{"id":117575,"date":"2013-12-06T00:09:00","date_gmt":"2013-12-06T00:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=117575"},"modified":"2013-12-05T15:25:01","modified_gmt":"2013-12-05T15:25:01","slug":"fahren-im-handwerk-keine-angst-vor-kontrollen-infoveranstaltung-der-qualifizierungsoffensive-im-itz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=117575","title":{"rendered":"Fahren im Handwerk \u2013 keine Angst vor Kontrollen &#8211; Infoveranstaltung der Qualifizierungsoffensive im ITZ"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_117576\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Gruppenbild-mit-Dame.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-117576\" class=\"size-full wp-image-117576\" alt=\"Die Akteure des Abends (von links): Roger Gli\u00dfner, Harald Hahner, Ralf G\u00e4rtner, Monika L\u00f6ffler-Friedrich, Heinz-Werner Schade und Alexander Klemm.\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Gruppenbild-mit-Dame.jpg\" width=\"560\" height=\"357\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-117576\" class=\"wp-caption-text\">Die Akteure des Abends (von links): Roger Gli\u00dfner, Harald Hahner, Ralf G\u00e4rtner, Monika L\u00f6ffler-Friedrich, Heinz-Werner Schade und Alexander Klemm.<\/p><\/div>\n<p>Fulda. Unternehmer oder Fahrer \u2013 wer tr\u00e4gt die Verantwortung\u00c2\u00a0 in Sachen Ladungssicherung und bei betriebliche Kontrollen?\u00c2\u00a0 Aus erster Hand konnten sich jetzt mehr als 150 Handwerksmeister, Unternehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte aus Handwerksbetrieben im Rahmen einer kostenfreien Informationsveranstaltung zum Thema \u201eFahren im Handwerk\u201c informieren. Im Namen der Qualifizierungsoffensive des Landkreises Fulda begr\u00fc\u00dfte die Qualifizierungsbeauftragte Monika L\u00f6ffler-Friedrich die Teilnehmer. Die Moderatorin des Abends freute sich, dass es gelungen sei, vier hochkar\u00e4tige Experten zu gewinnen.<!--more--><\/p>\n<p><b>300 Unf\u00e4lle mit Kleintransportern<\/b><\/p>\n<p>Kurzweilig und kompetent gaben Polizeioberkommissar Roger Gli\u00dfner vom regionalen Verkehrsdienst Fulda und Ralf G\u00e4rtner vom Bildungs- und Beratungsunternehmen KGF-Service in Eichenzell einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Fragen der Ladungssicherung. Im Landkreis Fulda waren laut Gli\u00dfner in den Jahren 2010 bis 2012 mehr als 300 Kleintransporter bis 7,5 Tonnen zul\u00e4ssiges Gesamtgewicht, die typischen Handwerkerfahrzeuge, in Unf\u00e4lle verwickelt, in zwei Drittel der F\u00e4lle sogar als Unfallverursacher. Das Zauberwort bei der Ladungssicherheit, so der Oberkommissar weiter, laute \u201erutschhemmende Materialien\u201c. Mit Antirutschmatten h\u00e4tten schon \u00fcber die H\u00e4lfte der von der Polizei festgestellten Verst\u00f6\u00dfe gegen die Landungssicherung vermieden werden k\u00f6nnen. \u201eWir kontrollieren nur die Einhaltung der Gesetze, legen aber nicht fest, wie die Ladungssicherung technisch zu erfolgen hat\u201c. Das liegt nach den Worten von Ralf G\u00e4rtner letztlich in der Verantwortung aller Personen, die direkt oder indirekt mit der Verladung und dem Transport befasst sind. Also nicht nur der Fahrer sondern auch der Verlader und der Halter m\u00fcssten bei Verst\u00f6\u00dfen mit erheblichen Bu\u00dfgeldern und Punkten im Flensburger Zentralregister rechnen. Anhand von Fallbeispielen schilderten die Experten die Folgen falscher Ladungssicherung auf und zeigten L\u00f6sungsans\u00e4tze auf.