{"id":119947,"date":"2014-02-21T00:09:03","date_gmt":"2014-02-21T00:09:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=119947"},"modified":"2014-02-21T06:46:29","modified_gmt":"2014-02-21T06:46:29","slug":"regionalitaet-als-erfolgsrezept-in-der-gastronomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=119947","title":{"rendered":"Regionalit\u00e4t als Erfolgsrezept in der Gastronomie"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_119948\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/gespra\u00cc\u02c6chsrunde_gastronomen_meiningen1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-119948\" class=\"size-full wp-image-119948\" alt=\"Der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und derzeitige Vorsitzende des L\u00e4nder \u00fcbergreifenden Vereins Dachmarke Rh\u00f6n e.V., Peter Heimrich, warb vor den anwesenden Gastronomen f\u00fcr eine Mitgliedschaft in der Dachmarke Rh\u00f6n sowie f\u00fcr mehr regionale Produkte in der einheimischen Gastronomie. Fotos: Carsten Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/gespra\u00cc\u02c6chsrunde_gastronomen_meiningen1.jpg\" width=\"560\" height=\"390\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-119948\" class=\"wp-caption-text\">Der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und derzeitige Vorsitzende des L\u00e4nder \u00fcbergreifenden Vereins Dachmarke Rh\u00f6n e.V., Peter Heimrich, warb vor den anwesenden Gastronomen f\u00fcr eine Mitgliedschaft in der Dachmarke Rh\u00f6n sowie f\u00fcr mehr regionale Produkte in der einheimischen Gastronomie.<br \/>Fotos: Carsten Kallenbach<\/p><\/div>\n<p>MEININGEN \/ RH\u00d6N. Mehr regionale Produkte in der Gastronomie sind ein Thema, das viele Gastronomen bewegt, auch wenn dar\u00fcber zum Teil kontr\u00e4r diskutiert wird. Auch bei einer Gespr\u00e4chsrunde in Meiningen, zu der die Dachmarke Rh\u00f6n und das Rh\u00f6nforum e.V. als Verein f\u00fcr Regionalentwicklung und Tourismus in der Th\u00fcringer Rh\u00f6n eingeladen hatten, waren die Ansichten unter den Gastronomen zweigeteilt.<!--more--><b> <\/b><\/p>\n<p>Dennoch: immerhin Vertreter von insgesamt 18 Gastst\u00e4tten, Hotels, Caf\u00e9s und anderen gastronomischen Einrichtungen waren der Einladung ins Restaurant \u201eSchlossstuben\u201c nach Meiningen gefolgt. Sie kamen aus der Kreisstadt selbst, aber auch aus der Umgebung wie Breitungen, Walldorf, Bettenhausen, Geba, H\u00fcmpfershausen oder Erbenhausen. Die Gespr\u00e4chsrunde war Teil der Gemeinschaftsinitiative \u201eRegionalkampagne Th\u00fcringer Rh\u00f6n\u201c von Rh\u00f6nforum e.V. und Dachmarke Rh\u00f6n, die das Ziel verfolgt, bis 2015 deutlich mehr Partnerbetriebe aus Th\u00fcringen f\u00fcr die Rh\u00f6ner Regionalmarke zu gewinnen und noch mehr das regionale Bewusstsein zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Denn die Th\u00fcringer Rh\u00f6n hat bei der Anzahl der Mitgliedsbetriebe gegen\u00fcber Bayern und Hessen deutlichen Nachholbedarf, wie auch der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und derzeitige Vorsitzende des L\u00e4nder \u00fcbergreifenden Vereins Dachmarke Rh\u00f6n e.V., Peter Heimrich, hervorhob. Er warb vor den anwesenden Gastronomen f\u00fcr eine Mitgliedschaft in der Dachmarke Rh\u00f6n und f\u00fcr mehr Regionalit\u00e4t in den Th\u00fcringer Gastst\u00e4tten.