{"id":125099,"date":"2014-06-12T00:10:48","date_gmt":"2014-06-12T00:10:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=125099"},"modified":"2014-06-12T06:15:58","modified_gmt":"2014-06-12T06:15:58","slug":"schutzambulanz-dokumentiert-sichtbare-verletzungsfolgen-fallaufkommen-in-2013-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=125099","title":{"rendered":"Schutzambulanz dokumentiert sichtbare Verletzungsfolgen &#8211; Fallaufkommen in 2013 gestiegen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_125100\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/267-Schutzambulanz.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125100\" class=\"size-full wp-image-125100\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/267-Schutzambulanz.jpg\" alt=\"In der Asservatenkammer der Schutzambulanz wird Beweismaterial sicher aufbewahrt \" width=\"560\" height=\"860\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125100\" class=\"wp-caption-text\">In der Asservatenkammer der Schutzambulanz wird Beweismaterial sicher aufbewahrt<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Ein leicht gestiegenes Fallaufkommen verzeichnete die Schutzambulanz Fulda im dritten Jahr ihres Bestehens. Laut dem jetzt vorgelegten Jahresbericht hatten in 2013 insgesamt 165 von Gewalt betroffene bzw. rat- und hilfesuchende Menschen Kontakt zur Schutzambulanz aufgenommen. Im Jahr zuvor waren es 157 Personen.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong> Max Colin Heydenreich <!--more--><\/p>\n<p>Seit Mai 2010 gibt es die Schutzambulanz, die sich in der Region als erste Anlaufstelle f\u00fcr Gewaltopfer etabliert hat. Kernaufgabe der Einrichtung, deren Versorgungsgebiet die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg sowie den Vogelsbergkreis umfasst, ist die gerichtsverwertbare Dokumentation sichtbarer Verletzungsfolgen. Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6rt das Fallmanagement, sprich entlastende Gespr\u00e4che und die Vermittlung zu weiterf\u00fchrenden Beratungs- und Unterst\u00fctzungsstellen, zu den Aufgaben der Schutzambulanz.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Fallzahl im vergangenen Jahr leicht erh\u00f6ht hat, ist die Zahl der Dokumentationen leicht &#8211; von 55 in 2012 auf 51 in 2013 &#8211; gesunken. Leicht ver\u00e4ndert hat sich in 2013 auch die Geschlechterverteilung. So ist der Anteil der dokumentierten m\u00e4nnlichen Personen von 15 auf 25 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Etwas weniger als die H\u00e4lfte der Personen, deren Verletzungen dokumentiert wurden, hatte bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Sechs Personen planten eine Anzeigeerstattung. Da durch die Dokumentation der Vorfall und die Verletzungs-folgen in Wort und Bild festgehalten werden, haben die Betroffenen die M\u00f6glichkeit, auch noch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt Anzeige zu erstatten.<\/p>\n<p>Bei der Mehrzahl der dokumentierten F\u00e4lle (71%) ging die Gewalt von einem m\u00e4nnlichen Angreifer aus. Bei 47 Prozent der Dokumentationen wurde Gewalt von Partner\/innen oder Ex-Partner\/innen im h\u00e4uslichen Umfeld ausge\u00fcbt. In 11 Prozent der F\u00e4lle gingen die Gewalttaten von Eltern oder Sorgeberechtigten, in 14 Prozent der F\u00e4lle von Familienangeh\u00f6rigen oder Verwandten aus. Ein knappes Viertel der dokumentierten Gewalttaten fand an einem \u00f6ffentlichen Ort statt.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten erfasst wurde in 2013 die k\u00f6rperliche Gewalt, gefolgt von psychischer Gewalt, Drohungen, sexualisierter Gewalt, Stalking und Vernachl\u00e4ssigung. Das Altersspektrum der Personen, die in 2013 die Schutzambulanz aufsuchten, an die sich Frauen und M\u00e4nner, Kinder und Jugendliche sowie behinderte und pflegebed\u00fcrftige Personen gleicherma\u00dfen wenden k\u00f6nnen, reichte von zwei bis 85 Jahren.<\/p>\n<p>\u201eMit der Schutzambulanz Fulda hat sich die Versorgungs-situation f\u00fcr Menschen, die von Gewalt betroffen sind, verbessert. Denn sie haben die M\u00f6glichkeit, unmittelbar oder auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt strafrechtliche, zivilrechtliche oder sozial-rechtliche Schritte einzuleiten. Dar\u00fcber hinaus bekommen die Betroffenen im Rahmen des Fallmanagements eine gezielte und passgenaue Hilfe. Nicht zuletzt tr\u00e4gt die Schutzambulanz durch ihre Arbeit und die Vernetzung mit dem bestehenden Beratungs- und Hilfesystem auch zur Entlastung des Gesundheitswesens, der beratenden Institutionen und der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden bei\u201c, betont Gesundheitsdezernent Dr. Heiko Wingenfeld. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Schutzambulanz handelt es sich um ein bundesweit einmaliges Modellprojekt, das vom Land Hessen und dem Landkreis Fulda gemeinsam initiiert und finanziert wurde. Es war urspr\u00fcnglich auf drei Jahre (2010-2013) angelegt. Im Herbst letzten Jahres fiel die Entscheidung, die Arbeit der Schutzambulanz bis Ende 2015 fortzusetzen.<\/p>\n<p>Die Schutzambulanz befindet sich im Zentrum Vital, Gerloser Weg 23, in Fulda. Sie ist an 365 Tagen im Jahr von 9 bis 18 Uhr unter der Rufnummer (0661)6006-1200 erreichbar. Das Angebot ist kostenfrei. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.schutzambulanz-fulda.de\">www.schutzambulanz-fulda.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Ein leicht gestiegenes Fallaufkommen verzeichnete die Schutzambulanz Fulda im dritten Jahr ihres Bestehens. 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