<\/p>\n<p><b>Ausnahme Handwerkerregel<\/b><\/p>\n<p>Wann m\u00fcssen Handwerker in ihren Fahrzeugen einen Fahrtenschreiber benutzen und wann sind sie im Rahmen der sogenannten Handwerkerregelung davon befreit? Diese kniffligen Fragen beantworteten Heinz-Werner Schade vom Regierungspr\u00e4sidium Kassel und Alexander Klemm vom KGF-Service in Eichenzell. Immer wieder werden Handwerker wegen des Versto\u00dfes gegen die Aufzeichnungspflicht zur Kasse gebeten. Die Strafen sind saftig und liegen nicht selten bei mehreren Tausend Euro. Generell brauchen Handwerker in ihren Kleintransportern oder PKWs mit einem zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen keinen Fahrtenschreiber. Im Rahmen der Handwerkerregel sind diese n\u00e4mlich beim Transport von Material, Ausr\u00fcstung und Maschinen, die der Handwerker f\u00fcr seine T\u00e4tigkeit ben\u00f6tigt, befreit. Es sei denn, die \u00fcberwiegende T\u00e4tigkeit bestehe im Fahren. Dies sei im Allgemeinen bei Anfahrtszeiten von mehr als vier Stunden der Fall. Heinz-Werner Schade empfiehlt in diesem Fall einen Fahrerwechsel.<\/p>\n<p><b>Fahrtenschreiber: Verst\u00f6\u00dfe sind teuer<\/b><\/p>\n<p>Knifflig wird es nach den Worten von Alexander Klemm dann, wenn die PKWs oder Kleintransporter mit Anh\u00e4nger betrieben werden und so das zul\u00e4ssige Gesamtgewicht des Gespanns 3,5 Tonnen \u00fcberschreite. Im Bereich zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zul\u00e4ssiges Gesamtgewicht gelte die Handwerkerregel nur f\u00fcr einen Radius von 50 Kilometern um den Firmensitz, gemessen an der jeweiligen Ortsgrenze. Wird diese Fahrtstrecke auch nur einmal \u00fcberschritten, muss das Fahrzeug \u00fcber einen Fahrtenschreiber verf\u00fcgen. Ist dies nicht der Fall, sind bei einer Kontrolle sofort 1500 Euro Bu\u00dfgeld f\u00e4llig. Im Rahmen einer lebhaften Diskussion betonten die Experten, dass bei Fahrzeugkontrollen, die letzten 28 Tage anhand des Fahrtenschreibers l\u00fcckenlos dokumentiert werden m\u00fcssen. F\u00fcr jeden 24-Stunden-Zeitraum, der nicht belegt werden k\u00f6nne, werde ein Bu\u00dfgeld von 250 Euro f\u00e4llig. F\u00fcr jeden Tag, an dem das Kontrollger\u00e4t nicht ordnungsgem\u00e4\u00df betrieben worden sei, gar ein Bu\u00dfgeld von 750 Euro. F\u00fcr Handwerkerfahrzeuge \u00fcber 7,5 Tonnen g\u00e4be es keine Ausnahmeregelungen.<\/p>\n<p><b>Qualifizierungsoffensive ist Wirtschaftsf\u00f6rderung<\/b><\/p>\n<p>Nach dieser F\u00fclle der Informationen, Vorschriften und Paragraphen betonte Monika L\u00f6ffler-Friedrich, sei es wichtig, das Geh\u00f6rte aus Sicht des eigenen Unternehmens zu bewerten, um den Handlungsbedarf zu ermitteln. Die darauf\u00c2\u00a0 folgenden systematischen Aktionen und der damit verbundene Aufwand k\u00f6nnten somit in Grenzen gehalten werden. Die Qualifizierungsbeauftragten des Landkreises Fulda, Monika-L\u00f6ffler Friedrich und Harald Hahner zeigten sich erfreut \u00fcber die gro\u00dfe Resonanz auf die Informationsveranstaltung. Die Qualifizierungsoffensive im ITZ-Fulda ist als Teil der Wirtschaftsf\u00f6rderung mit speziellem Fokus auf der Fachkr\u00e4ftesicherung von kleinen und mittleren Unternehmen im Landkreis Fulda. Das Serviceangebot der Unternehmensberatung im Auftrag des hessischen Wirtschaftsministeriums reiche von der Kompetenzermittlung \u00fcber die betriebliche Qualifizierungsberatung und das F\u00f6rdermittelmanagement bis zur betrieblichen Gesundheitsf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Unternehmer oder Fahrer \u2013 wer tr\u00e4gt die Verantwortung\u00c2\u00a0 in Sachen Ladungssicherung und bei betriebliche Kontrollen?\u00c2\u00a0 Aus erster Hand konnten sich jetzt mehr als 150 Handwerksmeister, Unternehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte aus Handwerksbetrieben im Rahmen einer kostenfreien Informationsveranstaltung zum Thema \u201eFahren im Handwerk\u201c informieren. 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