{"id":12350,"date":"2008-09-28T00:40:59","date_gmt":"2008-09-27T22:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=12350"},"modified":"2008-09-27T22:37:22","modified_gmt":"2008-09-27T20:37:22","slug":"buendnis-fuer-familie-will-palliativnetzwerk-verstaerken-gesundheitstage-fuer-ende-november-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=12350","title":{"rendered":"B\u00fcndnis f\u00fcr Familie will Palliativnetzwerk verst\u00e4rken -Gesundheitstage f\u00fcr Ende November geplant"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vogelsbergkreis. <\/strong>Wo nicht mehr geheilt werden kann, soll wenigstens alles medizinisch Sinnvolle  und M\u00f6gliche unternommen werden, damit Schmerzen und Leiden gemindert und  gemildert werden. Das ist der Sinn der Palliativmedizin. Wesentlicher  Bestandteil dieses Medizinansatzes ist die Ethik des &#8220;humanen Sterbens&#8221;. Die  Palliativversorgung bejaht das Leben und sieht Sterben als einen nat\u00fcrlichen  Prozess an.<!--more-->Welche M\u00f6glichkeiten der medizinisch-sozialen Begleitung gibt es im  Vogelsbergkreis &#8211; insbesondere auch im Hinblick auf das Sterben zu Hause, nicht  im anonymen Krankenhaus? Dieser Frage ging vor wenigen Tagen auf Einladung von  Heike Bohl der Arbeitskreis &#8220;Gesundheit und Pflege&#8221; des Vogelsberger B\u00fcndnisses  f\u00fcr Familie nach. Die erneut auf gro\u00dfen Zuspruch treffende Tagung fand im  Psychiatrie-Geb\u00e4ude der Eichhof-Klinik in Lauterbach statt. Das Treffen zeigte  erneut: das Familienb\u00fcndnis besitzt eine hohe Integrations- und  Mobilisierungskraft. &#8220;Denn hier vernetzen sich Laien und Fachleute &#8211; zum Teil  erstmals! &#8211; und sind so in der Lage, Angebote zur Kenntnis zu nehmen, zu  integrieren oder langfristig sogar erstmals herzustellen&#8221;, freute sich  Familiendezernentin Sylke Emmermann.<\/p>\n<p><strong>Frauen- und Familiengesundheitstage<\/strong><br \/>\nEin weiteres Thema der Arbeitsgruppe  war die Planung der Frauen- und Familiengesundheitstage, die Kreisbeigeordnete  Emmermann f\u00fcr die Zeit vom 28. November bis 6. Dezember plant. Die Veranstaltung  wird bereits zum sechsten Mal durchgef\u00fchrt. Schwerpunktthemen werden sein:  &#8220;Demenz erkennen, verstehen &#8211; besser leben&#8221; und die Entwicklung der  haus\u00e4rztlichen Versorgung im l\u00e4ndlichen Raum. Wer bei den Gesundheitstagen  mitmachen m\u00f6chte, kann sich an Sandra Obenhack im B\u00fcro der Dezernentin  wenden.<\/p>\n<p>Bei dem &#8211; bereits dritten &#8211; Treffen der Arbeitsgruppe &#8220;Gesundheit  und Pflege&#8221; des B\u00fcndnisses f\u00fcr Familie berichtete Manfred Steuernagel \u00fcber die  Integrierte Palliativversorgung am Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in  Alsfeld. Steuernagel ist Leiter der Sozialstation Alsfeld-Romrod des  Kreiskrankenhauses.<\/p>\n<p>Mit Beginn des Jahres 2008 haben sich die  Kreiskrankenh\u00e4user Bad Hersfeld, Hersfeld-Rotenburg und Alsfeld sowie eine  Gemeinschaftspraxis im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu einem Palliativnetz  zusammengeschlossen. Aufgabe und Ziel der Palliativversorgung ist es, unheilbar  erkrankte Menschen und ihren Angeh\u00f6rigen Unterst\u00fctzung anzubieten. Damit soll  f\u00fcr die Betroffenen bestm\u00f6gliche Lebensqualit\u00e4t in der ihnen verbleibenden  Lebenszeit erreicht werden. Die Palliativversorgung stellt die Linderung der  Beschwerden in den Vordergrund. Ein wichtiger Baustein ist die regelm\u00e4\u00dfige  Symptomkontrolle mit zeitnaher Behandlung der Beschwerden durch qualifiziertes  \u00e4rztliches und pflegerisches Fachpersonal, berichtete Manfred  Steuernagel.<\/p>\n<p>Durch die engmaschige Kontrolle sollen unn\u00f6tige  Krankenhausaufenthalte vermieden und so dem Bed\u00fcrfnis der Angeh\u00f6rigen nach N\u00e4he,  W\u00e4rme, Sicherheit und Zuwendung Rechnung getragen werden. \u00dcber eine 24-st\u00fcndige  Bereitschaft steht f\u00fcr den Betroffenen und die Angeh\u00f6rigen ein Ansprechpartner  zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr diese Aufgabe stehen im Kreiskrankenhaus Alsfeld Chefarzt Dr.  B\u00f6hm, Oberarzt Dr. Elsing und Ober\u00e4rztin Frau Dr. Meurer-Karus sowie \u00fcber die  Sozialstation Alsfeld\/Romrod die Palliativfachkrankenschwestern Birgit Schmidt  und Jessica Ruhl zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n<strong>Das Ziel hei\u00dft: humanes Sterben im Vogelsbergkreis besser erm\u00f6glichen<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Angebot richtet sich an Patienten  aus dem Krankenhaus Alsfeld, die in ihr Zuhause entlassen werden. Ziel sei es,  so Steuernagel, dieses Angebot fl\u00e4chendeckend f\u00fcr den Altkreis Alsfeld  anzubieten. Dabei sei man auf die Unterst\u00fctzung von Hospizdiensten, ambulanten  Pflegediensten und sonstigen Leistungserbringern angewiesen, betonte der Leiter  der Sozialstation. Der Hausarzt nehme eine zentrale Stellung in diesem  Versorgungssystem ein. In enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt, dem Betroffenen  und den Angeh\u00f6rigen  werde die Behandlung und Versorgung abgesprochen. Oberster  Leitsatz: Die W\u00fcrde und die W\u00fcnsche des Patienten haben h\u00f6chste Priorit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Wo nicht mehr geheilt werden kann, soll wenigstens alles medizinisch Sinnvolle und M\u00f6gliche unternommen werden, damit Schmerzen und Leiden gemindert und gemildert werden. Das ist der Sinn der Palliativmedizin. Wesentlicher Bestandteil dieses Medizinansatzes ist die Ethik des &#8220;humanen Sterbens&#8221;. 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