{"id":118403,"date":"2013-12-31T00:14:40","date_gmt":"2013-12-31T00:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118403"},"modified":"2013-12-30T14:44:34","modified_gmt":"2013-12-30T14:44:34","slug":"energiepreisentwicklung-zum-jahreswechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118403","title":{"rendered":"Energiepreisentwicklung zum Jahreswechsel"},"content":{"rendered":"<p>Heidelberg. Die Preise f\u00fcr Strom und Gas steigen zum Jahreswechsel an. Das unabh\u00e4ngige Vergleichsportal Verivox gibt einen Ausblick auf die Preisentwicklung im kommenden Jahr. Zum Jahreswechsel 2013\/2014 steigen die Strompreise und setzen damit ihren vierzehnj\u00e4hrigen Aufw\u00e4rtstrend fort. Rund ein Drittel der Grundversorger haben Preiserh\u00f6hungen von durchschnittlich 3 Prozent angek\u00fcndigt. Ein Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh muss rund 39 Euro mehr pro Jahr bezahlen.<!--more--><\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr die Preiserh\u00f6hungen wird der Anstieg der EEG-Umlage von 5,277 Cent im Jahr 2013 auf 6,24 Cent im Jahr 2014 angegeben. Zahlreiche Stromanbieter haben angek\u00fcndigt, die Preise zumindest zum Jahreswechsel stabil halten zu wollen. Im Laufe des Jahres 2014 ist jedoch von weiteren Preiserh\u00f6hungen im einstelligen Prozentbereich auszugehen.<\/p>\n<p>Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom, in dem die Preise der wichtigsten Versorger zusammengefasst werden, weist im Januar 2014 einen durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 28,28 Cent aus. Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh kommen so j\u00e4hrliche Kosten von 1.131 Euro zusammen. Im Januar 2013 lagen die durchschnittlichen Jahreskosten noch bei 1.095 Euro, was einer Erh\u00f6hung um rund 3 Prozent entspricht. Wie wird sich der Strompreis im Laufe des Jahres 2014 weiter entwickeln?<\/p>\n<p><strong>Entwicklung der Strompreisbestandteile<\/strong><\/p>\n<p>Der Strompreis besteht aus drei gro\u00dfen Kostenbl\u00f6cken: Steuern und Abgaben machen mit 51 Prozent mehr als die H\u00e4lfte des Strompreises aus. Auf die Netzgeb\u00fchren entfallen rund 22 Prozent. Die restlichen 27 Prozent des Strompreises teilen sich auf in Beschaffung, Vertrieb und Marge.<\/p>\n<p><strong>Steuern und Abgaben<\/strong><\/p>\n<p>Neben der Mehrwertsteuer macht die EEG-Umlage, mit welcher der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit finanziert wird, den gr\u00f6\u00dften Anteil an Steuern und Abgaben aus. Laut Koalitionsvertrag von CDU\/CSU\/SPD soll das Erneuerbare-Energien-Gesetz bis Mitte 2014 ge\u00e4ndert und der stetige Preisanstieg f\u00fcr private Verbraucher aufgehalten werden. Aufgrund dieser aktuellen politischen Lage erscheint es unwahrscheinlich, dass im Laufe des kommenden Jahres der Staatsanteil am Strompreis noch weiter erh\u00f6ht wird.<\/p>\n<p><strong>Netznutzungsentgelte<\/strong><\/p>\n<p>Die Netzentgelte f\u00fcr die Benutzung von Stromleitungen und -z\u00e4hlern unterscheiden sich regional aufgrund von Faktoren wie Terrain und Bev\u00f6lkerungsdichte stark. Sie werden von der Bundesnetzagentur im Rahmen der sogenannten \u201eAnreizregulierung\u201c kontrolliert und festgelegt. Zum Jahreswechsel 2013\/2014 sind die Netzgeb\u00fchren im haushaltsgewichteten Bundesdurchschnitt um rund 1 Prozent gesunken. Eine starke Ver\u00e4nderung der Netzentgelte zum Jahreswechsel 2014\/2015 ist bisher nicht absehbar.<\/p>\n<p><strong>Beschaffung, Marge und Vertrieb<\/strong><\/p>\n<p>Die Zusammensetzung des Strompreises zeigt, dass die Stromversorger selbst nur rund 27 Prozent des Endpreises beeinflussen k\u00f6nnen. Die verschiedenen Stromanbieter positionieren sich dabei je nach Unternehmensstrategie und lassen sich bei den Punkten Vertriebskosten und Marge nicht gerne in die Karten schauen.