{"id":121698,"date":"2014-03-27T06:53:11","date_gmt":"2014-03-27T06:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=121698"},"modified":"2014-03-27T06:53:11","modified_gmt":"2014-03-27T06:53:11","slug":"kostenlose-typisierung-am-6-april-im-krankenhaus-eichhof-kann-sabine-trabandt-das-leben-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=121698","title":{"rendered":"Kostenlose Typisierung am 6. April im Krankenhaus Eichhof kann Sabine Trabandt das Leben retten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/SAM_0389.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-121699\" alt=\"SAM_0389\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/SAM_0389-265x198.jpg\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/SAM_0389-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/SAM_0389.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Lauterbach. Kurz vor Weihnachten 2013 kam die verheerende Nachricht, die das harmonische Familienleben der Trabandts aus Lauterbach-Maar in einen emotionalen Ausnahmezustand versetzte. Sabine Trabandt, die Mutter von Meike (27) und Annina (24), hat Blutkrebs. \u201eWir hatten das Gef\u00fchl, uns wird der Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen\u201c, erinnert sich Meike Trabandt. Die junge Frau hatte nach viereinhalb Jahren an der Nordsee erst im Januar 2013 ihren Lebensmittelpunkt wieder zur\u00fcck ins Elternhaus nach Maar verlegt. Binnen weniger Tage musste ihre Mutter ins Klinikum nach Fulda, um sich einer ersten Chemotherapie zu unterziehen. Gut f\u00fcnf Wochen vergingen, ehe Sabine Trabandt zum ersten Mal wieder nach Hause durfte.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDurch die Diagnose mussten wir unseren Alltag erst einmal neu ordnen\u201c, sagt Meike, die gemeinsam mit ihrer Schwester nicht unt\u00e4tig zuhause sa\u00df, sondern mit Unterst\u00fctzung von Kollegen ihrer Mutter aus dem Krankenhaus Eichhof, Pfarrer Theo G\u00fcnther und Freunden der Familie erste Schritte f\u00fcr eine Spenden- und Typisierungsaktion einleitete.<\/p>\n<p>Zeitgleich sucht die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) fieberhaft nach einem passenden Spender. Bis heute konnte dieser sogenannte \u201egenetische Zwilling\u201c jedoch nicht gefunden werden und alle Hoffnungen ruhen nun auf eben dieser Typisierungsaktion am Sonntag, 6. April, von 11 bis 16 Uhr im Atrium des Medizinischen Zentrums Eichhof in Lauterbach.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen am Medizinischen Zentrum Eichhof, Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann und \u00c4rztlicher Direktor Dr. Dr. Christoph Herda, machten nach der ersten Anfrage aus den Reihen des Kollegiums f\u00fcr eine solche Ma\u00dfnahme eine Zusage und pr\u00fcften mit Einverst\u00e4ndnis von Sabine Trabandt, ob die Leitf\u00e4den der DKMS f\u00fcr eine Typisierung im Hause umgesetzt werden k\u00f6nnen. Parallel dazu organisierte die Pressereferentin Marika Hei\u00df den Druck von Plakaten und Flyern, die mithilfe des Krankenhauspersonals, des hauseigenen Fahrdienstes und Freunden und Verwandten der Familie im Vogelsbergkreis und im Landkreis Fulda verteilt wurden. \u00dcber 600 Firmen und Vereine in der Region wurden angeschrieben und um Unterst\u00fctzung gebeten. \u201eDie Resonanz ist gut, doch viele Menschen wissen nicht, dass die Typisierung f\u00fcr diejenigen, die sich testen lassen wollen, kostenlos ist\u201c, erkl\u00e4rt Marika Hei\u00df. Zwar koste jede Typisierung eines Stammzellspenders die DKMS etwa 50 EUR, doch die Testpersonen m\u00fcssen f\u00fcr diese Kosten nicht aufkommen.