{"id":117765,"date":"2013-12-11T07:00:22","date_gmt":"2013-12-11T07:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=117765"},"modified":"2013-12-11T07:00:22","modified_gmt":"2013-12-11T07:00:22","slug":"hessen-im-stress-jeder-fuenfte-beschaeftigte-fuehlt-sich-ausgebrannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=117765","title":{"rendered":"Hessen im Stress \u2013 Jeder f\u00fcnfte Besch\u00e4ftigte f\u00fchlt sich ausgebrannt"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main \/ Offenbach am Main. Zwei von drei Menschen (65 Prozent) in Hessen empfinden ihr Leben als stressig. Jeder Vierte (25 Prozent) steht sogar unter Dauerdruck. Und der Pegel steigt: Mehr als jeder Zweite hat das Gef\u00fchl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden ist. Das zeigt eine aktuelle Stressstudie der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. Das Ph\u00e4nomen &#8220;Stress&#8221; war auch Thema eines studentischen Plakatwettbewerbs, den die Hochschule f\u00fcr Gestaltung (HfG) in Offenbach im Sommersemester 2013 gemeinsam mit der TK in Hessen durchgef\u00fchrt hat. Studierende des Lehrgebiets Konzeptionelle Gestaltung bei Professor Klaus Hesse haben sich w\u00e4hrend des vergangenen Semesters mit diesem Thema gestalterisch auseinandergesetzt.<!--more--><\/p>\n<p>Im Rahmen des Wettbewerbs haben die Studierenden intuitiv diejenigen Stresstreiber identifiziert und in Plakatmotive umgesetzt, die auch laut der TK-Stressstudie die wichtigsten Stressfaktoren sind: Den gr\u00f6\u00dften Stress empfinden Menschen aufgrund ihres Jobs. Je h\u00f6her das Stresslevel ist, zu desto mehr gesundheitlichen Beschwerden kommt es. Dazu geh\u00f6ren neben Schlafst\u00f6rungen und Kopfschmerzen auch seelische Beschwerden wie Burn-out oder Depressionen.<\/p>\n<p>Mit Ihrer Stressstudie und dem Plakatwettbewerb will die TK f\u00fcr dieses Thema sensibilisieren und dazu motivieren, bewusster mit positivem und negativem Stress, aber auch mit den pers\u00f6nlichen Ressourcen umzugehen. &#8220;Die TK-Studie gibt auch Aufschluss dar\u00fcber, dass Stress nicht per se negativ ist. Wichtig ist, dass Berufst\u00e4tige \u00fcber gen\u00fcgend Ressourcen verf\u00fcgen, die sie dem Stress entgegensetzen k\u00f6nnen. Und vielen gelingt dies auch&#8221;, sagt Denise Jacoby, Sprecherin der TK in Hessen. Fast jeder zweite (45 Prozent) Berufst\u00e4tige in Hessen sagt, dass Stress ihn anspornt, jeder sechste (17 Prozent) l\u00e4uft unter Druck sogar erst richtig zu Hochform auf. Nicht immer sind also die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde die Ursache f\u00fcr die Anspannung, oft ist es eine Frage der inneren Einstellung. Entscheidend ist, dass allen Belastungsfaktoren immer Energiequellen gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p>&#8220;Sowohl Kindern als auch Erwachsenen scheint es\u00c2\u00a0 zunehmend schwerer zu fallen, pers\u00f6nliche Bed\u00fcrfnisse und Notwendigkeiten mit den Forderungen der Au\u00dfenwelt m\u00f6glichst zufriedenstellend in Einklang zu bringen. Je weniger dies dem Einzelnen gelingt, umso mehr steigt der \u00e4u\u00dfere und innere Stress bis hin zur Entwicklung psychosomatischer Ersch\u00f6pfungssyndrome wie dem so genannten Burnout oder depressiver Erkrankungen. Um den Teufelskreis von verst\u00e4rkten vergeblichen Anstrengungen zu durchbrechen, muss neben die Sorge f\u00fcr die anderen in Familie und Beruf gleichberechtigt die Sorge f\u00fcr sich selbst treten. Nur so kann sich eine ausreichende Lebenszufriedenheit entwickeln&#8221;, sagt Christa Leiendecker, Psychologische Psychotherapeutin aus Frankfurt und Mitglied der Jury, die die studentischen Preistr\u00e4ger ausgew\u00e4hlt hat.