{"id":118023,"date":"2013-12-18T06:44:10","date_gmt":"2013-12-18T06:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=118023"},"modified":"2013-12-18T06:44:10","modified_gmt":"2013-12-18T06:44:10","slug":"wachstumskurs-wird-fortgesetzt-aok-hessen-auch-2014-ohne-zusatzbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=118023","title":{"rendered":"Wachstumskurs wird fortgesetzt &#8211; AOK Hessen auch 2014 ohne Zusatzbeitrag"},"content":{"rendered":"<p>Bad Nauheim. Der Verwaltungsrat der AOK Hessen hat heute in Bad Nauheim den Haushaltsplan f\u00fcr das kommende Gesch\u00e4ftsjahr verabschiedet. Wichtigstes Ergebnis: Auch 2014 wird kein Zusatzbeitrag erhoben. Damit kann die AOK Hessen ihren Wachstumskurs fortsetzen.<!--more--><\/p>\n<p>Mit 1,5 Mio. Versicherten ist die AOK Hessen die gr\u00f6\u00dfte Krankenversicherung im Land. Bei einem Gesch\u00e4ftsvolumen von 4,7 Mrd. Euro wird mit einem \u00dcberschuss der Ausgaben in H\u00f6he von knapp 58 Millionen Euro gerechnet. Dabei werden die Leistungsausgaben der Gesundheitskasse um 4,2 Prozent je Versicherten steigen. Einer der Hauptfaktoren f\u00fcr die Ausgabensteigerungen ist der Arzneimittelbereich mit +10,9 Prozent.<\/p>\n<p>Insgesamt verschlechtert sich die Finanzsituation in der gesamten GKV. Auf Grund der soliden Gesch\u00e4ftspolitik der zur\u00fcckliegenden Jahre ist die AOK Hessen jedoch in der Lage, dies zu kompensieren. F\u00fcr die Zukunft ist allerdings auch der Gesetzgeber gefordert, erkl\u00e4rten \u00fcbereinstimmend die beiden alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Brigitte Baki und Dr. Werner Scherer: \u201eNeben einer Verbesserung der Qualit\u00e4t der Versorgung und der wettbewerblichen Handlungsspielr\u00e4ume in GKV muss wieder die Wirtschaftlichkeit in den Fokus der Politik ger\u00fcckt werden.\u201c Ebenso gelte es, m\u00f6gliche Wettbewerbsverzerrungen im Rahmen der angek\u00fcndigten Finanzierungsreform zu verhindern. \u201e\u00dcber den Preis einer Kasse sollte ihre Managementleistung entscheiden und nicht die Einkommens- oder die Krankheitsstruktur ihrer Mitglieder\u201c, erkl\u00e4rte Fritz M\u00fcller, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen. Ein morbidit\u00e4tsorientierter Risikostrukturausgleich sowie ein vollst\u00e4ndiger Einkommensausgleich \u2013 auch f\u00fcr einen k\u00fcnftigen Zusatzbeitrag in der GKV \u2013 seien Grundvoraussetzung f\u00fcr einen funktionsf\u00e4higen Wettbewerb.<\/p>\n<p>Zum Hintergrund: Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen haben CDU\/CSU und SPD vereinbart, dass der derzeitige Sonderbeitrag der Versicherten von 0,9 Prozent in den optionalen Zusatzbeitrag \u00fcberf\u00fchrt wird, der nicht mehr pauschal, sondern einkommensabh\u00e4ngig erhoben werden soll. Ohne vollst\u00e4ndigen Einkommensausgleich h\u00e4tte dies zur Folge, dass bei gleichem Finanzbedarf Kassen mit Mitgliedern, die im Schnitt ein niedrigeres Einkommen haben, einen h\u00f6heren Zusatzbeitrag erheben m\u00fcssten als Kassen mit Mitgliedern mit hohen Einkommen. Damit w\u00fcrde ein starker Anreiz gesetzt, vor allem gutverdienende Menschen zu versichern. Der Wettbewerb in der GKV sollte sich jedoch nicht um das Einkommen der Versicherten drehen, sondern um Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Um die genannten Fehlanreize zu verhindern, sind ein morbidit\u00e4tsorientierter Risikostrukturausgleich sowie ein vollst\u00e4ndiger Einkommensausgleich unverzichtbar. Dies sieht der Koalitionsvertrag im Grundsatz auch vor \u2013 nun kommt es auf die gesetzliche Ausgestaltung ohne Abstriche an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Nauheim. Der Verwaltungsrat der AOK Hessen hat heute in Bad Nauheim den Haushaltsplan f\u00fcr das kommende Gesch\u00e4ftsjahr verabschiedet. Wichtigstes Ergebnis: Auch 2014 wird kein Zusatzbeitrag erhoben. 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