<\/p>\n<p>Im Sommer vergangenen Jahres waren im Rahmen der \u201eRegionalkampagne Th\u00fcringer Rh\u00f6n\u201c so genannte Regionalbotschafter ernannt worden \u2013 Vertreter von Partnerbetrieben der Dachmarke Rh\u00f6n, die mit der Umsetzung ihrer unterschiedlichen regionalen Konzepte vor allem in der Gastronomie sehr gute Erfahrungen gemacht haben und die in den kommenden Jahren f\u00fcr die Idee der Dachmarke Rh\u00f6n werben sollen. Drei von ihnen waren auch in Meiningen anwesend: Marlene Schmidt vom Restaurant &amp; Hotel \u201eWaldhaus Wittgenthal\u201c in Breitungen, Eva-Marie He\u00df von der Gastst\u00e4tte \u201eZum gr\u00fcnen Baum\u201c in Bettenhausen und G\u00fcnther Lehmann vom Berggasthof &amp; Hotel \u201eEisenacher Haus\u201c in Erbenhausen, auf dessen Initiative hin letztlich die Gespr\u00e4chsrunde in Meiningen zustande kam.<\/p>\n<p>Die Moderation des Treffens von Gastronomen aus Meiningen und dem Umland hatte Martina-Kl\u00fcber-Wibelitz vom B\u00fcro Antsanvia aus Schleid \u00fcbernommen, die das Projekt im Rahmen der \u201eRegionalkampagne Th\u00fcringer Rh\u00f6n\u201c im Auftrag des Rh\u00f6nforum e. V. betreut. Zu Gast waren auch Rh\u00f6nforum-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Anja Schuchert und Projektmanagerin Regina Filler, die die F\u00f6rderung der Regionalkampagne durch den Freistaat Th\u00fcringen (Regionalbudget) organisieren.<\/p>\n<p>\u201eDie Frage in der Gastronomie wird in Zukunft sein, ob das Konzept echt ist, ob es von hier kommt und ob es hierher passt. Dazu geh\u00f6rt auch die Frage, wo die Zutaten f\u00fcr die K\u00fcche herkommen\u201c, sagte Kl\u00fcber-Wibelitz am Anfang ihres Vortrages. \u201eDie G\u00e4ste fragen heute nach Originalit\u00e4t und nach Authentizit\u00e4t in der Gastronomie. Eine Marke wie die Dachmarke Rh\u00f6n kann dabei eine gute Orientierung f\u00fcr sie sein.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_119949\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/gespra\u00cc\u02c6chsrunde_gastronomen_meiningen2.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-119949\" class=\"size-medium wp-image-119949\" alt=\"Bei einigen Gastwirten gibt es noch eine gewisse Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber Produkten aus der Region \u2013 andere haben dagegen mit der Umstellung ihres Konzeptes auf Regionalit\u00e4t gute Erfahrungen gemacht und bewirten heute deutlich mehr G\u00e4ste als fr\u00fcher und aus einem weiteren Umkreis.\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/gespra\u00cc\u02c6chsrunde_gastronomen_meiningen2-265x173.jpg\" width=\"265\" height=\"173\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-119949\" class=\"wp-caption-text\">Bei einigen Gastwirten gibt es noch eine gewisse Zur\u00fcckhaltung gegen\u00fcber Produkten aus der Region \u2013 andere haben dagegen mit der Umstellung ihres Konzeptes auf Regionalit\u00e4t gute Erfahrungen gemacht und bewirten heute deutlich mehr G\u00e4ste als fr\u00fcher und aus einem weiteren Umkreis.<\/p><\/div>\n<p>Zahlreiche Studien und Umfragen zeigten, dass sich die Branche Gastronomie und Hotellerie heutzutage anders aufstellen muss, um Erfolg zu haben, unterstrich Kl\u00fcber-Wibelitz. Es gehe aber nicht nur um gutes Essen und Trinken, sondern auch um das regionaltypische Erleben. Die Regionalit\u00e4t des jeweiligen Hauses m\u00fcsse daher konsequent kommuniziert werden \u2013 zum Beispiel in der Speisekarte, \u00fcber neu inszenierte alte Rezepte, \u00fcber das Servicepersonal und das Ambiente im Gastraum. Im Netzwerk der Dachmarke Rh\u00f6n, sagte Kl\u00fcber-Wibelitz, gehe es darum, dass die Zutaten f\u00fcr ein Gericht aus der Region kommen. \u201eKulinarik ist ein Lebensgef\u00fchl und ein Urlaubsmotiv. Gesunde Lebensmittel werden immer mehr zum Motiv, eine ganz bestimmte Region zu bereisen.