{"id":118662,"date":"2014-01-13T05:30:02","date_gmt":"2014-01-13T05:30:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118662"},"modified":"2014-01-13T06:31:28","modified_gmt":"2014-01-13T06:31:28","slug":"wo-der-wald-vermessen-wird-kernzonenforschung-am-kesselrain-und-steinkopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118662","title":{"rendered":"Wo der Wald vermessen wird: Kernzonenforschung am \u201eKesselrain\u201c und \u201eSteinkopf\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_118663\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/kernzonenforschung.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-118663\" class=\"size-thumbnail wp-image-118663\" alt=\"Der f\u00fcr die Waldforschung zust\u00e4ndige Mitarbeiter des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n Ewald Sauer (2.v.r.) informiert sich vor Ort \u00fcber den Fortgang der Waldforschungsarbeiten in einem Silberblattwaldgebiet des \u201eKesselrains&quot; bei W\u00fcstensachsen.Foto: Freies Journalistenb\u00fcro der Rh\u00f6n\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/kernzonenforschung-265x178.jpg\" width=\"265\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/kernzonenforschung-265x178.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/kernzonenforschung.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-118663\" class=\"wp-caption-text\">Der f\u00fcr die Waldforschung zust\u00e4ndige Mitarbeiter des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n Ewald Sauer (2.v.r.) informiert sich vor Ort \u00fcber den Fortgang der Waldforschungsarbeiten in einem Silberblattwaldgebiet des \u201eKesselrains&#8221; bei W\u00fcstensachsen. Foto: Freies Journalistenb\u00fcro der Rh\u00f6n<\/p><\/div>\n<p>W\u00fcstensachsen. Die 1998 begonnene waldkundliche Erforschung und Erstaufnahme der Kernzonen des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n geht in die zweite Runde. Seit Mitte Oktober 2013 arbeiten drei Aufnahmeteams mit je zwei Forstwissenschaftlern in den Kernzonen am \u201eKesselrain\u201c und \u201eSteinkopf\u201c bei W\u00fcstensachsen und messen in den insgesamt 473 Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen mit je 0,1 ha Gr\u00f6\u00dfe jeden Strauch und Baum.<b> <\/b><\/p>\n<p>Ewald Sauer von der hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, zust\u00e4ndig f\u00fcr den Bereich Forschung, \u00fcberzeugte sich jetzt vom Fortgang der Forschungsarbeiten. Neben den allgemeinen Bestandsdaten wie Hangneigung und Exposition w\u00fcrden die Baumart und das Alter erfasst. Mit einem elektrischen H\u00f6henmesser ermittle man die Bauml\u00e4ngen und mit der Klappe den Durchmesser. Gutachterlich w\u00fcrden die soziologische Stellung und die Qualit\u00e4t jeden Baumes angesprochen. Liegendes oder stehendes Totholz und die Stubben w\u00fcrden ebenfalls aufgenommen und vermessen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eIn manchen Probekreisen m\u00fcssen wir bis zu 300 Objekte erfassen\u201c, betont Sauer. Abschlie\u00dfend werde noch die Naturverj\u00fcngung und deren Verbiss eingesch\u00e4tzt. Alle ermittelten Daten w\u00fcrden direkt im Wald in einen Aufnahmecomputer eingegeben und auf Plausibilit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft. Die gewonnenen neuen Daten k\u00f6nnten so sofort mit den Erstaufnahmedaten verglichen werden. \u201eWir k\u00f6nnen so Ver\u00e4nderungen feststellen und quantifizieren. So ist es uns m\u00f6glich, nat\u00fcrliche Walddynamik zu studieren und diese Erkenntnisse bei der Behandlung der Wirtschaftsw\u00e4lder einflie\u00dfen lassen\u201c, stellt Sauer fest. Spannend werde auch die Frage sein, ob sich die Klimaver\u00e4nderung in der Walddynamik feststellen lasse, denn Pflanzen seien die besten Indikatoren.<\/p>\n<p>Die Aufnahmearbeiten w\u00fcrden unter gro\u00dfen zeitlichem Druck laufen, denn die Baumh\u00f6hen k\u00f6nnten exakt nur nach dem Laubfall gemessen werden, und der sei in diesem Jahr erst Mitte Oktober gewesen, so Sauer. Bei h\u00f6herem Schnee seien das liegende Holz und die Naturverj\u00fcngung nicht mehr aufzunehmen. Dann w\u00fcrden die Aufnahmearbeiten in den Hochlagen wie am Steinkopf und Kesselrain unterbrochen und in tiefere Lagen verlagert.<\/p>\n<p>Dieses Kernzonenmonitoring werde nach dem langfristigen Forschungsplan des Biosph\u00e4renreservats alle zehn bis 20 Jahre wiederholt und durch zoologische Forschung erg\u00e4nzt. Die in den letzten beiden Jahren neu ausgewiesenen Kernzonen w\u00fcrden im n\u00e4chsten Jahr bearbeitet, stellte Ewald Sauer abschlie\u00dfend fest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>W\u00fcstensachsen. Die 1998 begonnene waldkundliche Erforschung und Erstaufnahme der Kernzonen des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n geht in die zweite Runde. Seit Mitte Oktober 2013 arbeiten drei Aufnahmeteams mit je zwei Forstwissenschaftlern in den Kernzonen am \u201eKesselrain\u201c und \u201eSteinkopf\u201c bei W\u00fcstensachsen und messen in den insgesamt 473 Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen mit je 0,1 ha Gr\u00f6\u00dfe jeden Strauch und Baum. 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