{"id":125111,"date":"2014-06-13T00:09:04","date_gmt":"2014-06-13T00:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=125111"},"modified":"2014-06-12T12:55:40","modified_gmt":"2014-06-12T12:55:40","slug":"vom-schicksal-mit-einer-behinderung-geboren-zu-sein-in-einem-land-in-dem-es-fuer-die-kleine-elena-keine-behandlung-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=125111","title":{"rendered":"Vom Schicksal mit einer Behinderung geboren zu sein in einem Land, in dem es f\u00fcr die kleine Elena keine Behandlung gibt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_125112\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/2014-02-10_Elena-im-Klinikum-Fulda-mit-Schwager-mascharek-und-Uffelmann_Foto-Stefanie-Bode.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125112\" class=\"size-full wp-image-125112\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/2014-02-10_Elena-im-Klinikum-Fulda-mit-Schwager-mascharek-und-Uffelmann_Foto-Stefanie-Bode.jpg\" alt=\"Prof. Dr. Konrad Schwager, Elena auf dem Scho\u00df ihrer Mutter Lilja und mit ihrer Gro\u00dftante Katharina Kunze (stehend), Dr. Ziad Mascharka, Karin Uffelmann\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125112\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Konrad Schwager, Elena auf dem Scho\u00df ihrer Mutter Lilja und mit ihrer Gro\u00dftante Katharina Kunze (stehend), Dr. Ziad Mascharka, Karin Uffelmann<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Elena wurde vor vier Jahren in Kasachstan geboren. Von Anfang an war den Eltern des kleinen M\u00e4dchens klar, dass ihre Tochter medizinische Unterst\u00fctzung brauchen w\u00fcrde. Elena Fast hat nur ein Ohr, mit dem sie nur sehr schlecht h\u00f6rt, ihre Sprachentwicklung ist dadurch erheblich verz\u00f6gert. An ihrer rechten Hand hat sie einen zus\u00e4tzlichen Daumen, der sie behindert. \u201eDie Familie war verzweifelt, weil es in Kasachstan keine \u00c4rzte gab, die Elena ausreichend untersuchen und behandeln k\u00f6nnen\u201c, erz\u00e4hlt Katharina Kunze. Die Gro\u00dftante, die in Fulda lebt, bat den HNO-Arzt Dr. Christoph M\u00fcller um Hilfe, der Elena in seiner Praxis untersucht.<!--more--><\/p>\n<p>Daf\u00fcr legte die Familie die mehr als 6.000 Kilometer zwischen Fulda und dem Ort Schutschinsk in Kasachstan zur\u00fcck, in dem Elena geboren wurde. \u201eWir waren begeistert, als wir erfuhren, dass Elena hier in Deutschland geholfen werden kann\u201c, erz\u00e4hlt Elenas Mutter, Lilja. Doch die Familie ist f\u00fcr solche Eingriffe in Deutschland nicht krankenversichert. \u201eWir alle wollten Elena nat\u00fcrlich trotzdem helfen, da wir wissen, dass diese Behandlungen in Kasachstan in dieser Form nicht m\u00f6glich w\u00e4ren\u201c, erkl\u00e4rt Karin Uffelmann von der Malteser Migranten Medizin in Fulda.<\/p>\n<p>Ihre Anfrage beim Klinikum Fulda, das mit den Maltesern seit langem eng zusammenarbeitet, wurde positiv beantwortet. \u201eWo immer es m\u00f6glich ist, leisten wir gerne Unterst\u00fctzung, Anfragen der Malteser Migranten Medizin liegen uns besonders am Herzen\u201c, so der Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel.<\/p>\n<p><strong>Zwei Operationen und ein neues Visum<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen zweier Operationen wurden im Klinikum Fulda Ohr und Hand korrigiert. \u201eUm ein normales H\u00f6ren auf dem einen Ohr zu erm\u00f6glichen, wurde \u00fcber einen Trommelfellschnitt die angesammelte Fl\u00fcssigkeit im Mittelohr abgesaugt. Die Ursache f\u00fcr die Fl\u00fcssigkeit, die vergr\u00f6\u00dferte Rachenmandel, wurde im Anschluss entfernt\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Konrad Schwager, Direktor der Klinik f\u00fcr Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten des Klinikums Fulda. Elena k\u00f6nne nun auf dem gesunden Ohr gut h\u00f6ren und somit bis zu ihrer Einschulung auch sprechen lernen. \u201eIch w\u00fcnsche ihr, dass sie ihr Sprachdefizit schnell aufholt und in zwei Jahren ganz normal eingeschult werden kann\u201c, so Prof. Schwager.<\/p>\n<p>An Elenas rechter Hand wurde in einer ersten Operation zun\u00e4chst der zus\u00e4tzliche Daumen abgetrennt und vor\u00fcbergehend ein st\u00fctzender Draht eingesetzt. \u201eMit dem Draht in der Hand k\u00f6nnen wir sie aber nicht nach Kasachstan reisen lassen, da eine fachgerechte Weiterbehandlung vor Ort nicht garantiert werden kann\u201c, sagt Dr. Ziad Mascharka, Leiter der Handchirurgie im Klinikum Fulda. Aufgrund der \u00e4rztlichen Empfehlung hat die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde das Visum nun um acht Wochen verl\u00e4ngert, so dass die Behandlung in Fulda zu Ende gef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich haben die Ehrenamtlichen der Malteser Migranten Medizin die ambulante Behandlung \u00fcbernommen und die Heilung kontrolliert. Sie standen in Kontakt zu den behandelnden \u00c4rzten und waren Ansprechpartner f\u00fcr die Familie w\u00e4hrend ihres Aufenthaltes in Fulda. \u201eWir sind f\u00fcr all diese Hilfe so dankbar\u201c, \u00fcbersetzt Katharina Kunze die Worte von Elenas Mutter Lilja.<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung durch Dr. M\u00fcller, die Malteser Migranten Medizin und die tatkr\u00e4ftige Hilfe der \u00c4rzte des Klinikums Fulda erf\u00fcllt sich die Hoffnung der kleinen Elena und ihrer Eltern auf eine normale Entwicklung, f\u00fcr die sie in Kasachstan wohl keine Chance bekommen h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Elena wurde vor vier Jahren in Kasachstan geboren. Von Anfang an war den Eltern des kleinen M\u00e4dchens klar, dass ihre Tochter medizinische Unterst\u00fctzung brauchen w\u00fcrde. Elena Fast hat nur ein Ohr, mit dem sie nur sehr schlecht h\u00f6rt, ihre Sprachentwicklung ist dadurch erheblich verz\u00f6gert. 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