{"id":119651,"date":"2014-02-12T00:20:53","date_gmt":"2014-02-12T00:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=119651"},"modified":"2014-02-11T15:52:26","modified_gmt":"2014-02-11T15:52:26","slug":"neue-direktorin-der-pathologie-prof-dr-gabriele-koehler-offiziell-in-ihr-amt-eingefuehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=119651","title":{"rendered":"Neue Direktorin der Pathologie: Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler offiziell in ihr Amt eingef\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Prof.-K\u00f6hler_Einf\u00fchrungsveranstaltung_DSC_3895.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-119652\" alt=\"Prof. K\u00f6hler_Einf\u00fchrungsveranstaltung_DSC_3895\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Prof.-K\u00f6hler_Einf\u00fchrungsveranstaltung_DSC_3895-265x175.jpg\" width=\"265\" height=\"175\" \/><\/a>Fulda. Seit Anfang Januar ist Frau Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler die neue Direktorin des Instituts f\u00fcr Pathologie am Klinikum Fulda. \u201eProf. K\u00f6hler ist eine exzellente Patholgin mit nationalem und internationalem \u00c2\u00a0Renommee und wir freuen uns wirklich sehr, dass sie sich f\u00fcr Fulda entschieden hat\u201c, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstandes. Am 05.02. wurde Prof. Dr. K\u00f6hler im Rahmen einer H\u00f6rsaalveranstaltung offiziell in ihr Amt eingef\u00fchrt.<!--more--><\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller begr\u00fc\u00dfte die zahlreich erschienen G\u00e4ste im H\u00f6rsaal des Klinikums Fulda: \u201eIch freue mich f\u00fcr den Tr\u00e4ger, dass wir eine so hoch qualifizierte Leiterin der Pathologie gewinnen konnten, zumal sie aus der Region stammt und bei \u00c2\u00a0Professor B\u00e4ssler promovierte. Ich bin \u00fcberzeugt, dass sie die Arbeit von Professor Arps kompetent und engagiert weiterf\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>Im Anschluss f\u00fchrte Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel im Namen des Vorstandes Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler offiziell in ihr Amt als Direktorin des Instituts f\u00fcr Pathologie ein. Zun\u00e4chst galt aber sein besonderer Gru\u00df Prof. Dr. Hartmut Arps, der das Instituts in den letzten 15 Jahren erfolgreich gelenkt hat und in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Ebenso dankte er Dr. Wibke Alt, die sich in der Interimszeit der Verantwortung gestellt hat, die kommissarische Leitung des Instituts zu \u00fcbernehmen und nahtlos, mit gleichbleibend hoher Qualit\u00e4t, die wichtige Aufgaben\u00c2\u00a0 sichergestellt hat.<\/p>\n<p>\u201eDie Einf\u00fchrung einer neuen Chef\u00e4rztin oder eines neuen Chefarztes ist immer ein ganz besonderer Meilenstein f\u00fcr unser Haus\u201c, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda. \u201eWir freuen uns daher sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. K\u00f6hler. Er gab einen Einblick \u00fcber einige Stationen aus dem wissenschaftlichen und beruflichen Werdegang der neuen Direktorin.<\/p>\n<p><strong>Meilensteine von Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Besuch des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Fulda absolvierte Frau Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler \u2013 geb\u00fcrtig in Ebersburg-Schmalnau &#8211; ihr Studium der Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, welches sie 1988 abschloss. 1989 promovierte sie bei Prof. Dr. Roland B\u00e4ssler, dem damaligen Direktor der Pathologie am St\u00e4dtischen Klinikum Fulda und erhielt nach dem Praktischen Jahr 1990 ihre Approbation als \u00c4rztin. Seit dem Jahr 1996 ist sie\u00c2\u00a0 Fach\u00e4rztin f\u00fcr Pathologie und erwarb die fakultative Weiterbildung zur Molekularpathologin.<\/p>\n<p>Im Jahr 1999 hat sie ihre Habilitation abgeschlossen und damit die Venia legendi f\u00fcr Allgemeine Pathologie und Pathologischer Anatomie an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg erworben.