdichter Latzhose als gefragter Experte Michael Kirse. Ob der Inhaber des Umweltmobils \u201eRUMpel\u201c es bereut, den Dritt- und Viertkl\u00e4sslern das \u201eDu\u201c angeboten zu haben, weil unter Forschern die kurze Anrede mit Vornamen \u00fcblich sei? Sicherlich nicht, denn das dreisilbige \u201eHerr Kirse\u201c h\u00e4tte dem 42-J\u00e4hrigen auch keine Verschnaufpause verschafft. Die er allerdings auch gar nicht zu ben\u00f6tigen scheint. Ruhig besieht er sich die Funde, lobt Besonderes und verweist darauf, dass die Tierchen nachher genauer unter die Lupe genommen w\u00fcrden.<!--more--><\/p>\n<p>Wobei \u201eLupe\u201c einen falschen Eindruck vermittelt, denn RUMpel ist ein umger\u00fcstetes Sprinterfahrzeug mit hochkar\u00e4tiger Ausstattung. Besonders stolz ist Kirse auf die Mikroskop-Anlage in dem Kleinbus, welche die aus dem Bach gefischten Dreiecksstrudelw\u00fcrmer oder K\u00f6cher- und Eintagsfliegenlarven auf einem gro\u00dfen Flachbildschirm 180-fach vergr\u00f6\u00dfert zeigt, sodass die \u201eForscher\u201c sie gemeinsam bewundern k\u00f6nnen. Lehrerin Margit Schwendner-Schaub hatte das Umweltmobil als Programmpunkt f\u00fcr den Landschulaufenthalt gebucht.<\/p>\n<p>\u201eEtwa 20 Umweltmobile gibt es europaweit, aber in Hessen, Th\u00fcringen und Unterfranken ist RUMpel das einzige, das hauptamtlich und ganzj\u00e4hrig unterwegs ist\u201c, erl\u00e4utert der gelernte Forstwirt. Weltweit einzigartig sei, dass es privatwirtschaftlich betrieben werde. \u201eDeshalb schauen alle Kollegen auf dieses Fahrzeug, das zudem das am besten ausger\u00fcstete ist\u201c, sagt Kirse. Er zieht Schubladen auf, in denen sich Nachtsichtger\u00e4te, eine W\u00e4rmebildkamera, Fledermausdetektoren, Mikroskope, Endoskope und Stethoskope befinden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__KirsemitStein.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-125443\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__KirsemitStein-265x176.jpg\" alt=\"282-RUMpel__KirsemitStein\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__KirsemitStein-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/282-RUMpel__KirsemitStein.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Bei dem Termin mit den Sch\u00fclern der Theotrich-Schule schaut ihm Katharina Morawetz vom Landesfischereiverband Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber die Schulter. In dem Bundesland gibt es sieben Umweltmobile, aber keines speziell zum Thema Gew\u00e4sser. Bei der Einrichtung eines \u201eFischmobils\u201c m\u00f6chte der Fischereiverband von Kirses zweij\u00e4hriger Erfahrung profitieren. \u201eWir etablieren uns\u201c, meint Kirse. Sein Ziel war es von Anfang an, die Umweltbildung zu positionieren: \u201eProfessionelle Umweltbildung darf etwas kosten.\u201c F\u00fcr eine etwa dreist\u00fcndige Veranstaltung mit bis zu 20 Kindern berechnet er 170 Euro. \u201eEin Vorteil meiner Selbstst\u00e4ndigkeit ist, dass ich zeitlich sehr flexibel und rund um die Uhr einsatzbereit bin.\u201c<\/p>\n<p>Seine Kunden sind Schulen, Kinderg\u00e4rten und Jugendbildungsst\u00e4tten, aber auch Privatpersonen, die ihn f\u00fcr Kindergeburtstage oder Betriebsausfl\u00fcge buchen. Das Einzugsgebiet reicht \u00fcber die hessische, bayerische und th\u00fcringische Rh\u00f6n hinaus.<\/p>\n<p>Die mobile, interaktive Umweltbildung (RUMpeL) ist nur ein Bestandteil von Kirses Unternehmen \u201eBiologisches Umweltnetzwerk Rh\u00f6n\u201c. Der studierte Landespfleger mit dem Schwerpunkt Wald- und Landschafts\u00f6kologie strebt eine regionale Kooperation mit Partnern aus den Bereichen Umwelt und \u00d6kologie, Bildung und Wissen, Essen und Versorgung sowie Bau und Planung an. Nebenbei arbeitet er am Aufbau eines wissenschaftlichen Lehrhofs in Schmalnau. \u201eEs geht mir darum, die Menschen wieder mehr f\u00fcr die Natur und somit unsere Umwelt zu sensibilisieren.\u201c<\/p>\n<p>Dabei scheint in Mahlerts an erster Stelle der Spa\u00df in der Natur zu stehen. Egal ob bei Gruppenspielen, dem Sammeln der Tiere und Pflanzen oder ihrem Untersuchen: Die Kinder sind eifrig und konzentriert bei der Sache, aber auch oft am Lachen oder Kichern. Und nicht nur sie: Michael Kirse muss mitlachen, als ein Junge auf die Frage, wie die Tiere hei\u00dfen, die von Raubtieren gejagt werden, \u201eVegetarier\u201c antwortet. Als er anhand von Pr\u00e4paraten, die auch bef\u00fchlt werden d\u00fcrfen, den Unterschied zwischen Biber, Nutria und Bisamratte erkl\u00e4rt, sind die Zuh\u00f6rer fasziniert von den scharfen Krallen der Nager. \u201eNur der Biber hat Finger wie wir\u201c, so Kirse. \u201eBohrt er damit auch in der Nase?\u201c, m\u00f6chte ein M\u00e4dchen wissen. \u201eIch habe noch keinen dabei erwischt\u201c, meint Kirse. \u201eVielleicht heimlich unter Wasser. Ich werde n\u00e4chstes Mal mit meiner Unterwasserkamera darauf achten.\u201c Denn der Ebersburger ist auch offiziell beauftragt, die Biber im Landkreis Fulda zu beobachten und zu kartieren. <strong>www.bionetzwerk-rhoen.de<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hofbieber\/K\u00fcnzell. \u201eMichael, was ist das?\u201c, \u201eMichael, guck mal, was ich gefunden habe!\u201c, \u201eMichael\u00e2\u20ac\u00a6!\u201c. 17 Kinder der Theotrich-Schule in Dietershausen stehen mit Gummistiefeln, Sieben, Sch\u00fcsseln und Lupen im Bach hinter der Jugendbildungsst\u00e4tte in Mahlerts &#8211; und mittendrin balanciert in wasserdichter Latzhose als gefragter Experte Michael Kirse. 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