{"id":119396,"date":"2014-02-05T00:09:55","date_gmt":"2014-02-05T00:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=119396"},"modified":"2014-02-04T17:37:03","modified_gmt":"2014-02-04T17:37:03","slug":"gewaltfreies-miteinander-im-kreisjobcenter-gewaltpraeventions-und-sicherheitskonzept-umfasst-verschiedene-massnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=119396","title":{"rendered":"Gewaltfreies Miteinander im Kreisjobcenter &#8211;  Gewaltpr\u00e4ventions- und Sicherheitskonzept umfasst verschiedene Ma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/044-Gewaltpr\u00e4vention-im-Kreisjobcenter.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-119397\" alt=\"044-Gewaltpr\u00e4vention im Kreisjobcenter\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/044-Gewaltpr\u00e4vention-im-Kreisjobcenter.jpg\" width=\"560\" height=\"359\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fulda. Fairness, Respekt und Verst\u00e4ndnis \u2013 diese drei Worte fallen sofort ins Auge. Sie prangen in roten Lettern auf Plakaten im Kreisjobcenter. Die Plakate stehen symbolisch f\u00fcr ein Gewaltpr\u00e4ventions- und Sicherheitskonzept, das im fr\u00fcheren Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales des Landkreises entwickelt wurde. Das Konzept umfasst Sicherheitsma\u00dfnahmen baulicher Art, Schulungen sowie einen Sicherheitsdienst.<b> <\/b><\/p>\n<p>Foto: Max Colin Heydenreich <!--more--><\/p>\n<p>Dass Sicherheit zu einem zentralen Thema im Kreisjobcenter geworden ist, hat verschiedene Gr\u00fcnde: \u201eZum einen gab es in den vergangenen Jahren in anderen Jobcentern gravierende Gewalttaten, zum anderen nehmen wir selbst auch ein gestiegenes Aggressionspotenzial in der Gesellschaft wahr\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Stock, Leiter des Kreisjobcenters. Auch wenn es in der Vergangenheit eine \u00fcberschaubare Zahl an Zwischenf\u00e4llen gegeben habe (seit 2005 war es insgesamt 33 Mal notwendig, ein Hausverbot zu verh\u00e4ngen), f\u00fchre dies doch zu Verunsicherungen bei Mitarbeitern und Kunden.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen, dass Gewalt von keiner Seite salonf\u00e4hig wird. Wir wollen pr\u00e4ventiv t\u00e4tig sein, bem\u00fchen uns, mit den Kunden eine ordentliche Gesch\u00e4ftsgrundlage zu haben, und erwarten dies umgekehrt auch von unseren Kunden\u201c, betont Hans-Peter Vogel, Leiter des Fachdienstes Leistung und Vermittlung. Das Plakat, das von Johanna Wluka und Anita Friesen entworfen wurde, macht deutlich, was genau erwartet wird: keine k\u00f6rperliche und verbale Gewalt, kein Stalking, keine Sachbesch\u00e4digungen, keine sexuelle Bel\u00e4stigungen oder \u00dcbergriffe, keine Waffen, keine Androhung von Gewalt, kein Ausdruck von Gewaltphantasien und kein Mobbing.<\/p>\n<p>\u201eDas Plakat\u201c, sagt J\u00fcrgen Stock, \u201eist ein Signal und Appell an Mitarbeiter und Kunden gleicherma\u00dfen, wie sie sich verhalten sollen.\u201c Hans-Peter Vogel bringt die Botschaft noch einmal auf den Punkt: \u201eEs geht um ein vern\u00fcnftiges Miteinander. Und es gibt Regeln des Anstandes, die wir alle einzuhalten haben.\u201c Regelverletzungen w\u00fcrden mit Hausverbot geahndet, strafbares Verhalten werde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.<\/p>\n<p>Fachbereichsleiter J\u00fcrgen Stock sieht den Schl\u00fcssel zur Gewaltpr\u00e4vention in einer angemessenen Gespr\u00e4chsf\u00fchrung, um Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Kunden nicht selten in emotionalen Grenzsituationen befinden. Existenzn\u00f6te und Erkrankungen k\u00f6rperlicher oder seelischer Art k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden zu Aggressionsverst\u00e4rkern werden und die Hemmschwelle f\u00fcr Gewaltanwendungen herabsetzen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Mitarbeiter sind daf\u00fcr sensibilisiert und durchlaufen entsprechende Schulungen. Ab diesem Jahr absolvieren die Kolleginnen und Kollegen mit h\u00e4ufigem Kundenkontakt verpflichtende Seminare zu den Themen Gespr\u00e4chsf\u00fchrung und Deeskalation\u201c, berichtet J\u00fcrgen Stock. Auch bei den Umbauma\u00dfnahmen wurden etliche Sicherheitsaspekte ber\u00fccksichtigt und beispielsweise neue Wartebereiche in den einzelnen Stockwerken eingerichtet. Sicherheitst\u00fcren verhindern den unkontrollierten Zugang zu den B\u00fcros, die zus\u00e4tzlich nun eine Art Fluchtt\u00fcr hinter dem Schreibtisch haben. Von jedem Arbeitsplatz kann eine Alarmierung des Sicherheitsdienstes, der ab dem 1. Februar im Kreisjobcenter t\u00e4tig ist, erfolgen.<\/p>\n<p>\u201eWir erwarten, dass der Sicherheitsdienst das Sicherheitsempfinden f\u00fcr Mitarbeiter und Kunden erh\u00f6ht\u201c, so J\u00fcrgen Stock, der als letzten Baustein des Konzepts die Nachsorge erw\u00e4hnt. Zum einen gebe es geschulte psychologische Ersthelfer im Haus, zum anderen auch eine entsprechende Vereinbarung mit dem Arbeitsschutz. Alle Beteiligten hoffen jedoch, dass es beim pr\u00e4ventiven Ansatz bleibt und das Kreisjobcenter auch in Zukunft ein Ort ist, an dem man sich frei von Angst und Gewalt begegnen kann. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Fairness, Respekt und Verst\u00e4ndnis \u2013 diese drei Worte fallen sofort ins Auge. Sie prangen in roten Lettern auf Plakaten im Kreisjobcenter. Die Plakate stehen symbolisch f\u00fcr ein Gewaltpr\u00e4ventions- und Sicherheitskonzept, das im fr\u00fcheren Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales des Landkreises entwickelt wurde. Das Konzept umfasst Sicherheitsma\u00dfnahmen baulicher Art, Schulungen sowie einen Sicherheitsdienst. 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