{"id":121029,"date":"2014-03-17T07:53:08","date_gmt":"2014-03-17T07:53:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=121029"},"modified":"2014-03-17T07:53:08","modified_gmt":"2014-03-17T07:53:08","slug":"caritas-fulda-positioniert-sich-zur-fluechtlingsproblematik-caritas-stiftung-startet-verstaerktes-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=121029","title":{"rendered":"Caritas Fulda positioniert sich zur Fl\u00fcchtlingsproblematik \u2013 Caritas-Stiftung startet verst\u00e4rktes Engagement"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Infogespr\u00e4ch-Caritas-Stiftung_Fl\u00fcchtlinssitation_0314_CS_IMG_2998.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-121030\" alt=\"Infogespr\u00e4ch Caritas-Stiftung_Fl\u00fcchtlinssitation_0314_CS_IMG_2998\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Infogespr\u00e4ch-Caritas-Stiftung_Fl\u00fcchtlinssitation_0314_CS_IMG_2998-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a>Fulda. Zu einem Informationsgespr\u00e4ch trafen sich im Caritashaus in der Wilhelmstra\u00dfe nahe dem Dom k\u00fcrzlich Vertreter der Caritas-Verbandsspitze Malte Crome und Msgr. Elmar Gurk mit Dr. Reinhardt Asche, H\u00fcnfeld, von der Save-me-Gruppe und von Amnesty International Fulda, sowie drei Fl\u00fcchtlingen, die sich derzeit im Anerkennungsverfahren befinden und in Fuldaer Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften untergebracht sind: Beroz E., 18-j\u00e4hrig und aus Afghanistan, die 24-j\u00e4hrige Farhia G. aus Somalia sowie Merhawit A., 28 Jahre, aus Eritrea. Das Gespr\u00e4ch kam auf Initiative von Franz Meyer, Referent Soziale Dienst und im Caritasverband auch f\u00fcr Fragen der Fl\u00fcchtlingsarbeit zust\u00e4ndig, zustande.<!--more--><\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch schilderte Reinhardt Asche zun\u00e4chst die augenblickliche Fl\u00fcchtlingssituation in Stadt und Landkreis Fulda in Bezug auf Unterbringung und Lebenssituation der Fl\u00fcchtlinge sowie in Hinblick auf die M\u00f6glichkeiten von Amnesty und Save-me-Fulda bei der Betreuungsarbeit. So unterstrich er zum Beispiel, dass die Verteilung der Fl\u00fcchtlinge auf kleinere Einrichtungen im gesamten Kreisgebiet zwar Vorteile in Bezug auf die Wohnsituation der Betroffenen habe, jedoch sei eine Betreuung von Gruppen beispielsweise in Tann oder Hilders von der Fuldaer Amnesty-Gruppe und Save-me-Gruppe nicht zu leisten, da viele der Freiwilligen nicht motorisierte Studenten seien. Deshalb k\u00fcmmere man sich haupts\u00e4chlich um die Fl\u00fcchtlinge in H\u00fcnfeld und Fulda. Als Fluchtgr\u00fcnde nannte Asche haupts\u00e4chlich teilweise subtile Bedrohungssituationen, denen die Menschen vor der Flucht ausgesetzt waren. In Eritrea beispielsweise w\u00fcrden oft die Frauen in \u201eGeiselhaft\u201c genommen, wenn Familienv\u00e4ter sich dem oft viele Jahre dauernden Wehrdienst entz\u00f6gen.<\/p>\n<p>In ihrer Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender und als gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Vorstandsmitglied der Caritas-Stiftung im Bistum Fulda befragten Msgr. Elmar Gurk und\u00c2\u00a0 Malte Crome anschlie\u00dfend auch die drei Fl\u00fcchtlinge, die \u00fcber ihre Familiensituation berichteten und auch ihre W\u00fcnsche und Ziele f\u00fcr eine Zukunft in Deutschland formulierten. So zeigte sich, dass Merhawit in Eritrea ihre zwei Kinder bei den Gro\u00dfeltern zur\u00fcckgelassen hatte, die sie nach Etablierung in Europa gerne zu sich holen wollte.<\/p>\n<p>Alle drei jungen Fl\u00fcchtlinge zeigten sich hoch motiviert, schnellstm\u00f6glich die Landessprache zu lernen und eine Ausbildung zu absolvieren. Beroz interessierte sich f\u00fcr einen Beruf im Ingenieurswesen, Farhia w\u00fcnschte sich eine medizinische Laufbahn im Bereich der Frauenheilkunde. Schnell wurde allen Gespr\u00e4chsbeteiligten dabei klar, dass dabei der fundierte Deutsch-Erwerb der Schl\u00fcssel zur Integration und f\u00fcr ein erfolgreiches, unabh\u00e4ngiges Leben in Deutschland ist: Es k\u00f6nne nicht sein, so Msgr. Gurk, dass man all den Elan und den Enthusiasmus der jungen Fl\u00fcchtlinge, das Leben wieder aktiv in die Hand zu nehmen, verpuffen lie\u00dfe. Schlie\u00dflich, so erg\u00e4nzte Vorstandsmitglied Crome, sei die deutsche Gesellschaft auf beruflich qualifizierte Zuwanderer auch angewiesen.<\/p>\n<p>Einig war man sich mit Dr. Asche darin, dass es den Organisationen wie Caritas und Amnesty darum gehen m\u00fcsse, in der Bev\u00f6lkerung durch M\u00f6glichkeit zum Austausch und Kontakt f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz der Fl\u00fcchtlinge zu werben. Die Caritas wolle sich \u2013 auch eingedenk des aktuellen Jahresthemas \u201eWeit weg ist n\u00e4her, als du denkst\u201c \u2013 zuk\u00fcnftig noch verst\u00e4rkter um die Fl\u00fcchtlingsarbeit im Bistum k\u00fcmmern und die Fl\u00fcchtlingsbetreuung mitgestalten. Seitens der Stiftung, so Crome, sei es denkbar, mit einem entsprechenden ausf\u00fchrenden Partner Deutschkurse auszurichten, die Fl\u00fcchtlinge schon im Asylverfahren intensiven Spracherwerb erm\u00f6glichten. Unmittelbar vereinbarte man zudem ein Paket von Einzelfallhilfen: So \u00fcbernimmt die Caritas-Stiftung jetzt in einem laufenden Asylverfahren die Anwaltskosten und erkl\u00e4rte die Bereitschaft, in Notf\u00e4llen Kosten f\u00fcr medizinische Behandlungen oder therapeutische Hilfen zu \u00fcbernehmen, die sonst nicht gedeckt w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Zu einem Informationsgespr\u00e4ch trafen sich im Caritashaus in der Wilhelmstra\u00dfe nahe dem Dom k\u00fcrzlich Vertreter der Caritas-Verbandsspitze Malte Crome und Msgr. 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