{"id":118262,"date":"2013-12-27T00:09:42","date_gmt":"2013-12-27T00:09:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118262"},"modified":"2013-12-26T18:28:48","modified_gmt":"2013-12-26T18:28:48","slug":"rita-und-bernard-kohlmann-stiftung-haelt-erinnerung-an-franzoesische-kriegsgefangene-in-huenfeld-und-umgebung-wach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118262","title":{"rendered":"Rita und Bernard Kohlmann-Stiftung h\u00e4lt Erinnerung an franz\u00f6sische Kriegsgefangene in H\u00fcnfeld und Umgebung wach"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_118263\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/569-Kohlmann-Stiftung2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-118263\" class=\"size-full wp-image-118263\" alt=\"Rita Kohlmann (Mitte) mit ihren T\u00f6chtern Claudia Scholl-Kleinfelder (links) und Susanne M\u00f6l-ler (rechts) vor der Dokumentation \u00fcber das Schicksal der franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen im Konrad-Zuse-Museum. Bernard Kohlmann ist bereits verstorben.              Foto: Burkhardt \" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/569-Kohlmann-Stiftung2.jpg\" width=\"600\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/569-Kohlmann-Stiftung2.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/569-Kohlmann-Stiftung2-265x174.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-118263\" class=\"wp-caption-text\">Rita Kohlmann (Mitte) mit ihren T\u00f6chtern Claudia Scholl-Kleinfelder (links) und Susanne M\u00f6l-ler (rechts) vor der Dokumentation \u00fcber das Schicksal der franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen im Konrad-Zuse-Museum. Bernard Kohlmann ist bereits verstorben. Foto: Burkhardt<\/p><\/div>\n<p>H\u00fcnfeld. Auch in diesem Jahr verschickt die Rita und Bernard Kohlmann-Stiftung Weihnachtsp\u00e4ckchen nach Frankreich. Darin befinden sich neben einem Weihnachtsbrief Geb\u00e4ck und regionale Produkte. Die P\u00e4ckchen gehen an die heute noch lebenden ehemaligen franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen des Lagers H\u00fcnfeld beziehungsweise deren Witwen. Da seit dem Zweiten Weltkrieg mittlerweile fast siebzig Jahre vergangen sind, wird die Zahl immer geringer. Zuletzt betrug sie nur noch knapp zwanzig.<!--more--><\/p>\n<p>1999 gr\u00fcndeten die Eheleute Kohlmann in der Tradition des Vaters von Bernard Kohlmann die Stiftung mit Sitz in H\u00fcnfeld. Hermann Kohlmann war aus christlicher \u00dcberzeugung ein entschiedener Gegner des Nazi-Regimes. In dessen Baustoff- und Kohlehandlung mit Fuhrbetrieb wurden die Kriegsgefangenen nie als Feinde gesehen. Vielmehr nahmen sie die Mahlzeiten gemeinsam mit der Familie ein, durften -verbotener Weise &#8211; ausl\u00e4ndische Radiosender h\u00f6ren und bekamen zu Weihnachten kleine Geschenke. Zum Dank bedachten die Franzosen das Haus Kohlmann mit dem Ehrentitel \u201eLa maison du bon dieu\u201c. In einer letzten Hilfsaktion konnten zwei Wochen vor Kriegsende \u00fcber zwanzig Gefangene vor dem Abtransport Richtung Osten gerettet und bis zum Einmarsch der Amerikaner versteckt werden.<\/p>\n<p>Mit ihrer Arbeit tr\u00e4gt die Stiftung dazu bei, das Andenken an die ehemaligen Kriegsgefangenen und ihre Geschichte zu bewahren. Auch soll die deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft gepflegt und durch die F\u00f6rderung von internationalen Kontakten an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden. Zun\u00e4chst hatten sich die ehemaligen Kriegsgefangenen einmal j\u00e4hrlich an unterschiedlichen Orten in Frankreich getroffen. Seit 1962 finden diese Treffen alle vier Jahre auch in H\u00fcnfeld statt. Zwar wird der Kreis der Ehemaligen immer kleiner, doch ihre Familienangeh\u00f6rigen halten an den j\u00e4hrlichen Treffen fest, die inzwischen von der Stiftung organisiert und finanziell unterst\u00fctzt werden. In diesem Jahr fand das mittlerweile 51. Treffen statt. Die Begegnung im n\u00e4chsten Jahr ist in der Normandie vorgesehen.<\/p>\n<p>Bei einem Treffen in H\u00fcnfeld wurde im Mai 2005 auf Initiative der Stiftung eine kleine Gedenkst\u00e4tte am alten Friedhof eingeweiht. Sie erinnert an die franz\u00f6sischen Gefangenen, die ihre Lagerhaft nicht \u00fcberlebten. Zudem hat die Stiftung eine Dokumentation \u00fcber das Schicksal der franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen in H\u00fcnfeld, aber auch ihren weiteren Lebensweg und die bisherigen Begegnungen zusammengetragen. Diese befindet sich im Konrad-Zuse-Museum und wird j\u00e4hrlich aktualisiert. Dort ist bis zum 28. Februar auch eine Sonderausstellung \u201eLagertheater \u2013 Masken und Handpuppen\u201c zu sehen. Im M\u00e4rz 2012 wurde die Rita und Bernard Kohlmann-Stiftung als Stiftung des Monats ausgezeichnet und konnte sich am 26. November 2013 beim Hessischen Stiftertag im Wiesbadener Kurhaus pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><b>Info<\/b><\/p>\n<p>Weitere Informationen zu der weltweit einmaligen Stiftung gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.stiftung-kohlmann.jmdo.com\">www.stiftung-kohlmann.jmdo.com<\/a> , E-Mail <a href=\"mailto:stiftung-kohlmann@gmx.de\">stiftung-kohlmann@gmx.de<\/a>. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Fulda (BLZ 530 501 80) lautet 70011311.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. Auch in diesem Jahr verschickt die Rita und Bernard Kohlmann-Stiftung Weihnachtsp\u00e4ckchen nach Frankreich. Darin befinden sich neben einem Weihnachtsbrief Geb\u00e4ck und regionale Produkte. Die P\u00e4ckchen gehen an die heute noch lebenden ehemaligen franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen des Lagers H\u00fcnfeld beziehungsweise deren Witwen. 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