\u201c Letztlich b\u00f6te die Dachmarke Rh\u00f6n die Gelegenheit, mit den Partnern in ihrem Netzwerk sogar spezielle touristische Angebote zu erarbeiten und somit eine Region erlebbar zu machen.<\/p>\n<p>\u201eDie Gastronomen m\u00fcssen sich entscheiden, welche G\u00e4ste sie in Zukunft ansprechen wollen. Die Leute wollen das abends in der Gastronomie wiederfinden, was sie tags\u00fcber in der Landschaft erlebt haben\u201c, meinte auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Dachmarke Rh\u00f6n, Barbara Landgraf. Allerdings erg\u00e4nzte sie, dass sich mit blo\u00dfen Lippenbekenntnissen kein Erfolg einstellen werde: \u201eWenn Sie sich f\u00fcr Regionalit\u00e4t entscheiden, dann muss das konsequent umgesetzt werden.\u201c Die jeweilige Struktur eines gastronomischen Betriebes m\u00fcsse bei einer Mitgliedschaft in der Dachmarke Rh\u00f6n jedoch nicht von heute auf morgen umgekrempelt werden \u2013 man k\u00f6nne langsam beginnen, die Zutaten aus dem Supermarkt gegen die regionalen Produkte auszutauschen, und auf diesem Weg werde die Dachmarke ein Begleiter und Ratgeber sein.<\/p>\n<p>Seitens einiger anwesenden Gastronomen wurde die Meinung ge\u00e4u\u00dfert, dass letztlich immer der Preis den Ausschlag gibt, wof\u00fcr sich der Gast entscheide. Der Betreiber eines Partyservice aus Walldorf sagte, dass regionale Produkte oder gar Bio-Produkte so gut wie gar nicht nachgefragt w\u00fcrden \u2013 \u201evielleicht ein- bis zweimal im Jahr\u201c. Solche Gerichte wie Lamm und Fisch liefen gar nicht \u2013 \u201eder erste Satz ist immer, was soll denn das kosten.\u201c Dem Argument, dass regionale Produkte zu teuer seien, widersprach G\u00fcnther Lehmann vom Berggasthof &amp; Hotel \u201eEisenacher Haus\u201c: Es gebe viele Produkte aus der Region, die man sehr g\u00fcnstig einkaufen k\u00f6nne; diese Erfahrung habe er in den letzten Jahren selbst gemacht.<\/p>\n<p>Marlene Schmidt vom Restaurant &amp; Hotel \u201eWaldhaus Wittgenthal\u201c in Breitungen hob hervor, dass der Trend eindeutig dahin gehe, dass der Gast vom Gastronom erwartet, etwas authentisch Regionales auf dem Teller anzubieten. \u201eSeit wir uns der Idee der Dachmarke Rh\u00f6n zugewandt haben, ist unser regionaler Wareneinsatz in der K\u00fcche auf derzeit 83 Prozent angestiegen. Und wir haben mit unserem regionalen Konzept viele neue Stammg\u00e4ste aus dem Raum Schmalkalden und aus dem Raum Meiningen hinzu gewonnen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen Gastronomen aus Meiningen und dem Umland, die wirklich Interesse an der Umstellung auf regionale Produkte in ihrem Haus haben, werden die Dachmarke Rh\u00f6n und das Rh\u00f6nforum e.V. im Rahmen der \u201eRegionalkampagne Th\u00fcringer Rh\u00f6n\u201c als weitere Schritte Einzelgespr\u00e4che, Betriebsbesichtigungen und Verkostungen anbieten, k\u00fcndigte Martina Kl\u00fcber-Wibelitz zum Schluss der Gespr\u00e4chsrunde an. Wer Kontakt zur Dachmarke Rh\u00f6n aufnehmen m\u00f6chte, kann dies unter Telefon (0 97 74) 91 02 16 oder 91 02 35 sowie per E-Mail unter <a href=\"mailto:info@dachmarke-rhoen.de\">info@dachmarke-rhoen.de<\/a> tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>MEININGEN \/ RH\u00d6N. 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