{"id":118729,"date":"2014-01-14T00:03:52","date_gmt":"2014-01-14T00:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118729"},"modified":"2014-01-14T16:10:21","modified_gmt":"2014-01-14T16:10:21","slug":"frost-waere-schoen-hessen-forst-startet-zuversichtlich-ins-neue-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118729","title":{"rendered":"Frost w\u00e4re sch\u00f6n. Hessen-Forst startet zuversichtlich ins neue Jahr"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-118731\" alt=\"lpx_88709_Absperrung-im-Wald\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/lpx_88709_Absperrung-im-Wald.jpg\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/p>\n<p>Hessen. Die Wintermonate sind die Haupterntesaison f\u00fcr Eichen und Buchen. Unbelaubt lassen sie sich bei Frost besonders Boden schonend ernten. Doch der Frost l\u00e4sst in diesem Jahr auf sich warten \u2013 eine den F\u00f6rstern nicht unbekannte Herausforderung.<br \/>\nViele B\u00f6den sind aktuell mit Wasser ges\u00e4ttigt und weich. Auf empfindlichen Standorten ist deshalb ein Holztransport nicht sinnvoll. Die Situation ist nicht ungew\u00f6hnlich: Sie geh\u00f6rt \u2013 wie viele andere Witterungsbedingungen auch &#8211; zu den regelm\u00e4\u00dfigen Herausforderungen eines Forstbetriebs.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eUm den Waldboden als wichtigste Produktionsgrundlage zu sch\u00fctzen, wird die Holzernte bei der aktuellen Witterung nur auf weniger empfindlichen Waldstandorten durchgef\u00fchrt,\u201c so Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, \u201eEs darf nur auf vorgegebenen Maschinenwegen gefahren werden und eine bodenschonende Technik ist einzusetzen. Im Zweifel werden die Arbeiten eingestellt.\u201c Hessen-Forst erf\u00fcllt mit diesen Schutzma\u00dfnahmen strenge Zertifizierungsstandards, allerdings verz\u00f6gert sich damit die Holzbereitstellung und Belieferung der Holzkunden. Da sich Matsch bei dieser Witterung auf Forstwirtschaftswegen nicht vermeiden l\u00e4sst, setzen Profis auch auf Gummistiefel. Ein Gutes aber hat die feuchte, warme Witterung: Die B\u00f6den speichern jetzt viel Wasser, das im Fr\u00fchjahr und Sommer von den dann wieder wachsenden B\u00e4umen dringend ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p><strong>Holznutzung: Verantwortungsbewusst f\u00fcr Natur und B\u00fcrger<\/strong><br \/>\nIm vergangenen Jahr wurden im Staatswald rund 1,96 Millionen Festmeter Holz geerntet. Dies entspricht den waldbaulichen Planungen \u2013 die Menge liegt weiterhin deutlich unter dem j\u00e4hrlichen Holzzuwachs von ca. 2,16 Millionen Festmetern. Mehr als die H\u00e4lfte des geernteten Holzes wurde an hessische holzverarbeitende Familien-Betriebe geliefert. Auch die konstant hohe Nachfrage nach Brennholz wurde befriedigt. F\u00fcr das neue Jahr ist eine \u00e4hnlich hohe Holzerntemenge vorgesehen.<\/p>\n<p><strong>Buchenw\u00e4lder entwickeln sich ausgesprochen gut<\/strong><br \/>\nHessen ist das Buchen-Bundesland. Mit ca. 250.000 ha Buchenw\u00e4ldern \u00fcber alle Waldbesitzarten liegt Hessen bundesweit an der Spitze: Etwa 30% der gesamten Waldfl\u00e4che sind Buchenbest\u00e4nde. Hessen-Forst erntete im Staatwald im letzten Jahr ca. 720.000 Festmeter Buchenholz &#8211; der entsprechende Zuwachs lag deutlich h\u00f6her. Dieses Verh\u00e4ltnis entspricht dem langj\u00e4hrigen Trend. \u201eUnsere Zahlen und die Fakten zeigen deutlich, dass von einer Gef\u00e4hrdung des hessischen Buchenwaldes nicht die Rede sein kann\u201c, so Gerst. Ganz im Gegenteil: die F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster gewinnen mit der Holzernte nicht nur den \u00f6kologischen Rohstoff Holz, sondern sie f\u00f6rdern hiermit auch die nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung und pflegen den Buchen-Nachwuchs.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund \u201eKlimaschutz\u201c:<\/strong><br \/>\nWissenschaftlichen Studien haben belegt, dass Holznutzung im Rahmen nachhaltiger Waldwirtschaft eine zentrale Bedeutung f\u00fcr den Klimaschutz hat: Denn insbesondere langlebige Holzprodukte binden CO2 aus der Atmosph\u00e4re und speichern es \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume ein.<br \/>\nWer z. B. beim Hausbau Holz verwendet, spart pro Kubikmeter durchschnittlich gut eine Tonne CO2, das ansonsten bei der Produktion anderer Baustoffe freigesetzt w\u00fcrde. Ein \u00e4hnlicher, sogenannter Substitutionseffekt entsteht, wenn mit Holz geheizt wird. Man belastet die Atmosph\u00e4re in diesem Falle nur mit 1\/15 des von \u00d6lheizungen freigesetzten CO2. Das im hessischen Wald nachhaltig produzierte Holz erspart der Atmosph\u00e4re auf diese Weise jedes Jahr ca. 4 Millionen Tonnen CO2, dies entspricht rund 10 % der hessischen Gesamtemissionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Die Wintermonate sind die Haupterntesaison f\u00fcr Eichen und Buchen. Unbelaubt lassen sie sich bei Frost besonders Boden schonend ernten. Doch der Frost l\u00e4sst in diesem Jahr auf sich warten \u2013 eine den F\u00f6rstern nicht unbekannte Herausforderung. Viele B\u00f6den sind aktuell mit Wasser ges\u00e4ttigt und weich. 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