<\/p>\n<p>Auch bei der Beschaffung des Stroms verfolgen die einzelnen Anbieter unterschiedliche Einkaufsstrategien. Insgesamt wird aber deutlich, dass die Beschaffungspreise im vergangenen Jahr deutlich gesunken sind. Laut dem Erzeugerpreisindex des Statistischen Bundesamtes sind die Strompreise f\u00fcr Versorger zwischen Oktober 2012 und Oktober 2013 um rund 14 Prozent gefallen. Es liegt am einzelnen Stromanbieter, ob diese gesunkenen Einkaufskosten in Form von g\u00fcnstigen Angeboten oder Preissenkungen an die Verbraucher weitergegeben werden, oder ob sie zur Erh\u00f6hung des Unternehmensgewinns beitragen sollen.<\/p>\n<p><strong>Gaspreisentwicklung im Jahr 2014<\/strong><\/p>\n<p>Die durchschnittlichen Gaspreise sind im Jahr 2013 nur leicht angestiegen. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas weist im Januar 2014 f\u00fcr einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gesamtkosten von 1.308 Euro aus. Im Dezember 2012 lag dieser Wert bei 1.303 Euro \u2013 der leichte Preisanstieg liegt damit unter 1 Prozent.<\/p>\n<p>Der Stillstand bei den Gaspreisen ist in erster Linie dem weltweiten \u00dcberangebot von Erdgas geschuldet. In den USA hat der Boom unkonventioneller Gasf\u00f6rderung (\u201eFracking\u201c) f\u00fcr eine Angebotsschwemme gesorgt, welche die globalen Handelswege von Erdgas verschoben hat. Aufgrund dieser Situation sind auch f\u00fcr das Jahr 2014 keine starken Preisbewegungen im Bereich Gas zu erwarten.<\/p>\n<p><strong>Netznutzungsentgelte<\/strong><\/p>\n<p>Die Netzgeb\u00fchren f\u00fcr Gasleitungen und -z\u00e4hler unterscheiden sich ebenfalls regional und werden von der Bundesnetzagentur reguliert. Zum Jahreswechsel 2013\/2014 sind die Netzgeb\u00fchren im haushaltsgewichteten Bundesdurchschnitt um 1 Prozent angestiegen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich zum Jahreswechsel 2014\/2015 ebenfalls fortsetzen.<\/p>\n<p><strong>Unterschiedliche Beschaffung sorgt f\u00fcr starke Unterschiede<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen den einzelnen Gasanbietern gibt es deutliche Preisunterschiede. Die durchschnittlichen Preise der \u00f6rtlichen Grundversorger f\u00fcr 20.000 kWh Gas liegen derzeit bei 1.412 Euro. Das g\u00fcnstigste verf\u00fcgbare Angebot betr\u00e4gt durchschnittlich 1.062 Euro. Durch den Wechsel k\u00f6nnen so durchschnittlich 350 Euro eingespart werden.<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Preisunterschiede ist, dass die Anbieter ihr Gas zu unterschiedlichen Konditionen an verschiedenen Handelspl\u00e4tzen einkaufen. Zus\u00e4tzlich liegt der Anteil von Steuern und Abgaben bei Erdgas bei rund 25 Prozent. Im Vergleich zum Bereich Strom k\u00f6nnen die Gasversorger also einen sehr viel gr\u00f6\u00dferen Teil des Endpreises beeinflussen.<\/p>\n<p>Hintergrundinformationen<\/p>\n<p>Strompreisvergleich<br \/>\nhttp:\/\/www.verivox.de\/power\/calculator.aspx<\/p>\n<p>Gaspreisvergleich<br \/>\nhttp:\/\/www.verivox.de\/gaspreisvergleich\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Heidelberg. Die Preise f\u00fcr Strom und Gas steigen zum Jahreswechsel an. Das unabh\u00e4ngige Vergleichsportal Verivox gibt einen Ausblick auf die Preisentwicklung im kommenden Jahr. Zum Jahreswechsel 2013\/2014 steigen die Strompreise und setzen damit ihren vierzehnj\u00e4hrigen Aufw\u00e4rtstrend fort. Rund ein Drittel der Grundversorger haben Preiserh\u00f6hungen von durchschnittlich 3 Prozent angek\u00fcndigt. 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