{"id":125200,"date":"2014-06-14T00:11:34","date_gmt":"2014-06-14T00:11:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=125200"},"modified":"2014-06-13T11:58:03","modified_gmt":"2014-06-13T11:58:03","slug":"fussball-wm-kkv-unterstuetzt-aktion-steilpass-gewinner-muessen-die-menschen-in-brasilien-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=125200","title":{"rendered":"Fu\u00dfball-WM: KKV unterst\u00fctzt Aktion \u201eSteilpass\u201c \u2013 Gewinner m\u00fcssen die Menschen in Brasilien sein"},"content":{"rendered":"<p>Essen\/Monheim am Rhein. \u201eSport \u2013 und damit auch Fu\u00dfball \u2013 ist die sch\u00f6nste Nebensache der Welt, und das soll sie auch bleiben. Leider zeigt jedoch die Fu\u00dfball-WM in Brasilien, dass hier die Dinge auf den Kopf gestellt wurden.\u201c Mit diesen Worten kritisiert Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, dass hier der brasilianische Staat ein Prestigeobjekt mit Milliardenbetr\u00e4gen finanziert, es gleichzeitig aber vers\u00e4umt, die Grundbed\u00fcrfnisse der Menschen in Brasilien in angemessener Weise sicherzustellen. \u201eEs ist schlicht ein Skandal, dass ein Staat zwar Milliarden f\u00fcr die Ausrichtung einer Fu\u00dfball-WM bereitstellt, andererseits es aber nicht schafft, eine f\u00fcr alle bezahlbare und funktionierende Gesundheitsversorgung oder angemessene Bildungsangebote zur Verf\u00fcgung zu stellen.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Aus diesem Grund unterst\u00fctzt auch der KKV das Aktionsb\u00fcndnis \u201eSteilpass\u201c, das von Adveniat in Kooperation mit dem Sportverband DJK, Kolping International, der KAB und der KLJB (Kath. Landjugendbewegung) initiiert worden ist. Die hier formulierten zehn Regeln f\u00fcr ein Fairplay f\u00fcr alle, die an die brasilianische Regierung \u00fcbergeben werden sollen, werden auch von der Brasilianischen Bischofs- und Ordenskonferenz mitgetragen. Der KKV appelliert daher an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger diese Petition zu unterschreiben. Mehr dazu findet man unter www.aktion-steilpass.de.<\/p>\n<p>Mit dieser Forderung soll den Fu\u00dfball-Fans nicht die Freude an den Spielen genommen werden. Aber auch die gr\u00f6\u00dfte Fu\u00dfballbegeisterung darf nicht dazu f\u00fchren, dass man die Augen vor solchem menschenfeindlichen Gebaren verschlie\u00dft. Allein die Vertreibungen von Menschen, die dem Bau der Sportst\u00e4tten im Wege standen oder die verheerenden Arbeitsbedingungen, um die Fu\u00dfballstadien noch rechtzeitig fertig zu stellen, zeigen, dass hier nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern offensichtlich nur der Gewinn von wenigen. Wer zu Recht menschenunw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen z.B. in der Textilindustrie in Indien oder anderen L\u00e4ndern beklagt, darf auch im Bereich des Sports nicht die Augen verschlie\u00dfen, wenn hier \u00e4hnliche Ausw\u00fcchse auftreten. Auch im Sport muss gelten: Der Mensch hat Vorrang!<\/p>\n<p>Der KKV appelliert deshalb an alle Personen und Institutionen, die mit der Vergabe von gro\u00dfen Sportereignissen und Events betraut sind, hierbei als erstes die W\u00fcrde des Menschen im Auge zu behalten. Das gilt insbesondere f\u00fcr die Arbeitsbedingungen der Beteiligten. \u201eKommerzielle Interessen m\u00fcssen zur\u00fcckstehen. Auch hier gilt: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, und das Sportereignis darf nicht am gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Profit, sondern es muss nach dem Allgemeinwohl gemessen werden.\u201c<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von dieser Kritik an den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden der Fu\u00dfball-WM hofft auch der KKV auf gute und faire Spiele und dass die beste Mannschaft \u2013 und wir hoffen, dass wird die deutsche sein \u2013 gewinnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Essen\/Monheim am Rhein. \u201eSport \u2013 und damit auch Fu\u00dfball \u2013 ist die sch\u00f6nste Nebensache der Welt, und das soll sie auch bleiben. Leider zeigt jedoch die Fu\u00dfball-WM in Brasilien, dass hier die Dinge auf den Kopf gestellt wurden.\u201c Mit diesen Worten kritisiert Bernd-M. 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