{"id":123037,"date":"2014-04-16T00:20:23","date_gmt":"2014-04-16T00:20:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=123037"},"modified":"2014-04-15T15:42:46","modified_gmt":"2014-04-15T15:42:46","slug":"ist-regional-wirklich-die-erste-wahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=123037","title":{"rendered":"Ist regional wirklich die erste Wahl?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_123038\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/regionale_produkte_dachmarke_rh\u00f6n.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-123038\" class=\"size-thumbnail wp-image-123038\" alt=\"Vielf\u00e4ltig, speziell und absolut regional: die Produkte der neuen Regionalmarke der Dachmarke Rh\u00f6n \u201eRh\u00f6nwiese\u201c.         Foto: Dachmarke Rh\u00f6n\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/regionale_produkte_dachmarke_rh\u00f6n-265x172.jpg\" width=\"265\" height=\"172\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-123038\" class=\"wp-caption-text\">Vielf\u00e4ltig, speziell und absolut regional: die Produkte der neuen Regionalmarke der Dachmarke Rh\u00f6n \u201eRh\u00f6nwiese\u201c. Foto: Dachmarke Rh\u00f6n<\/p><\/div>\n<p>Fulda\/Rh\u00f6n. Unter dem Titel \u201eRegional ist erste Wahl\u201c hatten jetzt die Dachmarke Rh\u00f6n und das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n zu einem Vortrag und einer Diskussionsrunde ins Fuldaer Antonius-Caf\u00e9 eingeladen. Im Kern ging es dabei um die Chancen, die regionale Produkte den einheimischen Betrieben er\u00f6ffnen, aber auch um die Fragestellung, warum es gerade im Bereich Gastronomie noch immer eine gewisse Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber regional erzeugten Lebensmitteln gibt. Auch die neue Regionalmarke der Dachmarke Rh\u00f6n \u201eRh\u00f6nwiese\u201c wurde den anwesenden B\u00fcrgern und Vertretern von Unternehmen pr\u00e4sentiert.<!--more--><\/p>\n<p>Eingestimmt auf die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, regionale Produkte herzustellen und zu vermarkten, wurden die Teilnehmer der Diskussionsrunde mit einem Kurzfilm \u201eAnders ist jeder\u201c \u00fcber das Antoniusheim Fulda, seine Menschen mit Handicap und die verschiedenen Besch\u00e4ftigungsgebiete. \u201eDas Antoniusheim ist fest in der Region verankert und\u00c2\u00a0 daher auch seit einigen Jahren Partnerbetrieb der Dachmarke Rh\u00f6n\u201c, berichtete Vermarktungsleiter Martin Ruhnke. \u201eViele der selbst hergestellten und verarbeiteten Produkte tragen das Bio-Siegel Rh\u00f6n,\u00c2\u00a0 und auch die Antonius-K\u00fcche mit dem Antonius-Caf\u00e9 ist mit drei Silberdisteln f\u00fcr den besonders gro\u00dfen regionalen Wareneinsatz ausgezeichnet.\u201c Diese nachhaltige Umsetzung der Regionalit\u00e4t finde sich auch in den Fuldaer Schulmensen wieder, welche von der Antonius-K\u00fcche bekocht werden.<\/p>\n<p>In ihrem Vortrag stellte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Dachmarke Rh\u00f6n, Barbara Landgraf, zun\u00e4chst die Rh\u00f6ner Regionalmarke, ihre Siegel und ihre Idee vor. Dabei machte sie deutlich, dass es in erster Linie um den regionalen Rohstoffbezug und die handwerkliche Verarbeitung sowie um Produkttransparenz und Lebensmittelsicherheit geht. All dies mache die besondere Qualit\u00e4t des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n aus. Die Bem\u00fchungen der Dachmarke Rh\u00f6n um regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten tr\u00fcgen letztlich auch dazu bei, die von der UNESCO ausgezeichnete Kulturlandschaft des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n zu erhalten. \u201eWir wollen mit unseren Initiativen die Identit\u00e4t mit der Rh\u00f6n f\u00f6rdern, Arbeitspl\u00e4tze und Besch\u00e4ftigung sichern und nachhaltige Wirtschaftsformen sichern\u201c, hob Barbara Landgraf hervor.<\/p>\n<p>Die Branche Hotellerie und Gastronomie stellt innerhalb der Dachmarke Rh\u00f6n die meisten Partnerbetriebe. Dieser Branche komme auch eine Schl\u00fcsselrolle zu: mit ihr komme der Gast von au\u00dferhalb in aller Regel als erstes in Kontakt. Hier wolle er aber auch die Landschaft, die er sieht, auf dem Teller kulinarisch erleben. Deshalb biete die Rh\u00f6nSprudel Genussakademie, eine Gemeinschaftsinitiative der Dachmarke Rh\u00f6n und des MineralBrunnens Rh\u00f6nSprudel, auch vielf\u00e4ltige Seminare an, bei denen es in erster Linie um eine authentische Rh\u00f6ner K\u00fcche und um regionale Produkte geht.