{"id":121870,"date":"2014-03-28T06:35:14","date_gmt":"2014-03-28T06:35:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=121870"},"modified":"2014-03-28T06:35:14","modified_gmt":"2014-03-28T06:35:14","slug":"erstes-flaechendeckendes-anerkennungsberatungsangebot-in-hessen-geschaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=121870","title":{"rendered":"Erstes fl\u00e4chendeckendes Anerkennungsberatungsangebot in Hessen geschaffen"},"content":{"rendered":"<p>Hessen. Mit dem Aufbau einer mobilen Anerkennungsberatung (MoAB)in Hessen\u00c2\u00a0 wurde jetzt ein weiteres Angebot f\u00fcr Menschen mit im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen geschaffen. Damit verf\u00fcgt Hessen seit Anfang dieses Monats \u00fcber ein fl\u00e4chendeckendes Anerkennungsberatungsangebot. Neben den offenen Sprechstunden in den R\u00e4umen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit in Kassel, Gie\u00dfen und Frankfurt und einer telefonischen Erstberatung komplettiert die mobile Beratung den Service. Je nach Bedarf k\u00f6nnen die Beratungskr\u00e4fte auch Termine vor Ort anbieten.<!--more--><\/p>\n<p>Partner der gemeinsamen Aktivit\u00e4ten, die auf bereits bestehenden Angeboten im Rahmen des hessischen Netzwerkes Integration durch Qualifikation (IQ) basieren, sind neben der Regionaldirektion Hessen, das Land Hessen, die INBAS GmbH, der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V sowie beram\u00c3\u00ad berufliche Integration e.V. Die Beratungsstellen der St\u00e4dte Frankfurt und Wiesbaden sind ebenfalls eingebunden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, ist dies ein weiteres Puzzlest\u00fcck, um dem prognostizierten Fachkr\u00e4ftebedarf in Hessen zu begegnen: \u201eDies ist aber nicht der einzige Aspekt. Es ist auch ein wichtiger Schritt zu einer gesellschaftlichen und beruflichen Integration. Die im Ausland erworbenen Qualifikationen und Berufsabschl\u00fcsse, die jetzt anerkannt werden k\u00f6nnen, machen einen Einstieg in eine qualifizierte Besch\u00e4ftigung m\u00f6glich. Das kann mehr Gehalt bedeuten und gleichzeitig eine bessere Altersvorsorge sein. Ebenfalls k\u00f6nnen erforderliche Qualifizierungsma\u00dfnahmen erst greifen, wenn eine Anerkennung vorliegt\u201c.<\/p>\n<p>Dass die mobile Anerkennungsberatung in die R\u00e4ume der Agenturen f\u00fcr Arbeit in Kassel, Gie\u00dfen und Frankfurt eingezogen ist, h\u00e4lt Martin f\u00fcr eine wichtige Erg\u00e4nzung zum Angebot der Bundesagentur: \u201eIn der Agentur Frankfurt hat bereits letztes Jahr das Welcome Center Hessen seine T\u00fcren ge\u00f6ffnet. Auf dem gleichen Flur hat jetzt die mobile Anerkennungsberatung ihre R\u00e4ume. Kurze Wege und m\u00f6glichst viele Dienstleistungen an einem Ort halte ich f\u00fcr die richtige L\u00f6sung.\u201c<\/p>\n<p>Constanze Brucker, Leiterin Koordination des Landesnetzwerks IQ, betont: \u201eWir erf\u00fcllen in Hessen damit den Auftrag des F\u00f6rderprogramms Integration durch Qualifizierung. Die Umsetzung des Anerkennungsgesetzes sieht vor, dort wo es n\u00f6tig ist, entsprechende Beratungsangebote einzurichten. Wir in Hessen erweitern das Angebot \u00fcber die St\u00e4dte hinaus und gehen ganz gezielt auch mit einem mobilen Beratungsangebot in die l\u00e4ndlichen Regionen.\u201c<\/p>\n<p>Bereits seit Mitte des letzten Jahres beraten der Caritasverband Nordhessen und Berami e.V. Personen, die einer Berufsausbildung oder ein Studium im Ausland abgeschlossen haben.<\/p>\n<p>Martina Flasp\u00f6hler, Sozialp\u00e4dagogin, Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V, erl\u00e4utert: \u201eAnerkennungsberatung ist eine individuelle Fachberatung, die auf vielf\u00e4ltige Bedarfe von Ratsuchenden eingeht. Ein Ziel ist die passgenaue berufliche Integration. Als Expertenteam im Hessischen Landesnetzwerk IQ bieten wir in Kassel an 15 Stunden in der Woche eine telefonische Erstberatung an. Zus\u00e4tzlich steht das Team f\u00fcr die pers\u00f6nliche Beratung und verfahrensbegleitende Beratung zur Verf\u00fcgung\u201c.