{"id":119875,"date":"2014-02-19T00:15:01","date_gmt":"2014-02-19T00:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=119875"},"modified":"2014-02-18T15:46:52","modified_gmt":"2014-02-18T15:46:52","slug":"energieeffiziente-und-intelligente-technik-ermoeglicht-optimiertes-strassenbeleuchtungs-und-lichtsignalmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=119875","title":{"rendered":"Energieeffiziente und intelligente Technik erm\u00f6glicht optimiertes Stra\u00dfenbeleuchtungs- und Lichtsignalmanagement"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beleuchtete_Fulda_Lampe.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-119876\" alt=\"Beleuchtete_Fulda_Lampe\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beleuchtete_Fulda_Lampe-265x187.jpg\" width=\"265\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beleuchtete_Fulda_Lampe-265x187.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beleuchtete_Fulda_Lampe.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Geht in Fulda abends das Licht aus? Diese Frage k\u00f6nnte man durchaus stellen, wenn man abends aufmerksam durch die Barockstadt schreitet.\u00c2\u00a0 Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller kann jedoch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt beruhigen. Dennoch ist ein F\u00fcnkchen Wahrheit an der Fragestellung:<!--more--><\/p>\n<p>Die Stadt betreibt in den Abend- und Nachtstunden insgesamt 8.675 Stra\u00dfenleuchten. Ein gro\u00dfer Teil dieser Leuchten wurde in den zur\u00fcckliegenden Jahren sukzessive erneuert oder wird im Rahmen des normalen Verschlei\u00dfes in den n\u00e4chsten Jahren mit energiesparender LED-Leuchtentechnik ausgestattet. Albrecht Schaab vom st\u00e4dtischen Tiefbauamt weist darauf hin, dass sich die Technik der Stra\u00dfenlampen in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt hat und weiterentwickeln wird. Von der Quecksilberdampflampe, der Leuchtstofflampe, der Natriumdampflampe \u00fcber die Halogenmetalllampe nun zum LED-Leuchtk\u00f6rper wurden auch in der Stadt Fulda alle bisher g\u00e4ngigen Leuchtmittel f\u00fcr die Stra\u00dfenbeleuchtung eingebaut und genutzt.<\/p>\n<p><strong>Ca. neun Millionen Stra\u00dfenlampen in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Es wird gesch\u00e4tzt, dass allein in Deutschland ca. neun Millionen Stra\u00dfenlampen abends eingeschaltet werden. Schaab: \u201eDiese Lampen verbrauchen Strom und dieser Bedarf ist nicht unerheblich. Wir in Fulda sind auch st\u00e4ndig bem\u00fcht, die Stra\u00dfenbeleuchtung wirtschaftlich zu managen und im Sinne der Umweltvertr\u00e4glichkeit Energieeinsparungen zu generieren. Gerade die neue LED-Technik gibt uns hier einen neuen Freiraum\u201c.<\/p>\n<p><strong>Sukzessiver Austausch zur LED-Lampe<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAb 2015 sind EU-weit die Quecksilberlampen wegen ihrer geringen Energieeffizienz verboten. Wir haben in Zusammenarbeit mit der Rh\u00f6nENERGIE FULDA schon 2.900 Leuchten auf energieeffiziente Technik umger\u00fcstet. Hierdurch konnten die Stromkosten um 133.000,00 Euro\/Jahr, der Stromverbrauch um 529.000 kWh\/Jahr und die CO2 Belastung um 276.000 kg\/Jahr gesenkt werden\u201c berichtet Schaab. Die Stadt setzt bei Neuplanungen auf die LED-Technik und baut diese im Zuge von Umr\u00fcstungen und auch bei neuen Projekten fl\u00e4chendeckend ein. Die LED-Lampen haben eine l\u00e4ngere Lebensdauer, sind energieeffizienter und bed\u00fcrfen geringer Wartung.<\/p>\n<p>Kosten von ca. 1.900 Euro pro Nacht<\/p>\n<p>Die Stadt gibt j\u00e4hrlich ca. 1,3 Mio. Euro f\u00fcr die Beleuchtung aus. Rund 700.000 Euro entfallen auf den Beleuchtungsstrom. \u201eIm Jahr 2013 verbrauchten wir ca. 2,8 Mio. kWh Strom, umgerechnet auf eine Nacht sind dies ca. 7.670 kWh oder ca. 1.900 Euro. So ist es auch zu begr\u00fcnden, dass gerade unterst\u00fctzt durch neue Lampen- und Leuchtentechnologie wie der LED-Technik neue, alternative Nutzungsweisen wie Dimmung erprobt werden m\u00fcssen\u201c, so Oberb\u00fcrgermeister M\u00f6ller. In der unteren Bahnhofstra\u00dfe kann so die Beleuchtungsintensit\u00e4t stufenweise reduziert werden. Beispielhaft nennt M\u00f6ller die Zeiten in denen ab 19.00 Uhr die Beleuchtung mit 80%, ab 22.00 Uhr mit 30%, 05.30 Uhr wieder mit 50% und ab 06:30 Uhr in Volllast betrieben wird.