\u00c2\u00a0 Mit dem Wechsel nach M\u00fcnster wurde sie im Jahr 2001 an der Westf\u00e4lischen-Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster zur Universit\u00e4ts-Professorin f\u00fcr Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, mit den Schwerpunkten Immunpathologie und morphologische Onkologie, berufen. Von 2004 bis 2009 war Prof. Dr. K\u00f6hler dort die Leitende Ober\u00e4rztin am Gerhard-Domagk Institut f\u00fcr Pathologie des Universit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster. Im Jahr 2009 \u00fcbernahm sie zus\u00e4tzlich die Kommissarische Leitung des renommierten Instituts. Zus\u00e4tzlich wurde ihr im Jahr 2012 die Leitung des Bereichs Pathologie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Universit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten z\u00e4hlen insbesondere morphologische und molekularpathologische Untersuchungen zur Differenzierung und zum Nachweis von prognostischen Faktoren bei kindlichen Tumoren und Knochentumoren. Sie hat sich in zahlreichen Kooperationsprojekten im Bereich\u00c2\u00a0 der Grundlagenforschung der Entz\u00fcndungspathologie engagiert. Zu ihren diagnostischen Schwerpunkten z\u00e4hlen neben der H\u00e4matopathologie die Knochen- und Weichgewebspathologie auch die Immunpathologie, Transplantationspathologie und die Paidopathologie.<\/p>\n<p>Damit nicht genug: Neben umfassenden Erfahrungen in der diagnostischen Pathologie hat sich Prof. Dr. K\u00f6hler im Rahmen eines Gesundheits\u00f6konomiestudiums und zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen Kenntnisse im Bereich Krankenhaus-management, Personalf\u00fchrung und Organisation sowie im Qualit\u00e4tsmanagement angeeignet.<\/p>\n<p><strong>Die moderne Pathologie <\/strong><\/p>\n<p>\u201eAus dem Fernsehen kennen wir alle die allwissenden Pathologen. Besonders der aus M\u00fcnster erfreut sich allseitiger Beliebtheit. Frau Prof. Dr. K\u00f6hler hat mir verraten, dass sie dem \u201eKollegen\u201c hier und da ein paar fachliche Tipps mitgegeben hat\u201c, fuhr Dr. Menzel in seiner Rede weiter fort. Die moderne Pathologie ist ebenso spektakul\u00e4r wie die F\u00e4lle am Tatort. Dies ist jedoch der breiten \u00d6ffentlichkeit sehr viel schwerer zu vermitteln. Die moderne Pathologie ist heute vor allem die Welt der kleinen Dinge: Ohne die feingeweblichen Untersuchungen s\u00e4mtlicher k\u00f6rperlichen Materialen mit komplexen Methoden ist eine moderne Medizin heute nicht mehr denkbar.<\/p>\n<p>Insbesondere in der Onkologie ist eine hochwertige und zielgerichtete Behandlung der Patientinnen und Patienten ohne die Pathologie schlicht unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Gerade auf diesem Gebiet spielt das Klinikum Fulda eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der fast 500.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Region.<\/p>\n<p>\u201eAus der Entscheidung des hessischen Sozialministeriums, das Klinikum Fulda zum koordinierenden und damit zum federf\u00fchrenden Haus im onkologischen Zentrum Osthessen zu berufen, erw\u00e4chst f\u00fcr uns die Verantwortung, die entsprechende Kompetenz in allen daf\u00fcr relevanten Bereichen sicherzustellen\u201c, erl\u00e4uterte der Vorstandssprecher. \u201eMit Frau Professor K\u00f6hler haben wir daf\u00fcr die richtige Person gefunden: Sie verf\u00fcgt \u00fcber nationales und internationales Renommee und wir sind aufrichtig\u00c2\u00a0 stolz, dass sie sich f\u00fcr uns entschieden hat\u201c.