{"id":124900,"date":"2014-06-06T00:12:50","date_gmt":"2014-06-06T00:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=124900"},"modified":"2014-06-05T08:02:46","modified_gmt":"2014-06-05T08:02:46","slug":"landraete-arnold-und-goerig-fuer-mehr-unterstuetzung-der-heimischen-schaeferei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=124900","title":{"rendered":"Landr\u00e4te Arnold und G\u00f6rig f\u00fcr mehr Unterst\u00fctzung der heimischen Sch\u00e4ferei"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_124901\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/image0012.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-124901\" class=\"size-thumbnail wp-image-124901\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/image0012-265x191.jpg\" alt=\"Die beiden Landr\u00e4te Arnold und G\u00f6rig, die Vertreter der Vogelsberger und Wetterauer Sch\u00e4fer und der beiden Naturschutzprojekte pl\u00e4dieren f\u00fcr eine bessere Unterst\u00fctzung der Tierhalter. Foto: Naturschutzgro\u00dfprojekt Vogelsberg\" width=\"265\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/image0012-265x191.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/image0012.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-124901\" class=\"wp-caption-text\">Die beiden Landr\u00e4te Arnold und G\u00f6rig, die Vertreter der Vogelsberger und Wetterauer Sch\u00e4fer und der beiden Naturschutzprojekte pl\u00e4dieren f\u00fcr eine bessere Unterst\u00fctzung der Tierhalter. Foto: Naturschutzgro\u00dfprojekt Vogelsberg<\/p><\/div>\n<p>Vogelsbergkreis. Die Sch\u00e4fer der Wetterau und des Vogelsberges pr\u00e4gen unsere Landschaft und sorgen mit ihren Herden daf\u00fcr, dass seltene Lebensr\u00e4ume erhalten werden und umweltgerecht erzeugtes Fleisch auf die Teller kommt. Leider stehen viele Betriebe mit dem R\u00fccken zur Wand. Die Landr\u00e4te des Wetteraukreises und des Vogelsbergkreises, Joachim Arnold und Manfred G\u00f6rig, fordern jetzt die Landesregierung auf, ihren Spielraum besser zu nutzen.<\/p>\n<p>Die beiden Vorsitzenden der Sch\u00e4fervereine Hessen-Nassau und Vogelsberg Harald Schmid und Wolfgang Pschierer haben immer weniger Schafe in ihren Mitgliedsbetrieben: Seit 2000 ist die Zahl der Schafe in Deutschland um ein Drittel gesunken. In hessischen Betrieben wurden 2013 12% weniger Schafe gehalten als 2011. Viele Betriebe erwirtschaften nicht einmal Mindestlohnniveau.<!--more--><\/p>\n<p>Und das, obwohl die Betriebe eigentlich genau das tun, was jeder gut findet: Natur sch\u00fctzen und umweltschonende, leckere Lebensmittel produzieren. \u201eDiese Betriebe sollten der hessischen Landesregierung mehr wert sein als das, was bisher an Vorschl\u00e4gen auf dem Tisch liegt\u201c, meinen die beiden Landr\u00e4te und fordern die Landesregierung auf, die vorhandenen Spielr\u00e4ume bei der Agrarpolitik ab 2015 besser im Sinne der Sch\u00e4fer zu nutzen.<\/p>\n<p>Beide Landkreise haben Naturschutzprojekte am Laufen, denen die Sch\u00e4ferei besonders am Herzen liegt: das LIFE-Projekt \u201eWetterauer Hutungen\u201c und das \u201eNaturschutzgro\u00dfprojekt Vogelsberg\u201c. Beide m\u00f6chten seltene Gr\u00fcnlandgesellschaften und Heiden bewahren, die ohne Sch\u00e4fereien und andere Tierhalter nicht erhalten werden k\u00f6nnen. Und ohne ausreichend Geld aus den Agrart\u00f6pfen der EU, des Bundes und der L\u00e4nder k\u00f6nnen Naturschutzprojekte wenig ausrichten, da der Strukturwandel immer weiter voranschreitet und die Nutzer mit ihren Tieren fehlen.<\/p>\n<p>Dabei hat die Europ\u00e4ische Union den L\u00e4ndern einen Weg er\u00f6ffnet, wie den Sch\u00e4fereibetrieben und anderen extensiv wirtschaftenden Tierhaltern geholfen werden kann: Die Wiedereinf\u00fchrung einer an die Zahl der Tiere gekoppelten Weidepr\u00e4mie ist laut EU-Vorgaben m\u00f6glich und L\u00e4nder wie Frankreich gehen diesen Weg. Deutschland lehnt dies jedoch ab. So bleibt den Sch\u00e4fern nur die Teilnahme am neuen, fl\u00e4chenbezogenen Agrarumweltprogramm HALM, das die Sch\u00e4fereien zwar f\u00f6rdern m\u00f6chte, jedoch sehr kompliziert ist, zu geringe F\u00f6rderung verspricht und viele Risiken birgt. Eine Pro-Kopf-Pr\u00e4mie gekoppelt an die Bewirtschaftung von Fl\u00e4chen in Natura2000-Gebieten w\u00fcrde direkt wirken und hoffentlich die Schafzahlen stabilisieren.<\/p>\n<p>\u201eWir machen seit Jahren viel f\u00fcr die Vermarktung der L\u00e4mmer aus der Region, z.B. Lammwochen im Vogelsberg im Fr\u00fchjahr und in der Wetterau im Herbst, doch das Einkommen aus der Vermarktung reicht einfach nicht aus\u201c best\u00e4tigt Landrat Arnold. Sein Vogelsberger Kollege G\u00f6rig weist auf die Ergebnisse der sozio\u00f6konomischen Untersuchungen der beiden Naturschutzgro\u00dfprojekte hin: \u201eDie geringen Einkommen der Betriebe und der hohe Arbeitsaufwand bei den Schafhaltern machen Investitionen in die Betriebe nahezu unm\u00f6glich und f\u00f6rdern die Abwanderung der Sch\u00e4fer und deren Nachwuchs in andere Berufe\u201c.<\/p>\n<p>Da die L\u00e4nder aus Gr\u00fcnden des europ\u00e4ischen Naturschutzes verpflichtet sind, die artenreichen Weiden zu erhalten, sollten alle M\u00f6glichkeiten genutzt werden, um den Sch\u00e4fern und anderen extensiven Tierhaltern zus\u00e4tzliche Mittel zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die F\u00f6rderung sollte unb\u00fcrokratisch und zielgenau sein. Gemeinsam mit den beiden Sch\u00e4fervereinen der Region und deren Vorsitzenden pl\u00e4dieren die beiden Landr\u00e4te f\u00fcr die zus\u00e4tzliche Einf\u00fchrung einer Weidepr\u00e4mie pro Muttertier, um die Betriebe zu unterst\u00fctzen. Sie laden die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz ein, die hiesigen Betriebe zu besuchen und sich vor Ort ein Bild von der prek\u00e4ren Lage zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Sch\u00e4fer der Wetterau und des Vogelsberges pr\u00e4gen unsere Landschaft und sorgen mit ihren Herden daf\u00fcr, dass seltene Lebensr\u00e4ume erhalten werden und umweltgerecht erzeugtes Fleisch auf die Teller kommt. Leider stehen viele Betriebe mit dem R\u00fccken zur Wand. 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