<\/p>\n<p><strong>Beratungsangebote in Hessen und Standorte<\/strong><br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Nord- und Osthessen<\/strong><br \/>\nOffene Sprechstunde: Dienstag von 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 14.00 bis 17.30 Uhr, Agentur f\u00fcr Arbeit Kassel, Gr\u00fcner Weg 46, Zimmer A 813<br \/>\nTelefonische Erstberatung Montag bis Mittwoch und Freitag vom 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Telefon 0561 7004139<br \/>\nMobile pers\u00f6nliche Beratung: B\u00fclent Koyupinar, Telefon 0151 65497417.\u00c2\u00a0 E-Mail: koyupinar@inbas.com<\/p>\n<p><strong>Mittelhessen<\/strong><br \/>\nOffene Sprechstunde: Dienstag von 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 14.00 bis 17.30 Uhr, Agentur f\u00fcr Arbeit Gie\u00dfen, Nordanlage 60, Zimmer 63 und 64<br \/>\nTelefonische Erstberatung: Montag bis Mittwoch und Freitag vom 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Telefon 0561 7004139<br \/>\nMobile pers\u00f6nliche Beratung: Teresa Gimbel, Telefon 0151 65497416, E-Mail: gimbel@inbas.com und\u00c2\u00a0 Thorsten Viehmann , Telefon 0151 65497415, E-Mail: viehmann@inbas<\/p>\n<p><strong>Rhein-Main-Gebiet und S\u00fcdhessen<\/strong><br \/>\nOffene Sprechstunde: Dienstag von 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 14.00 bis 17.30 Uhr, Agentur f\u00fcr Arbeit Frankfurt, Fischerfeldstra\u00dfe 12-13, Raum 2.301<br \/>\nTelefonische Erstberatung: Montag bis Mittwoch und Freitag vom 09.00 bis 12.00 Uhr, Donnertag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Telefon 0561 7004139<br \/>\nMobile pers\u00f6nliche Beratung: Jennifer Erdmann, Telefon 0151 65429848, E-Mail erdmann@inbas.com und Peter Metz, Telefon 0151 65497414, E-Mail metz@inbas.com<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><\/p>\n<p>Integration durch Qualfizierung (IQ)<br \/>\nUm die Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund zu verbessern, hat das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales (BMAS) 2005 das bundesweite Netzwerk &#8220;Integration durch Qualifizierung&#8221; (IQ) ins Leben gerufen. Das F\u00f6rderprogramm IQ ist auf Bundesebene und regional aktiv: Sechzehn Landesnetzwerke haben ab Mitte 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie setzen Instrumente, Handlungsempfehlungen und Konzepte in die Praxis um und vernetzen sich mit weiteren Arbeitsmarktakteuren vor Ort.<\/p>\n<p>Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2012 bundesweit 7458 im Ausland erworbene berufliche Abschl\u00fcsse anerkannt. Insgesamt gingen bei den zust\u00e4ndigen Stellen w\u00e4hrend des Jahres 2012, 10 989 Anerkennungsantr\u00e4ge nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) ein. 522 Antr\u00e4ge wurden ab Inkrafttreten des BQFG bis Jahresende 2012 negativ beschieden. F\u00fcr 3009 Antr\u00e4ge war Ende 2012 noch keine Entscheidung gefallen. Die mit gro\u00dfem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen medizinische Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 6837 der 7458 positiv beschiedenen Antr\u00e4ge, darunter 5121 von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten. \u00dcber 100 erfolgreiche Verfahren gab es zudem in den Gruppe der Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe (Quelle: Destatis).<\/p>\n<p>Das Projekt Mobile Anerkennungsberatung wird im Jahr 2014 in einer H\u00f6he von 576.000 \u00e2\u201a\u00ac aus Mitteln des IQ Netzwerkes (Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales) finanziert.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nhttp:\/\/netzwerk-iq.de<br \/>\nwww.inbas.de<br \/>\nwww.berami.de<br \/>\nhttp:\/\/www.rcvkassel.caritas.de\/<br \/>\nwww.anerkennung-in-deutschland.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Mit dem Aufbau einer mobilen Anerkennungsberatung (MoAB)in Hessen\u00c2\u00a0 wurde jetzt ein weiteres Angebot f\u00fcr Menschen mit im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen geschaffen. 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