{"id":118417,"date":"2013-12-31T00:09:47","date_gmt":"2013-12-31T00:09:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118417"},"modified":"2013-12-31T08:57:48","modified_gmt":"2013-12-31T08:57:48","slug":"denkmalschutz-expertin-eva-kohlmann-kuemmert-sich-im-landkreis-um-viertausend-haeuser-kapellen-und-bildstoecke-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118417","title":{"rendered":"Denkmalschutz-Expertin Eva Kohlmann k\u00fcmmert sich im Landkreis um viertausend H\u00e4user, Kapellen und Bildst\u00f6cke"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSC_0240.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-118413\" alt=\"DSC_0240\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSC_0240.jpg\" width=\"560\" height=\"357\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eiterfeld\/Fulda. Eva Kohlmann mag alte Gem\u00e4uer mit Geschichte. Nicht nur, weil sie selbst in einem Fachwerkhof im Eiterfelder Ortsteil Gro\u00dfentaft lebt, dessen historischer Teil aus dem Jahr 1820 stammt, sondern auch aus beruflicher Sicht. Die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung ist n\u00e4mlich im Landkreis Fulda f\u00fcr den Denkmalschutz zust\u00e4ndig.<!--more--><\/p>\n<p>Mit den denkmalgesch\u00fctzten H\u00e4usern, Kapellen, Bildst\u00f6cken und Steinkreuzen kommt man zusammen auf eine Zahl von rund 4000. Die Architektin betreut und ber\u00e4t Eigent\u00fcmer, entscheidet \u00fcber F\u00f6rdergelder und ist auch auf den Baustellen vor Ort. \u201eWenn ein Fachwerkhaus beispielsweise gestrichen werden soll, sprechen wir \u00fcber die m\u00f6gliche Farbe und machen auch schon mal einen Probeanstrich\u201c, erkl\u00e4rt die Expertin.<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Erneuerungsma\u00dfnahmen im Landkreis Fulda finde zurzeit an Schloss Fasanerie statt. Das Projekt sei besonders interessant, da hier hochkar\u00e4tige<\/p>\n<p>Fachleute gemeinsam an einem hochwertigen Denkmal arbeiteten. Es komme nicht so oft vor, dass Fachleute aller Fachrichtungen in eine Ma\u00dfnahme involviert seien. \u201eZwei bis drei Jahre wird es noch bis zu Fertigstellung dauern\u201c, sch\u00e4tzt die 55-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>In der teilweise emotional gef\u00fchrten Debatte um das alte Telekom-Geb\u00e4ude in Fulda, f\u00fcr viele laienhafte Augen eine Baus\u00fcnde, hat die Gro\u00dfentafterin eine ganz eigene Meinung. \u201eDenkmalschutz ist keine Frage der Sch\u00f6nheit.\u201c Ausschlaggebend sei bei einer Bewertung einer Immobilie vielmehr, ob diese eine spezielle Baukultur verk\u00f6rpere. \u201eBeim Telekom-Geb\u00e4ude ist das offenkundig der Fall.\u201c Zur Erstellung der Denkmaltopographie w\u00fcrden alle relevanten Objekte begangen, Fachleute fertigten dabei Fotos und kleinere Texte an, um die H\u00e4user nach einem standardisierten Verfahren zu bewerten und einzustufen.<\/p>\n<p>Wie in vielen anderen Teilen Deutschlands ist auch im Landkreis der Leerstand ein Problem. \u201eDas betrifft speziell gr\u00f6\u00dfere Denkm\u00e4ler weiter weg von der Kernstadt Fulda.\u201c Der demographische Wandel wirke sich dabei nachteilig aus. Das Denkmalschutzgesetz verpflichte jedoch die Besitzer zumindest zu notwendigen Reparaturarbeiten, um einen weiteren Verfall zu verhindern. Sehr h\u00e4ufig sei eindringendes Wasser das Hauptproblem.<\/p>\n<p>Anfang September fand erneut der bundesweite \u201eTag des offenen Denkmals\u201c statt, in diesem Jahr unter dem Motto \u201eUnbequeme Denkm\u00e4ler\u201c. Kohlmann empfindet solche Veranstaltungen als sehr wichtig, \u201edamit die Menschen eine Affinit\u00e4t zu Denkm\u00e4lern aufbauen und sehen, wie sich diese im Laufe der Jahre entwickeln k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>In ihrer Freizeit ist die 55-J\u00e4hrige kommunalpolitisch aktiv und engagiert sich f\u00fcr den Heimat- und Geschichtsverein. \u201eDas ist schon Voraussetzung f\u00fcr meine Arbeit, dass man sich f\u00fcr alte H\u00e4user interessiert\u201c, lacht die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung. Au\u00dferdem spielt sie gerne Akkordeon und betreibt ein Hobby sehr intensiv: das Fahrradfahren. Nicht nur im Urlaub beradelt die Architektin schon mal den Werra-Radweg oder die Landschaft entlang der Mainschleife. Von Fr\u00fchjahr bis Herbst legt sie zwei Mal in der Woche die Strecke von Gro\u00dfentaft nach Fulda ins B\u00fcro aus Muskelkraft zur\u00fcck. Hin und zur\u00fcck sind das 60 Kilometer.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt Kohlmann beim Strampeln zwar durch einen Elektromotor, aber ohne ausreichend Power in den Beinen ist kein Vorw\u00e4rtskommen m\u00f6glich. Fahrtzeit: jeweils 90 Minuten. Die idyllische Route f\u00fchrt sie unter anderem \u00fcber Stendorf, R\u00fcckers, entlang des Marbacher Stausees, noch ein St\u00fcck \u00fcber den Milseburgradweg durch Petersberg und schlie\u00dflich in die Barockstadt.<\/p>\n<p>Wenn die Trethilfe volle Leistung bringen musste, ist der Akku des Zweirads jetzt leer. Eva Kohlmann hingegen bl\u00fcht frisch inspiriert durch die Natur auf \u2013 alte H\u00e4user sind einfach ihr Ding.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eiterfeld\/Fulda. Eva Kohlmann mag alte Gem\u00e4uer mit Geschichte. Nicht nur, weil sie selbst in einem Fachwerkhof im Eiterfelder Ortsteil Gro\u00dfentaft lebt, dessen historischer Teil aus dem Jahr 1820 stammt, sondern auch aus beruflicher Sicht. 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