<\/p>\n<p>Lebenszufriedenheit ist nicht nur eine pers\u00f6nliche Befindlichkeit, sondern auch ein wichtiger Faktor zum Erhalt der seelischen Gesundheit. Auch die TK-Umfrage zeigt: Ein lebendiges abwechslungsreiches Privatleben als guter Ausgleich f\u00fcr hohe Leistungsanforderungen und Stress steigert die Zufriedenheit.<\/p>\n<p>&#8220;Bei Stress ist es immer 5 vor 12&#8221;, sagt Professor Klaus Hesse. &#8220;Der Gewinnerentwurf von Sophia Preu\u00dfner und die Entw\u00fcrfe der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs zeigen so passgenau wie eindringlich, dass viele von uns ein Leben am Limit f\u00fchren. Die Zeit l\u00e4sst sich zwar nicht stoppen, aber \u00f6fter mal innezuhalten ist ein erster wichtiger Schritt, Stress vorzubeugen oder abzubauen. Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Wettbewerb zu diesem brisanten Thema, das uns alle betrifft, mit der Techniker Krankenkasse kooperieren konnten und \u00fcber die qualit\u00e4tvollen Plakate unserer Studierenden.&#8221;<br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Die Preistr\u00e4ger des Plakatwettbewerbs<\/strong><br \/>\nPreistr\u00e4ger<br \/>\nMotiv<br \/>\n1. Preis<br \/>\nSophia Preu\u00dfner<br \/>\n&#8220;5 vor 12&#8221;<br \/>\n2. Preis<br \/>\nMartin D\u00f6rr<br \/>\n&#8220;Mit Pillen chillen&#8221;<br \/>\n3. Preis<br \/>\nXi Luo und<br \/>\nFabian Sollinger<br \/>\n&#8220;Tastatur&#8221; (Xi Luo) und<br \/>\n&#8220;Stress bew\u00e4ltigen&#8221; (Fabian Sollinger)<br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Zum Hintergrund<\/strong><br \/>\nIm Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im September 2013 bev\u00f6lkerungsrepr\u00e4sentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland und in einer erg\u00e4nzenden Stichprobe weitere 200 Personen aus Hessen zur Stresslage befragt. Der Studienband &#8220;Bleib locker, Deutschland!&#8221; ist unter www.tk.de (Webcode 590190) ver\u00f6ffentlicht. Dort gibt es auch Infografiken und Pressefotos zu den Themen Stress und Entspannung (Webcode 590254). Die TK unterst\u00fctzt Arbeitgeber und Berufst\u00e4tige im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements beim Thema Stressbew\u00e4ltigung. Weitere Angebote der TK sind Online-Coaches sowie Kurse und Seminare zur Entspannung, Stressbew\u00e4ltigung und Burn-out-Pr\u00e4vention. Betroffene k\u00f6nnen zudem telefonischen Rat beim TK-\u00c4rztezentrum einholen. Mehr Informationen zum Thema Stressbew\u00e4ltigung gibt es unter www.tk.de (Webcode 573984).<\/p>\n<p>Die Hochschule f\u00fcr Gestaltung (HfG) Offenbach, an der 600 angehende Gestalter und K\u00fcnstler studieren, zeichnet sich durch gro\u00dfe Offenheit aus: Kunst, Medien und Design werden gleichberechtigt gelehrt und miteinander entwickelt. Dabei geht es auch um das Zusammenwirken von Theorie und Gestaltung, Experiment und Produkt, neuer und alter Bilderzeugungstechniken. Der zehnsemestrige Diplomstudiengang ist in zwei Fachbereichen m\u00f6glich: Visuelle Kommunikation (mit den vier Fachrichtungen Kommunikationsdesign, Medien, Kunst und B\u00fchnenbild) und Produktgestaltung. Neben einem zweisemestrigen projektbezogenen Aufbaustudium bietet die HfG zudem seit 2010 f\u00fcr Absolventen aus den Bereichen Kunst, Design, Medien oder den darauf bezogenen Wissenschaften eine Promotionsm\u00f6glichkeit zum Dr. phil. nach einem besonderen \u2013 Praxis und Theorie verschr\u00e4nkenden \u2013 Modell an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt am Main \/ Offenbach am Main. Zwei von drei Menschen (65 Prozent) in Hessen empfinden ihr Leben als stressig. Jeder Vierte (25 Prozent) steht sogar unter Dauerdruck. Und der Pegel steigt: Mehr als jeder Zweite hat das Gef\u00fchl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden ist. 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