<\/p>\n<p><strong>Enorme Einsparung dank Beleuchtungsmanagement<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich der Stra\u00dfenbeleuchtung nutzt die Stadt Fulda die Rh\u00f6nENERGIE FULDA als Dienstleister f\u00fcr den Betrieb der Leuchten. Im eigenen Besitz der Stadt befinden sich ca. 720 Leuchten, die vorwiegend auf Pl\u00e4tzen und nahe st\u00e4dtischer Liegenschaften installiert sind. 70% dieser eigenen Leuchten schaltet die Stadt nachts ab.<\/p>\n<p>Von den durch die Rh\u00f6nENERGIE FULDA betriebenen Lampen k\u00f6nnen ca. 230 Leuchten im halbn\u00e4chtigen und bedarfsgerechten Betrieb betrieben werden. D.h. sie sind zwischen 22.30 Uhr und 05.30 Uhr gedimmt oder abgeschaltet. Weitere ca. 1.550 Leuchten sind im Sparbetrieb angeschlossen.<br \/>\nDies bedeutet, dass die Lampenleistung zwischen 22.30 Uhr und 05.30 Uhr halbiert wird, 600 Leuchten werden in dieser Zeit um ca. 30% in ihrer Leistung reduziert.<\/p>\n<p>\u201eDiese umfangreiche Zusammenstellung er\u00f6rtert unser nachhaltiges Tun f\u00fcr eine sparsame und richtungsweisende Bewirtschaftung der Ressource \u201eStrom\u201c und der CO2-Vermeidung. Allein durch die erl\u00e4uterten Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen wir ca. 116.000 EUR an Stromkosten j\u00e4hrlich einsparen und sicherlich reduzieren wir auch eine entsprechend gro\u00dfe Menge an dem Treibhausgas CO2. Ich bin daher dem Team des Tiefbauamtes sehr dankbar, dass innovative Technik eruiert und auch in Fulda installiert wird\u201c, so Verwaltungschef M\u00f6ller.<\/p>\n<p><strong>Internetst\u00f6rungsmeldung m\u00f6glich \u2013 www.stoerung24.de<\/strong><\/p>\n<p>Zum Themenfeld Stra\u00dfenbeleuchtung geh\u00f6rt auch das Melden etwaiger besch\u00e4digter oder nichtfunktionierender Lampen. Albrecht Schaab verweist hier auf die Internetseite www.stoerung24.de: \u201eGibt man hier Fulda mit dem Stra\u00dfennamen ein, so sehen die Nutzer jede einzelne Lampe in Fulda. Ist eine defekt, so kann die B\u00fcrgerin oder der B\u00fcrger uns durch die Onlinemeldung extrem weiterhelfen. Wir sind dann zeitnah in der Lage, in Zusammenarbeit mit der Rh\u00f6nENERGIE, die Beleuchtung zu reparieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Lichter gehen nicht aus \u2013 Ampeln intelligent managen<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6ller weist in diesem Zusammenhang auch auf den Betrieb der Lichtzeichenanlagen hin. \u201eAuch hier investieren wir in zukunftsweisende und energieeffiziente Technik. So kann die Stadt nachts, in verkehrsschwachen Zeiten, etwa die H\u00e4lfte der 70 st\u00e4dtischen Lichtsignalanlagen ausschalten. Die neu errichteten Signalanlagen werden in einem bedarfsgerechten Schlafmodus gesteuert. Dies bedeutet, dass die Ampel bei Fu\u00dfg\u00e4ngeranforderung sofort anspringt, ansonsten im Standby-Modus ist. Auch der Einsatz der LED-Technik hilft beim Stromsparen. Durch eine LED-Ampel k\u00f6nnen wir den Energieverbrauch um ca. 80% gegen\u00fcber der herk\u00f6mmlichen 230-Volt-Technik verringern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Interessante neue M\u00f6glichkeiten mit positiven Effekten<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6ller macht sogleich eine Vergleichsrechnung am Beispiel der Kreuzung Mackenrodtstra\u00dfe\/Gerloser Weg auf, die 2012 mit LED umger\u00fcstet wurde: 2010 verbrauchte diese Kreuzungsampel 16.700 kWh, 2013 nach der Umr\u00fcstung nur noch 2.800 kWh. Geht man davon aus, dass pro kWh ca. 522 g CO2 emittiert werden, so konnte eine CO2-Reduktion von 7.260 kg erreicht werden. \u201eEinen weiteren Aspekt sehen wir in der langen Lebensdauer der LED-Lampe. Eine konventionelle Gl\u00fchlampe in Ampeln musste viermal j\u00e4hrlich gewechselt werden. Die LED h\u00e4lt heute ca. 10 Jahre\u201c, erg\u00e4nzt Albrecht Schaab, der hier auf die Unterhaltungskosten einer Lichtzeichenanlage hinweist.<\/p>\n<p>Weiterhin betreibt Hessen Mobil ca. 30 Ampelanlagen an den Bundesstra\u00dfen. Auch hier wird nach Energieeffizienzm\u00f6glichkeiten gehandelt. Abschlie\u00dfend res\u00fcmiert M\u00f6ller, dass in Fulda nicht davon die Rede sein kann, dass sprichw\u00f6rtlich \u201edie Lichter ausgehen\u201c. Er gibt jedoch auch zu bedenken, dass sie vielerorts nachts nicht so hell strahlen, was f\u00fcr die nat\u00fcrliche Umwelt kein Schaden sein kann. Die Initiativen zum Sternenpark Rh\u00f6n bescheinigen dies eindrucksvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Geht in Fulda abends das Licht aus? 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