{"id":120932,"date":"2014-03-14T00:12:20","date_gmt":"2014-03-14T00:12:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=120932"},"modified":"2014-03-13T17:01:50","modified_gmt":"2014-03-13T17:01:50","slug":"willkommenskultur-fuer-minderjaehrige-zuwanderer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=120932","title":{"rendered":"Willkommenskultur f\u00fcr minderj\u00e4hrige Zuwanderer"},"content":{"rendered":"<p>Landkreis Fulda. Das Fachforum Demografischer Wandel besch\u00e4ftige sich in seiner letzten Forensitzung mit der Unterbringung von ausl\u00e4ndischen Jugendlichen, die ohne elterliche Begleitung als Fl\u00fcchtlinge nach Deutschland kommen. Brigitte Kram, Sprecherin des Forums, machte deutlich, dass diese Minderj\u00e4hrigen unter den Bereich der Jugendhilfe fallen und hinsichtlich ihres Status nicht mit Asylsuchenden zu vergleichen sind. Alfred Heil, Ressortleiter bei der Caritas Fulda erl\u00e4utert im Rahmen der Tagung, dass die Jugendlichen in der Regel vom Land Hessen an den Landkreis zugeteilt werden. Dieser folgt meist \u00e4u\u00dfert kurzfristig.<!--more--><\/p>\n<p>Ziel ist es, die Jugendlichen an ein Leben, Wohnen und Lernen in Deutschland heranzuf\u00fchren. Das Lernen der deutschen Sprache und der Erwerb des Hauptschulabschlusses werden vorrangig angestrebt.<\/p>\n<p>In der Regel haben die Jugendlichen, die ohne Papiere einreisen, keinerlei Deutschkenntnisse. Es handelt sich derzeit meist um Jugendliche aus Somalia, Eritrea und Afghanistan, seltener aus dem Irak. Sie sind zu etwa 90% Muslime und \u00fcberwiegend m\u00e4nnlich. \u00dcber die Jugendhilfe werden sie m\u00f6glichst in station\u00e4ren Wohngruppen, wie z. B. in Rasdorf, dezentral im Landkreis untergebracht. Nach derzeitiger Prognose sind in 2014 vom Landkreis \u00fcber 30 Jugendliche unterzubringen.<\/p>\n<p>Heil berichtet, dass eine Abschiebung der Jugendlichen nach deren Vollj\u00e4hrigkeit eher selten ist. In der Regel erhalten die Jugendlichen ein Bleiberecht. Daraus ergibt sich lt. Heil auch ein m\u00f6gliches Arbeitskr\u00e4fte-Potential f\u00fcr heimische Betriebe.<\/p>\n<p>Brigitte Kram teilt mit, dass Landkreis und Kommunen vor erheblichen Problemen stehen, um eine menschenw\u00fcrdige Unterbringung sicher zu stellen. Bedingt durch den aktuell starken Zustrom bestehen erhebliche Engp\u00e4sse. Frau Kram appelliert: \u201eEs braucht Menschen, die die Fl\u00fcchtlinge aufnehmen.\u201c In diesem Zusammenhang wird die Unterbringung in Wohncontainern als die schlechteste L\u00f6sung dargestellt, da sich hier sehr schnell zus\u00e4tzliche soziale Brennpunkte entwickeln.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Integration stehen Caritas und Landkreis vor gro\u00dfen Herausforderungen. Viele Jugendliche sind traumatisiert und suizidgef\u00e4hrdet. Eine p\u00e4dagogische Betreuung der Jugendlichen ist daher wichtig. Auch gibt es innerhalb der ausl\u00e4ndischen Jugendlichen teilweise erhebliche Spannungen, welches z. B. daraus resultieren kann, dass Christen und Moslems, M\u00e4nner und Frauen auf engstem Raum zusammen untergebracht sind. Bedingt durch die erheblichen kulturellen Unterschiede besteht ein latentes Konfliktpotential. Umso wichtiger ist es, so Kram und Heil, das sich die Dorfgemeinschaften um die Integration der Jugendlichen in das d\u00f6rfliche Geschehen bem\u00fchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Landkreis Fulda. Das Fachforum Demografischer Wandel besch\u00e4ftige sich in seiner letzten Forensitzung mit der Unterbringung von ausl\u00e4ndischen Jugendlichen, die ohne elterliche Begleitung als Fl\u00fcchtlinge nach Deutschland kommen. 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