{"id":118282,"date":"2013-12-28T09:02:17","date_gmt":"2013-12-28T09:02:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118282"},"modified":"2013-12-28T09:02:17","modified_gmt":"2013-12-28T09:02:17","slug":"milseburg-ist-seit-45-jahren-naturschutzgebiet-perle-der-rhoen-bietet-seltenen-pflanzen-einen-lebensraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118282","title":{"rendered":"Milseburg ist seit 45 Jahren Naturschutzgebiet &#8211; Perle der Rh\u00f6n bietet seltenen Pflanzen einen Lebensraum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_118283\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/570-Milseburg.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-118283\" class=\"size-thumbnail wp-image-118283\" alt=\"Als weithin sichtbares Wahrzeichen der Kuppenrh\u00f6n gilt die Milseburg mit ihrer auffallenden Silhouette, um die sich eine ganze Reihe von Sagen rankt.  Foto: Lange\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/570-Milseburg-265x198.jpg\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/570-Milseburg-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/570-Milseburg.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-118283\" class=\"wp-caption-text\">Als weithin sichtbares Wahrzeichen der Kuppenrh\u00f6n gilt die Milseburg mit ihrer auffallenden Silhouette, um die sich eine ganze Reihe von Sagen rankt. Foto: Lange<\/p><\/div>\n<p>Rh\u00f6n. Zum Naturraum Kuppenrh\u00f6n geh\u00f6rend befindet sich das Naturschutzgebiet (NSG) \u201eMilseburg\u201c \u00f6stlich von Fulda in der N\u00e4he des Malerdorfs Kleinsassen. Es stellt eines der \u00e4ltesten Schutzgebiete im Landkreis Fulda dar: Vor genau 45 Jahren wurde am 30. Dezember 1968 die entsprechende Verordnung f\u00fcr dieses rund 44 Hektar gro\u00dfe Gebiet, das zur Gemeinde Hofbieber z\u00e4hlt, erlassen. Im Mai 1969 wurde es dann offiziell als NSG ausgewiesen.<!--more--><\/p>\n<p>Der steil aufragende Phonolithkegel macht die charakteristische Silhouette der Milseburg (835 m \u00fcNN) aus und ist in seiner Entstehung auf den vor ungef\u00e4hr zehn bis zwanzig Millionen Jahren in der Rh\u00f6n aktiven Vulkanismus zur\u00fcckzuf\u00fchren. Interessant sind solche Phonolith-Vorkommen, weil sich dort Felsen und Blockschutthalden befinden, die seit der Eiszeit teilweise waldfrei geblieben sind, kaum bewirtschaftet werden konnten und daher Resten einer nat\u00fcrlichen Vegetation sowie Reliktpflanzen aus k\u00e4lteren Zeiten geeignete Lebensbedingungen bieten.<\/p>\n<p>Ein Mosaik aus solchen waldfreien, stark besonnten Felspartien einerseits sowie aus naturnahen Bergbuchenw\u00e4ldern, orchideenreichen Kalkbuchenw\u00e4ldern, lichten Linden-Blockhaldenw\u00e4ldern und montanen Eschen-Ahorn-Schluchtw\u00e4ldern andererseits stellen im genannten Naturschutzgebiet f\u00fcr eine Vielzahl von seltenen Bl\u00fctenpflanzen sowie Farn- und Moosarten einen geeigneten Lebensraum dar. Au\u00dfer der sehr selten vorkommenden Pfingst-Nelke, der ebenfalls sehr seltenen Pechnelke, dem in Deutschland seine westliche Arealgrenze erreichenden Zwerg-Goldstern oder der Korallenwurz soll hier insbesondere der Wimperfarn genannt werden. Es handelt sich dabei um eine ausgesprochen seltene Farnart, f\u00fcr die im au\u00dferalpinen Mitteleuropa weniger als ein Dutzend Vorkommen nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wurde von heimischen Botanikern die besondere Stellung dieses Berges erkannt, der zu den bedeutendsten Gebieten Mitteleuropas gez\u00e4hlt werden kann. Grundlegend f\u00fcr die botanische Beachtung, die die Milseburg erfuhr, wurde vor allem die Publikation des Geisaer Apothekers und Botanikers Adalbert Geheeb, in der er Funde von Moosen sowie von bemerkenswerten Farn- und Bl\u00fctenpflanzen ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Neben den naturkundlichen Besonderheiten ist die Milseburg, die oftmals als \u201ePerle der Rh\u00f6n\u201c bezeichnet wird, aber auch aus kulturhistorischer Sicht bedeutsam. Die hier zu findenden Reste eines keltischen Ringwalls tragen ma\u00dfgeblich zum Schutzstatus dieses Gebiets bei. Aufgrund seiner gro\u00dfen Bedeutung bez\u00fcglich Geologie, Flora, Vegetation und Fr\u00fchgeschichte ist das Naturschutzgebiet \u201eMilseburg\u201c auch als ein wichtiger Bestandteil der Pflegezone des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n anzusehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist die Milseburg, die sich bei Besuchern immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit erfreut,\u00c2\u00a0 aus k\u00fcnstlerischer Sicht von Bedeutung. So setzen sich K\u00fcnstler immer wieder und in vielf\u00e4ltiger Weise mit diesem markanten Berg der Rh\u00f6n auseinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Zum Naturraum Kuppenrh\u00f6n geh\u00f6rend befindet sich das Naturschutzgebiet (NSG) \u201eMilseburg\u201c \u00f6stlich von Fulda in der N\u00e4he des Malerdorfs Kleinsassen. Es stellt eines der \u00e4ltesten Schutzgebiete im Landkreis Fulda dar: Vor genau 45 Jahren wurde am 30. 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