<\/p>\n<p>Um den Anforderungen des Handels besser Rechnung zu tragen, der sich sehr f\u00fcr regionale Produkte aus der Rh\u00f6n interessiert, sei im vergangenen Jahr die neue Regionalmarke \u201eRh\u00f6nwiese\u201c an den Start gegangen. Bis Ende 2014 sollen unter dem einheitlichen Schriftzug insgesamt rund 20 verschiedene Produkte vermarktet werden. Hinzu solle die Rindfleischvermarktung verst\u00e4rkt in Ballungsgebieten kommen \u2013 dort k\u00f6nnen h\u00f6here Preise als in der Rh\u00f6n erzielt werden, die Landwirte und Verarbeiter ganz einfach brauchen, wenn sie eine gewisse Gr\u00f6\u00dfe haben und ihre Existenz auch f\u00fcr die n\u00e4chste Generation sichern wollen. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sei nach wie vor eine gemeinsame Distribution und Logistik, sagte Landgraf. Diese kosten zwar Geld, er\u00f6ffnen jedoch auf der anderen Seite auch Vermarktungswege, die vor allem kleinere Betriebe bislang nicht hatten.<\/p>\n<p>Seitens einiger anwesender Landwirte kam auch die Frage auf, warum immer noch zu wenig Fleisch, auch Bio-Fleisch, aus der Rh\u00f6n eingekauft werde, wenn es doch \u00fcberall hei\u00dfe, dass regional und Bio die erste Wahl beim Verbraucher sind. Ein oft verwendetes Argument der Gastwirte und Verbraucher laute hier, es sei zu teuer. Auf der anderen Seite sehen die G\u00e4ste der Rh\u00f6n die Preise in der Rh\u00f6ner Gastronomie als \u00e4u\u00dferst g\u00fcnstig an. Sie w\u00e4ren also durchaus bereit, f\u00fcr regionale und qualitativ hochwertige Produkte mehr Geld auszugeben. \u201eDas zeigt uns, dass sich die Rh\u00f6n noch immer unter Wert verkauft und oftmals Argumente herangezogen werden, die an den Trends der heutigen Zeit v\u00f6llig vorbeigehen\u201c, betonte Barbara Landgraf.<\/p>\n<p>\u201eDas Thema regionale Produkte besch\u00e4ftigt die Menschen \u2013 das hat die Diskussionsrunde in Fulda gezeigt. Aber das gew\u00fcnschte Ergebnis ist noch nicht da, n\u00e4mlich die enge Vernetzung zwischen Landwirten, Gastronomen und Verarbeitern im gro\u00dfen Stil\u201c, sch\u00e4tzt der Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Torsten Raab, ein. Die Begriffe Regionalit\u00e4t und Qualit\u00e4t seien in aller Munde \u2013 an der Kasse im Supermarkt oder beim Besuch in der Gastst\u00e4tte stelle sich das dann aber oft anders dar. \u201eUns als Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und Dachmarke Rh\u00f6n fehlt es hinsichtlich der Chancen, die regionale Produkte im Bereich Gastronomie und Tourismus bieten, noch an \u00f6ffentlicher Wahrnehmung innerhalb der Region.\u201c<\/p>\n<p>Dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n gehe es seit Jahren darum, dass gerade in der Gastronomie wirklich regionale Produkte verwendet werden \u2013 also solche vom Produzenten und Landwirt aus der Rh\u00f6n. \u201eEin industriell erzeugtes St\u00fcck Fleisch wird nicht regional, nur weil ich es beim H\u00e4ndler um die Ecke kaufe\u201c, nennt Raab ein Beispiel. Es gehe vielmehr um den Aufbau regionaler Wirtschaftskreisl\u00e4ufe, so dass das Geld, was innerhalb der Region generiert wird, auch tats\u00e4chlich in der Region bleibt. Und noch auf eines macht Raab aufmerksam: Wenn der Kunde nicht beim Gastwirt, Metzger oder B\u00e4cker nach regionalen Lebensmitteln frage, dann sei es schwer, diesen\u00c2\u00a0 f\u00fcr das Thema Regionalit\u00e4t zu sensibilisieren. \u201eLetztlich hat es der Kunde in der Hand, wie er auch beim Einkaufen entscheidet. Es gibt keine Qualit\u00e4t und Regionalit\u00e4t zum Schleuderpreis, das muss er wissen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Rh\u00f6n. Unter dem Titel \u201eRegional ist erste Wahl\u201c hatten jetzt die Dachmarke Rh\u00f6n und das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n zu einem Vortrag und einer Diskussionsrunde ins Fuldaer Antonius-Caf\u00e9 eingeladen. 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