{"id":119449,"date":"2014-02-06T00:12:00","date_gmt":"2014-02-06T00:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=119449"},"modified":"2014-02-05T17:28:45","modified_gmt":"2014-02-05T17:28:45","slug":"jedes-fuenfte-maedchen-in-afrika-suedlich-der-sahara-genitalverstuemmelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=119449","title":{"rendered":"Jedes f\u00fcnfte M\u00e4dchen in Afrika s\u00fcdlich der Sahara genitalverst\u00fcmmelt"},"content":{"rendered":"<p>Hannover. In Afrika s\u00fcdlich der Sahara ist fast jedes f\u00fcnfte M\u00e4dchen von Genitalverst\u00fcmmelung betroffen. Insgesamt leiden Sch\u00e4tzungen zufolge mehr als 125 Millionen M\u00e4dchen und Frauen weltweit unter den Folgen der grausamen Praktik. Die meisten von ihnen leben in afrikanischen L\u00e4ndern und sind nicht einmal 15 Jahre alt, wenn der Eingriff vorgenommen wird. Darauf macht die Stiftung Weltbev\u00f6lkerung anl\u00e4sslich des Internationalen Tages gegen Genitalverst\u00fcmmelung am 6. Februar aufmerksam.<!--more--><\/p>\n<p>Bei der Genitalverst\u00fcmmelung, die in vielen Kulturen als wichtiges Initiationsritual gilt, wird die Klitoris teilweise oder vollst\u00e4ndig entfernt. In besonders gravierenden F\u00e4llen wird die Vagina zugen\u00e4ht und nur eine kleine \u00d6ffnung belassen. Meist wird der Eingriff von Laien, ohne Narkose und mit einfachen Hilfsmitteln wie Glasscherben oder Rasierklingen durchgef\u00fchrt. F\u00fcr die Frauen und M\u00e4dchen bedeutet die Genitalverst\u00fcmmelung neben lebenslangen Traumata oft Infektionen, Blutungen und Komplikationen bei der Geburt, die zum Tod f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Weiteren 86 Millionen M\u00e4dchen droht Genitalverst\u00fcmmelung<\/strong><br \/>\n\u201eWenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt, werden Sch\u00e4tzungen zufolge in den kommenden 15 Jahren weitere 86 Millionen M\u00e4dchen genitalverst\u00fcmmelt\u201c, betont Renate B\u00e4hr, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Stiftung Weltbev\u00f6lkerung. \u201eDeshalb m\u00fcssen die Regierungen in den betroffenen L\u00e4ndern dringend sch\u00e4rfer gegen diese grausame Praktik vorgehen. Aber auch die internationale Gemeinschaft steht in der Pflicht zu handeln. Denn die Genitalverst\u00fcmmelung gilt seit mehr als 20 Jahren als Menschenrechtsverletzung.\u00e2\u20ac\u009d<\/p>\n<p>In rund 60 L\u00e4ndern gibt es bereits Gesetze gegen Genitalverst\u00fcmmelung. Doch die Bestimmungen reichen h\u00e4ufig nicht aus, um die tief verwurzelte Tradition zu bek\u00e4mpfen. \u201eNeben der Gesetzgebung ist es deshalb wichtig, in Zusammenarbeit mit den Menschen in den betroffenen L\u00e4ndern sinnvolle Alternativen zu dem Initiationsritual zu entwickeln\u201c, so Renate B\u00e4hr.<\/p>\n<p><strong>Stiftung Weltbev\u00f6lkerung kl\u00e4rt \u00fcber Genitalverst\u00fcmmelung auf<\/strong><\/p>\n<p>Die Stiftung Weltbev\u00f6lkerung ist eine international t\u00e4tige Entwicklungsorganisation. Sie unterst\u00fctzt Aufkl\u00e4rungsinitiativen und Gesundheitsprojekte f\u00fcr Jugendliche. Konkret werden junge Menschen in Jugendklubs \u00fcber weibliche Genitalverst\u00fcmmelung und deren schwerwiegende Folgen informiert. Mit ihrer Aufkl\u00e4rungsarbeit erreicht die Stiftung auch die Eltern sowie politische und religi\u00f6se Meinungsf\u00fchrer, um nachhaltige Erfolge bei der Bek\u00e4mpfung von Genitalverst\u00fcmmelung zu bewirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hannover. In Afrika s\u00fcdlich der Sahara ist fast jedes f\u00fcnfte M\u00e4dchen von Genitalverst\u00fcmmelung betroffen. Insgesamt leiden Sch\u00e4tzungen zufolge mehr als 125 Millionen M\u00e4dchen und Frauen weltweit unter den Folgen der grausamen Praktik. Die meisten von ihnen leben in afrikanischen L\u00e4ndern und sind nicht einmal 15 Jahre alt, wenn der Eingriff vorgenommen wird. Darauf macht die &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-119449","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=119449"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119450,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119449\/revisions\/119450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=119449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=119449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=119449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}