<\/p>\n<p>Im Anschluss hielt Prof. Dr. rer. pol. Habil. Christoph Rasche (Universit\u00e4t Potsdam) einen Vortrag und beleuchtete die strategischen Entwicklungen und Zukunftstrends im Kliniksektor: \u201eDer deutsche Krankenhausmarkt befindet sich in einem radikalen Umbruch und ist von tektonischen Verschiebungen auf strategischer wie operativer Ebene gekennzeichnet. Aktuelle Studien f\u00fchrender Beratungsunternehmen konstatieren einen zunehmenden Kosten-, Qualit\u00e4ts- und Servicedruck, der eine vorsteuernde Krankenhausf\u00fchrung zum strategischen Imperativ werden l\u00e4sst. Schon heute ist ein Gro\u00dfteil der Grund- und Regelversorger akut krisen- und insolvenzgef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Krankenh\u00e4user bewegen sich gegenw\u00e4rtig im Spannungsfeld teilweise diametraler Anspruchsgruppen, Erwartungshaltungen und Zielgr\u00f6\u00dfen. Medizinische, pflegerische und kaufm\u00e4nnische Ziele sollen gleichzeitig bei limitierten Ressourcen nicht nur erreicht, sondern \u00fcbererf\u00fcllt werden, um im harten Klinikwettbewerb zu bestehen. Der Spagat zwischen finanziellen Ergebniszielen und integrierten Versorgungszielen l\u00e4sst sich dabei nur meistern, wenn alle Statusgruppen einer Klinik aktive Beteiligte eines konsequenten, aber konsensorientierten Ver\u00e4nderungsmanagements werden. Das positive Fazit f\u00fcr Maximalversorger wie das Klinikum Fulda besteht in einem gleicherma\u00dfen bereiten wie tiefen Leistungsportfolio sowie regionalen Alleinstellungsmerkmalen in Gestalt medizinischer Leuchtt\u00fcrme.<\/p>\n<p>Diese auszubauen und um innovative Gesch\u00e4ftsmodelle an der Nahtstelle von ambulanter und station\u00e4rer Versorgung zu erg\u00e4nzen, wird eine k\u00fcnftige Herausforderung sein. Der Slogan der transsektoralen und integrierten Versorgung steht stellvertretend f\u00fcr eine menschliche und patientenzentrierte Hochleistungsmedizin, die latente Leistungsreserven mobilisiert und zu eine nachhaltigen Nutzenstiftung f\u00fcr Patienten, Mitarbeiter, Kapitalgeber und B\u00fcrger beitr\u00e4gt. Voraussetzung hierf\u00fcr ist eine Synthese von Spezialistentum und Generalistentum sowie die \u00dcberwindung Disziplinen spezifischer Silobarrieren, damit die klinischen und administrativen Prozesse ihr volle Wirkung entfalten.\u201c<\/p>\n<p>Frau Prof. Dr. Gabriele K\u00f6hler gab in ihrem Vortrag einen \u00dcberblick \u00fcber die \u201ePathologie heute und in Zukunft\u201c. Sie wies in ihren Ausf\u00fchrungen auf die integrale Bedeutung der Pathologie in der Diagnostik &#8211; wie auch der Therapie, insbesondere von Tumorpatienten hin. Hierzu zwingend notwendig ist neben einer fundierten feingeweblichen mikroskopischen Diagnostik auch die molekularbiologische Untersuchung von Gewebeproben zur Patientenorientierten, individuellen Therapie. Sie verweist auf die enge interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit mit Klinikern und niedergelassenen \u00c4rzten im Rahmen von regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Konferenzen, z.B. im Rahmen der am Klinikum Fulda etablierten verschiedenen Organzentren und die Bedeutung des Faches f\u00fcr die Weiterbildung junger Assistenz\u00e4rzte.<\/p>\n<p>Frau Prof. K\u00f6hler freut sich, ein gut aufgestelltes und erst in 2011 durch einen Erweiterungsbau vergr\u00f6\u00dfertes Institut, welches auch schon seit 2004 zertifiziert ist, zu \u00fcbernehmen und weiter zu entwickeln. Ihre schon seit vielen Jahren in der Pathologie t\u00e4tigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfahren und hoch motiviert an einer Neuausrichtung des Institutes interessiert. \u00c2\u00a0Zu den n\u00e4chsten Schritten geh\u00f6rt der Aufbau eines molekularpathologischen Labors unter Leitung von Dr. Verena B\u00f6hmer, welche ebenfalls aus M\u00fcnster nach Fulda gekommen ist und im Qualit\u00e4tsmanagement den Erhalt der Akkreditierung, als h\u00f6chsten erreichbaren Qualit\u00e4tsstandard. Sie nutzte die Einf\u00fchrungsveranstaltung in ihre neue Position, um sich nach alter akademischer Tradition bei ihren Lehrern \u2013 Prof. Dr. Roland B\u00e4ssler, Fulda und Prof. Dr. Hans-Eckart Schaefer, Freiburg i. Br. \u2013 zu bedanken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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