{"id":124319,"date":"2014-05-22T00:09:26","date_gmt":"2014-05-22T00:09:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=124319"},"modified":"2014-05-21T17:55:16","modified_gmt":"2014-05-21T17:55:16","slug":"neue-wege-und-helfende-haende-awo-unterstuetzt-landkreis-fulda-bei-der-sozialbetreuung-von-asylbewerbern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=124319","title":{"rendered":"Neue Wege und helfende H\u00e4nde: AWO unterst\u00fctzt Landkreis Fulda bei der Sozialbetreuung von Asylbewerbern"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_124321\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/232-AWO.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-124321\" class=\"size-full wp-image-124321\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/232-AWO.jpg\" alt=\"Arbeiten bei der Betreuung der Asylbewerber auf dem Aschenberg eng zusammen (v.l.): Adriana Oliviera, Ingeborg Gutberlet und Thomas Orf                               Foto: Heydenreich\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/232-AWO.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/232-AWO-265x176.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-124321\" class=\"wp-caption-text\">Arbeiten bei der Betreuung der Asylbewerber auf dem Aschenberg eng zusammen (v.l.): Adriana Oliviera, Ingeborg Gutberlet und Thomas Orf Foto: Heydenreich<\/p><\/div>\n<p>Fulda. \u201eDa ist gerade Ruhe am Aschenberg eingekehrt und nun kommen die Fl\u00fcchtlinge, die den sozialen Frieden im Stadtteil wieder gef\u00e4hrden k\u00f6nnten.\u201c Diese und andere kritische \u00c4u\u00dferungen klingen Adriana Oliviera noch immer in den Ohren.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn sich die Diplom Sozialp\u00e4dagogin an die Anf\u00e4nge des Projekts erinnert, das Landkreis Fulda, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und drei Fuldaer Wohnungsbaugesellschaften im Oktober letzten Jahres gemeinsam auf den Weg gebracht haben, dann spielt die Sorge um die Akzeptanz der Asylbewerber bei den Bewohnern des Aschenbergs eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>\u201eWir hatten zwar immer den Gedanken, dass die meisten Menschen, die hier in diesem Stadtteil leben, auch nur mit einem Koffer gekommen sind und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Situation der Fl\u00fcchtlinge haben m\u00fcssten, aber dennoch war uns sehr wichtig, dass wir alle informieren und ins Boot holen \u2013 und zwar bevor die ersten Fl\u00fcchtlinge an den Aschenberg kommen\u201c, berichtet Oliviera, die bei der AWO den Bereich Integration und Bildung leitet. So wurden die Anwohner im Rahmen einer Sitzung, im Gottesdienst und in pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen dar\u00fcber informiert, dass 60 bis 70 Asylbewerber am Aschenberg untergebracht und von den Mitarbeiterinnen der AWO betreut werden. \u201eBetreuung bedeutet f\u00fcr uns, f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge da zu sein und Angebote wie beispielsweise Sprachkurse vorzuhalten. Dar\u00fcber hinaus wollen wir aber auch Ehrenamtliche f\u00fcr die Integrationsarbeit gewinnen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit machen\u201c, erkl\u00e4rt Adriana Oliviera.<\/p>\n<p>F\u00fcr Thomas Orf, Leiter des Sachgebietes Zuwanderung bei der Kreisverwaltung, ist die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt eine klassische \u201eWin-Win-Situation\u201c. \u201eDie Arbeit der AWO ist vorbildlich und f\u00fcr uns als Landkreis eine gro\u00dfe Entlastung. Der Umgang mit dem Thema ist sehr offen. Es gibt eine gro\u00dfe Aufmerksamkeit und Akzeptanz innerhalb der Bev\u00f6lkerung.\u201c<\/p>\n<p>Derzeit leben am Aschenberg genau 39 Asylbewerber. \u201eEs handelt sich um Menschen in ganz verschiedenen Lebenslagen. Es sind einige Familien mit kleinen Kindern darunter, aber auch M\u00e4nner, die einzeln unterwegs sind. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, \u00c4thiopien und Somalia\u201c, berichtet Ingeborg Gutberlet, die die Asylbewerber betreut. Die Sozialp\u00e4dagogin ist die Schnittstelle zwischen den Fl\u00fcchtlingen, den Beh\u00f6rden und Institutionen sowie den B\u00fcrgern. Sie hilft den Asylbewerbern dabei, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, k\u00fcmmert sich aber auch um die Fragen und Anliegen aus der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Es gibt auch mal Beschwerden\u201c, wei\u00df Adriana Oliviera. \u201eUns ist es wichtig, immer ein offenes Ohr zu haben, die Probleme ernst zu nehmen und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr beide Seiten zu wecken.\u201c Neben dem AWO-Grundgedanken \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c ist es den Sozialp\u00e4dagoginnen wichtig, dass das Verh\u00e4ltnis von Geben und Nehmen ausgewogen ist. So werde jeder Asylbewerber dazu ermutigt und aufgefordert, sich einzubringen &#8211; wie es beispielsweise in den vergangenen Wochen beim Osterputz o<\/p>\n<p>F\u00fcr den Landkreis Fulda ist die soziale Betreuung der Zuwanderer keine gesetzliche Pflichtaufgabe, sondern eine freiwillige Leistung, f\u00fcr die es auch keinerlei finanzielle Unterst\u00fctzung von Landesseite gibt. Dennoch steht der Ausbau solcher Projekte auf der Agenda des Landkreises. \u201eF\u00fcr uns ist die Mischung \u2013 eine Betreuung durch eigenes Personal sowie eine sozialp\u00e4dagogische Begleitung \u00fcber bew\u00e4hrte, in der Region verankerte Tr\u00e4ger &#8211; ein neuer, aber absolut richtiger Weg\u201c, hebt J\u00fcrgen Stock, Leiter des Fachbereiches Arbeit und Soziales, hervor. Mittelfristig soll, so Stock, durch die AWO noch ein weiterer Standort betreut werden. Zudem sei der Landkreis in Sachen Sozialbetreuung von Asylbewerbern mit weiteren Projektpartnern im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Die Sorge um den sozialen Frieden am Aschenberg hat sich \u00fcbrigens als unbegr\u00fcndet herausgestellt. Der Stadtteil hat die Probe bestanden, da sind sich alle Projektpartner einig. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eDa ist gerade Ruhe am Aschenberg eingekehrt und nun kommen die Fl\u00fcchtlinge, die den sozialen Frieden im Stadtteil wieder gef\u00e4hrden k\u00f6nnten.\u201c Diese und andere kritische \u00c4u\u00dferungen klingen Adriana Oliviera noch immer in den Ohren.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,29,78],"tags":[],"class_list":["post-124319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-politik","category-topthema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=124319"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124322,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124319\/revisions\/124322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=124319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=124319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=124319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}