{"id":124882,"date":"2014-06-05T00:09:21","date_gmt":"2014-06-05T00:09:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=124882"},"modified":"2014-06-04T16:23:40","modified_gmt":"2014-06-04T16:23:40","slug":"arbeitscoaches-des-landkreises-fulda-an-foerderschulen-unterstuetzen-jugendliche-auf-ihrem-weg-in-die-ausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=124882","title":{"rendered":"Arbeitscoaches des Landkreises Fulda an F\u00f6rderschulen unterst\u00fctzen Jugendliche auf ihrem Weg in die Ausbildung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/259-ACFoerder2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-124883\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/259-ACFoerder2.jpg\" alt=\"259-ACFoerder2\" width=\"560\" height=\"380\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fulda. Nur wer erstklassige Schulnoten vorweisen kann, wird ein guter Auszubildender sein? Keineswegs, sind sechs Arbeitscoaches des Landkreises Fulda, die ihr Einsatzgebiet in F\u00f6rderschulen haben, \u00fcberzeugt. Sie helfen, den Weg in die Ausbildung zu ebnen, und bauen dabei auf ein gutes Netzwerk.<!--more--><\/p>\n<p>Eine Schule f\u00fcr Lernhilfe mit dem F\u00f6rderschwerpunkt Lernen, kurz F\u00f6rderschule, zu besuchen, ist auch heute noch kein Aush\u00e4ngeschild, wissen die Arbeitscoaches. \u201eAber die Au\u00dfenwirkung unserer Sch\u00fcler ist weitaus besser als ihr Ruf\u201c, erz\u00e4hlt Cathleen Herget, die an der Gersfelder Anne-Frank-Schule t\u00e4tig ist. \u201eSie punkten besonders oft mit ihrer Sozialkompetenz, den sogenannten Soft Skills und das wissen viele Arbeitgeber sehr zu sch\u00e4tzen\u201c, erg\u00e4nzt Johann Link von der Gro\u00dfenl\u00fcderer Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule.<\/p>\n<p>Sie und ihre Kollegen Birgit Knoth (Lichtbergschule Eiterfeld), Birgit Obel (Br\u00fcder-Grimm-Schule Fulda), Claudia Limpert-Kessler (Erich-K\u00e4stner-Schule Hilders) und Christina Zieschang (Albert-Schweitzer-Schule Neuhof) sind sich sicher: Nur weil Sch\u00fcler Schwierigkeiten haben, im klassischen Unterricht Theorie zu pauken, muss das kein Stempel f\u00fcr die berufliche Zukunft sein. Vielmehr setzen sie sich gemeinsam mit dem Lehrerkollegium daf\u00fcr ein, dass der Besuch der F\u00f6rderschule zu einer besonderen Chance f\u00fcr den Weg in die Ausbildung wird: \u201eIn F\u00f6rderschulen werden, wie der Name bereits sagt, die Jugendlichen besonders individuell gef\u00f6rdert\u201c, erkl\u00e4rt Birgit Obel. Das bedeute ganz konkret: Die Sch\u00fcler werden in kleineren Klassen oder Gruppen unterrichtet, und der Praxisanteil bereits w\u00e4hrend ihrer Schulzeit ist besonders hoch. Sch\u00fcler sammeln fr\u00fch Erfahrung in der Arbeitswelt, k\u00f6nnen an den Erfahrungen wachsen und ganz praktisch herausfinden, wo ihre St\u00e4rken liegen. Da diese ersten Gehversuche im Job am Anfang aber eine gro\u00dfe und mitunter un\u00fcberwindbare H\u00fcrde f\u00fcr viele Sch\u00fcler darstellen, gibt es die Arbeitscoaches.<\/p>\n<p>Sie sind die Schnittstelle zwischen Betrieben, Sch\u00fclern und Schule. \u201eSo individuell jeder Sch\u00fcler und wir selbst sind, so individuell ist unsere jeweilige Herangehensweise\u201c, erkl\u00e4rt Cathleen Herget und f\u00fcgt an: \u201eWichtig ist, dass das Ergebnis stimmt, und dabei hat oberste Priorit\u00e4t, dass die Jugendlichen nach der Schule eine Ausbildungsstelle haben.\u201c Ein Hauptschulabschluss, der durch Kooperationen mit anderen Schulen auch f\u00fcr F\u00f6rdersch\u00fcler m\u00f6glich ist, ist zwar begr\u00fc\u00dfenswert, aber kein Muss.<\/p>\n<p>So greifen alle Arbeitscoaches den Sch\u00fclern schon w\u00e4hrend der Suche nach einem Praktikumsplatzes unter die Arme: \u201eManchen Jugendlichen gen\u00fcgt ein Bewerbungstraining, in dem sie lernen, eine Bewerbung zu schreiben, im Betrieb anzurufen und sich auf ein Vorstellungsgespr\u00e4ch vorzubereiten\u201c, erz\u00e4hlt Birgit Obel. \u201eBei anderen wiederum ist es unsere Aufgabe, einen Termin im Praktikumsbetrieb zu vereinbaren und den Sch\u00fcler zum Vorstellungsgespr\u00e4ch zu begleiten.\u201c<\/p>\n<p>Neben dem Engagement von Arbeitscoaches und Lehrern braucht es f\u00fcr die berufliche Zukunft der Jugendlichen aber auch ein starkes, verl\u00e4ssliches Netzwerk: die Eltern, Partner wie Gr\u00fcmel und Perspektiva, die Agentur f\u00fcr Arbeit und nicht zuletzt Unternehmen, mit denen zum Teil feste Kooperationen bestehen. Ohne sie alle w\u00e4ren pers\u00f6nliche Erfolgsgeschichten nicht m\u00f6glich. Dann h\u00e4tte zum Beispiel ein Sch\u00fcler aus Hilders, von dem Claudia Limpert-Kessler erz\u00e4hlt, nicht bereits in der 9. Klasse einen Ausbildungsvertrag zum Metallbauer in der Tasche. Oder ein Jugendlicher aus Fulda, von dem Birgit Obel berichtet, w\u00fcrde nicht von einer Ausbildung bei Gr\u00fcmel in eine betriebliche Ausbildung wechseln.<\/p>\n<p>Um die Zahl dieser positiven Beispiele auch in der Zukunft noch zu erh\u00f6hen, w\u00fcnschen sich die Arbeitscoaches nur eines: \u201eEs w\u00e4re sch\u00f6n, wenn noch mehr regionale Betriebe und Unternehmen offen w\u00e4ren f\u00fcr unsere Sch\u00fcler und ihnen die Chance geben w\u00fcrden, sich zu beweisen\u201c, fasst Claudia Limpert-Kessler zusammen und erntet die Zustimmung ihrer Kollegen. (Text und Foto: Gitte Diener)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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