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich rufen wir zu Spenden auf, denn es gibt ja viele Menschen, die sich nicht testen lassen wollen oder k\u00f6nnen, aber die Aktion mit einem Obolus unterst\u00fctzen m\u00f6chten\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Dr. Christoph Herda, der selbst schon als Spender f\u00fcr einen Erkrankten in der Schweiz zur Verf\u00fcgung stand und verweist auf ein Beispiel: \u201eWenn sich 1.000 Menschen testen lassen, dann entstehen der DKMS 50.000 Euro an Kosten. Derzeit haben wir ein Spendenaufkommen von etwa 8.000 EUR, das bedeutet, die DKMS m\u00fcsste 42.000 Euro selbst aufbringen. Das ist f\u00fcr eine gemeinn\u00fctzige Organisation, die sich ausschlie\u00dflich aus Spenden finanziert, ein ziemlicher Kraftakt.\u201c<\/p>\n<p>Mithilfe des DRK Kreisverbands Lauterbach hat die Familie Spendenboxen aufgestellt und eine Kuchenverkaufsaktion im REWE Supermarkt in Lauterbach, die von den M\u00fcttern des Kindergartens Landenhausen unterst\u00fctzt wurde, brachte \u00fcber 500 EUR ein. Ein weiterer Kuchenverkauf findet am 30. M\u00e4rz, am Kirmessonntag in Maar statt.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erfahren die Trabandts auch aus den Reihen der Firmen der Region. Ein Unternehmen aus Angersbach hat 1.000 EUR gespendet und das Krankenhaus Eichhof hat die Organisation f\u00fcr die Typisierung \u00fcbernommen. \u201eWir ben\u00f6tigen 40 Mitarbeiter, die sich f\u00fcr die Abwicklung von der Datenerfassung bis zur Blutentnahme am 6. April zur Verf\u00fcgung stellen\u201c, erkl\u00e4rt die Pflegedienstleitung Ingeborg Schaub-Eiffert und freut sich sehr dar\u00fcber, dass die personelle Ausstattung bereits in trockenen T\u00fcchern ist. Neben dem pflegerischen Fachpersonal haben sich auch viele \u00c4rzte bereit erkl\u00e4rt, mitzuarbeiten.<\/p>\n<p>\u201eDer zeitliche Aufwand f\u00fcr die einzelne Typisierung h\u00e4lt sich in Grenzen. Zwischen 20 Minuten und einer halben Stunde sollte man einplanen\u201c, erkl\u00e4rt Marika Hei\u00df. \u201eNat\u00fcrlich haben wir mit Unterst\u00fctzung durch unsere Lieferanten auch daf\u00fcr gesorgt, dass f\u00fcr die potenziellen Knochenmarkspender, egal um welche Uhrzeit sie zu uns ins Krankenhaus kommen, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten wird. Der Verkaufserl\u00f6s wird ebenfalls der Typisierungsaktion gespendet\u201c, so die Pressereferentin.<\/p>\n<p>Alle Beteiligten hoffen auf eine rege Teilnahme an der Typisierungsaktion, schlie\u00dflich geht es in erster Linie darum, einen passenden Spender zu finden. \u201eUnsere Mutter ist das Herz der Familie und sie fehlt uns so sehr, wenn sie nicht zuhause ist. Wir w\u00fcnschen uns nichts mehr, als dass sie mithilfe eines passenden Spenders wieder gesund wird\u201c, appelliert Meike Trabandt an die Menschen in der Region, sich testen zu lassen.<\/p>\n<p>BU<br \/>\nDie an Leuk\u00e4mie erkrankte Sabine Trabandt gemeinsam mit ihren T\u00f6chtern Meike (li.) und Annina.<\/p>\n<p>Infokasten 1:<br \/>\nTypisierungsaktion<br \/>\nf\u00fcr Sabine Trabandt<br \/>\nSonntag, 6. April<br \/>\nvon 11 bis 16 Uhr<br \/>\nMedizinisches Zentrum Eichhof<br \/>\nEichhofstra\u00dfe 1,<br \/>\n36341 Lauterbach<\/p>\n<p>Infokasten 2:<br \/>\nDKMS-Spendenkonto<br \/>\nRaiffeisenbank eG Gro\u00dfenl\u00fcder<br \/>\nIBAN DE66 5306 2035 0000 0917 90<br \/>\nBIC GENODEF1GLU<br \/>\nVerwendungszweck: STQ 001<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lauterbach. Kurz vor Weihnachten 2013 kam die verheerende Nachricht, die das harmonische Familienleben der Trabandts aus Lauterbach-Maar in einen emotionalen Ausnahmezustand versetzte. Sabine Trabandt, die Mutter von Meike (27) und Annina (24), hat Blutkrebs. \u201eWir hatten das Gef\u00fchl, uns wird der Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen\u201c, erinnert sich Meike Trabandt. 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