{"id":12333,"date":"2008-09-29T00:23:51","date_gmt":"2008-09-28T22:23:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=12333"},"modified":"2008-09-28T22:08:26","modified_gmt":"2008-09-28T20:08:26","slug":"realize-it-suchtberater-wollen-mit-speziellem-programm-junge-menschen-zum-nachdenken-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=12333","title":{"rendered":"Realize it: Suchtberater wollen mit speziellem Programm junge Menschen zum Nachdenken bringen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda (cif<\/strong>). Marihuana rauchen gilt bei einigen jungen Menschen zwischen 15 und 30 Jahren  als normal und dar\u00fcber hinaus als cool &#8211; wer es nicht probiert hat, kann eh&#8217; nicht mitreden&#8230;  Oft aber entwickelt sich aus dem gelegentlichen Rauchen ein regelm\u00e4\u00dfiger Konsum mit Konflikten im sozialen und schulischen, bzw. beruflichen Umfeld, wie es den Suchtberatern des Caritaszentrums f\u00fcr Sucht- und Drogenhilfe Fulda aus ihrer allt\u00e4glichen Praxis wohl bekannt ist.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Sch\u00e4dlichkeit und Suchtpotential von Marihuana und Haschisch belegt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJugendlichen und jungen Erwachsenen soll mit dem Kurzinterventionsprogramm \u00e2\u20ac\u0161Realize it&#8217; die M\u00f6glichkeit gegeben werden, \u00fcber eine Einschr\u00e4nkung oder Aufgabe ihres Cannabiskonsums nachzudenken&#8221;, sagt Maria Spies, Sozialarbeiterin beim Caritaszentrum f\u00fcr Sucht- und Drogenhilfe Fulda.  \u201eSicher sind die k\u00f6rperlichen Folgen nicht so drastisch wie bei anderen Drogen, aber bei regelm\u00e4\u00dfigen und heftigem Konsum ist die Gefahr, in eine Abh\u00e4ngigkeit zu geraten, durchaus gegeben. Die Wissenschaft kann inzwischen die Sch\u00e4dlichkeit der Begleitstoffe von Marihuana und Haschisch f\u00fcr den K\u00f6rper eindr\u00fccklich belegen&#8221;, so die Caritas-Mitarbeiterin.<\/p>\n<p><strong>Nachdenken \u00fcber Ver\u00e4nderung ist Pflicht<\/strong><\/p>\n<p>Der Haschkonsum steigt dessen ungeachtet, vor allem j\u00fcngere Menschen berauschen sich gerne und regelm\u00e4\u00dfig auf diese Art und Weise. Grund genug f\u00fcr die Drogenberater der Fuldaer Caritas, das Programm \u201eRealize it&#8221; gezielt in ihrer t\u00e4glichen Arbeit zum Einsatz zu bringen. Einzige Voraussetzung zur Teilnahme an \u201eRealize it&#8221;: Der Cannabis-Konsument ist bereit, seinen sch\u00e4dlichen Konsum zu reduzieren, in Form eines Tagebuchs zu reflektieren und mit dem Berater \u00fcber eine Ver\u00e4nderung seines Verhaltens nachzudenken.<\/p>\n<p>Dann erh\u00e4lt er im Rahmen des Programms f\u00fcnf Einzelsitzungen und eine Gruppensitzung mit gleichfalls Betroffenen: Neben dem Erfahrungsaustausch \u00fcber das eigene Konsumverhalten wird dem  Cannabis-Abh\u00e4ngigen so geholfen, realisierbare Konsumziele zu formulieren, um den Grad des \u201eKiffens&#8221; zu vermindern und gewisserma\u00dfen die eigene Initiative zur\u00fcckzugewinnen. \u201eViele Haschkonsumenten klagen dar\u00fcber, immer lethargischer zu werden, sie kriegen Schule und Beruf nicht mehr auf die Reihe. In der Tat ist ein Hauptproblem bei Cannabis die psychische Abh\u00e4ngigkeit, die es zu \u00fcberwinden gilt&#8221;, unterstreicht Maria Spies.<\/p>\n<p>Interessierte an dem Programm \u201eRealize it&#8221; k\u00f6nnen sich unter Tel. 0661\/2428-360 unverbindlich mit dem Caritaszentrum f\u00fcr Sucht- und Drogenhilfe in Verbindung setzen oder in Fulda ohne Anmeldung montags 11.00 bis 12.00 Uhr in die \u201eOffene Sprechstunde&#8221; kommen: Wilhelmstra\u00dfe 10 gleich neben dem Dom.  \u00dcbrigens: Absolventen von \u201eRealize it&#8221; erhalten als kleines \u201eBonbon&#8221; f\u00fcr ihre Teilnehme einen Einkaufsgutschein einer Medienmarktkette.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (cif). 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