{"id":123869,"date":"2014-05-09T00:20:02","date_gmt":"2014-05-09T00:20:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=123869"},"modified":"2014-05-08T17:28:31","modified_gmt":"2014-05-08T17:28:31","slug":"scheckuebergabe-bei-ruebsam-fachkraefte-petersberger-unternehmer-schenkt-helferinnen-des-in-fulda-attackierten-antoniusheim-bewohners-3000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=123869","title":{"rendered":"Scheck\u00fcbergabe bei R\u00dcBSAM Fachkr\u00e4fte: Petersberger Unternehmer schenkt Helferinnen des in Fulda attackierten Antoniusheim-Bewohners 3000 Euro"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/SB1_4607.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-123870\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/SB1_4607-265x175.jpg\" alt=\"SB1_4607\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/SB1_4607-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/SB1_4607.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Petersberg. Es braucht Mut einzuschreiten, wenn einem Menschen vor unseren Augen Gewalt angetan wird. Diesen Mut bewiesen Anfang April drei junge Frauen in der Fuldaer Innenstadt, als ein 26-j\u00e4hriger Mann mit einer geistigen Behinderung von einer Gruppe Jugendlicher in der Stra\u00dfe Unterm Heilig Kreuz bel\u00e4stigt und geschlagen wurde. Als Anerkennung f\u00fcr ihr selbstloses Engagement und gleichzeitig als Zeichen f\u00fcr mehr gelebte Zivilcourage \u00fcbergab jetzt Erhard R\u00fcbsam, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter von R\u00dcBSAM Fachkr\u00e4fte, eine Spende von insgesamt 3000 Euro an die drei Helferinnen, die gerne anonym bleiben m\u00f6chten. \u201eIch habe von Ihrer Heldentat in der Presse gelesen und spontan entschieden, Ihnen auf diese Weise pers\u00f6nlich zu danken \u2013 denn dieses vorbildliche Verhalten kann man gar nicht genug herausstellen, zumal es eher die Ausnahme als die Regel ist. Wir k\u00f6nnen die Welt aber nur ver\u00e4ndern und zu einem Ort machen, an dem wir alle uns wohlf\u00fchlen, wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen\u201c, erkl\u00e4rte R\u00fcbsam seine Beweggr\u00fcnde.<!--more--><\/p>\n<p>Die \u00dcbergabe des Zivilcourage-Preises fand am Mittwochabend, 7. Mai, anl\u00e4sslich einer kleinen Feierstunde im R\u00dcBSAM Weiterbildungszentrum in Petersberg statt, an der auch Antoniusheim-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rainer Sippel und Rosemarie M\u00fcller, Leiterin des Bereichs Wohnen f\u00fcr Erwachsene, teilnahmen. Beide bedankten sich stellvertretend f\u00fcr den 26-J\u00e4hrigen ganz herzlich bei den jungen Frauen: \u201eSie haben nicht weggesehen, sondern die Initiative ergriffen und einem Menschen in Not geholfen, ohne an die Folgen f\u00fcr die eigene Person zu denken. Das war sehr mutig. Mit Ihrem Eingreifen haben Sie ganz sicher Schlimmeres verhindert\u201c, betonte Rainer Sippel und erg\u00e4nzte: \u201eEin Mensch mit geistiger Behinderung kann ein solches Erlebnis nicht \u00fcber den Kopf verarbeiten, sondern muss daf\u00fcr andere Wege w\u00e4hlen \u2013 in Form einer Therapie. Daher war es ein gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass Sie vor Ort waren und die Situation nicht noch weiter eskaliert ist.\u201c Auch Rosemarie M\u00fcller zeigte sich \u00fcberzeugt: \u201eW\u00e4re der junge Mann noch heftiger zusammengeschlagen worden und h\u00e4tte durch Ihr Eingreifen nicht das Gef\u00fchl vermittelt bekommen, nicht alleine zu sein, w\u00e4ren sicherlich weitreichendere psychische Folgesch\u00e4den entstanden.\u201c So aber befinde sich der Gesch\u00e4digte nach einer Operation am Tr\u00fcmmerbruch des Fingers inzwischen auf dem Weg der Besserung und habe auch keine Angst, wieder alleine in die Stadt zu gehen. \u201eIm Gegenteil: Er wird in K\u00fcrze sogar im Rahmen des begleiteten Wohnens in eine Wohnung in der Innenstadt umziehen\u201c, freute sich M\u00fcller.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der \u00dcberreichung der drei Schecks samt Blumengr\u00fc\u00dfen w\u00fcnschte sich Erhard R\u00fcbsam, dass \u201eIhre mutige Tat viele Nachahmer findet und dass das Thema Zivilcourage weite Kreise zieht und wieder verst\u00e4rkt in der \u00f6ffentlichen Diskussion aufgegriffen wird\u201c. Seine Spende sei deshalb auch Auftrag an die gesamte Gesellschaft: \u201eVerantwortungsbewusstsein gegen\u00fcber seinem N\u00e4chsten muss wieder selbstverst\u00e4ndlich sein in unserer Stadt, dann k\u00f6nnen wir uns hier auch sicher f\u00fchlen. \u00dcberwachungskameras alleine werden das nicht schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Ebenso sei eine regelm\u00e4\u00dfigere Berichterstattung in den Medien mit praktischen Tipps f\u00fcr das richtige Verhalten in solchen Situationen, etwa in Form von konkreten Handlungsanweisungen durch Polizei oder andere gesellschaftliche Institutionen, w\u00fcnschenswert. \u201eMeine Erfahrung ist es, dass viele gerne helfen w\u00fcrden, aber unsicher sind im ,Wie\u00e2\u20ac\u02dc\u201c, erkl\u00e4rte Erhard R\u00fcbsam. Entsprechend sollte jeder B\u00fcrger dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt sein, wie er im Notfall helfen kann oder wann es zum Beispiel besser ist, gleich die Polizei zu alarmieren. Hier k\u00f6nne man aus der Tierwelt lernen und \u201elaut schreien, wie ein Pfau, wenn er Gefahr wittert\u201c. \u201eAllein die Tatsache, dass wir heute hier zu diesem Thema zusammensitzen und diskutieren, ist der Verdienst von Ihnen. Daf\u00fcr sage ich von Herzen Danke!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Petersberg. Es braucht Mut einzuschreiten, wenn einem Menschen vor unseren Augen Gewalt angetan wird. Diesen Mut bewiesen Anfang April drei junge Frauen in der Fuldaer Innenstadt, als ein 26-j\u00e4hriger Mann mit einer geistigen Behinderung von einer Gruppe Jugendlicher in der Stra\u00dfe Unterm Heilig Kreuz bel\u00e4stigt und geschlagen wurde. 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