{"id":117230,"date":"2013-11-27T00:11:11","date_gmt":"2013-11-27T00:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=117230"},"modified":"2013-11-29T08:04:16","modified_gmt":"2013-11-29T08:04:16","slug":"kkv-nicht-die-hoehe-der-managerverguetung-ist-das-problem-sondern-die-fehlende-haftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=117230","title":{"rendered":"KKV: \u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Essen. \u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung bei schuldhaftem Handeln.\u201c Mit diesen Worten schaltet sich Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, in die aktuelle Diskussion um die Deckelung von Managergeh\u00e4ltern ein. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcsste auch die H\u00f6he der Verg\u00fctungen f\u00fcr Manager in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zur Leistung und Qualifikation der F\u00fchrungskraft und zur Entlohnung der Mitarbeiter des Unternehmens stehen. <!--more--><\/p>\n<p>Hier\u00fcber habe aber nicht der Staat zu entscheiden, sondern in einer Sozialen Marktwirtschaft der Eigent\u00fcmer und letztlich der Markt. Von daher begr\u00fc\u00dft der KKV auch die Entscheidung der Union und SPD, die vorgesehene Begrenzung der Managergeh\u00e4lter im Koalitionsvertrag zu streichen. Im \u00dcbrigen w\u00e4re schon viel gewonnen, \u201ewenn sich die Angeh\u00f6rigen eines Unternehmens bewusst w\u00e4ren, dass die Gemeinschaft, innerhalb derer sie t\u00e4tig sind, ein Gut f\u00fcr alle und keine Struktur darstellt, die ausschlie\u00dflich dazu da ist, die pers\u00f6nlichen Interessen Einzelner zu befriedigen\u201c wie es in Zif. 339 des \u201eKompendiums der Soziallehre der Kirche\u201c formuliert ist.<\/p>\n<p>Auch wenn es in der \u00d6ffentlichkeit gut ankomme, wenn eine gesetzliche Begrenzung der Managerverg\u00fctung gefordert w\u00fcrde, so wenig sei eine solche Deckelung geeignet, f\u00fcr ein Mehr an Gerechtigkeit zu sorgen. \u201eNach welchen Kriterien soll diese Begrenzung denn erfolgen? Und warum soll sich eine H\u00f6chstgrenze auf Manager beschr\u00e4nken?\u201c, so der KKV-Bundesvorsitzende. Wer bei Vorstandsgeh\u00e4ltern eine Regulierung fordere, m\u00fcsse dies dann konsequenterweise auch f\u00fcr Spitzenverdiener im Sport- und Unterhaltungsbereich und anderen Bereichen umsetzen.<\/p>\n<p>Und weil der Vorrang der Marktfreiheit vor der staatlichen Reglementierung ebenfalls zur sozialen Gerechtigkeit geh\u00f6re, wie es Prof. Dr. Elmar Nass formuliert habe, m\u00fcssten Mechanismen und Besteuerungssysteme gefunden werden, die zum Einen die Geh\u00e4lter nicht ins Uferlose wachsen lie\u00dfen. Gleichzeitig m\u00fcsste es aber auch klare Regeln geben, in welchen F\u00e4llen und in welcher H\u00f6he Manager f\u00fcr selbstverschuldete Verluste mit ihrem Privatverm\u00f6gen haften m\u00fcssten. Keinesfalls d\u00fcrften Vertr\u00e4ge so gestaltet sein, dass verantwortungslose Manager noch mit einem \u201egoldenen Handschlag\u201c bei vorzeitigem Ausscheiden verabschiedet w\u00fcrden, obwohl sie gro\u00dfe Teile des Firmenverm\u00f6gens in den Sand gesetzt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 90 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923 \u2013 0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Essen. \u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung bei schuldhaftem Handeln.\u201c Mit diesen Worten schaltet sich Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, in die aktuelle Diskussion um die Deckelung von Managergeh\u00e4ltern ein. 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