{"id":117169,"date":"2013-11-28T00:15:05","date_gmt":"2013-11-28T00:15:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=117169"},"modified":"2013-11-28T07:14:45","modified_gmt":"2013-11-28T07:14:45","slug":"axa-kindersicherheitsreport-eltern-schaetzen-gefaehrdung-von-kindern-falsch-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=117169","title":{"rendered":"AXA Kindersicherheitsreport: Eltern sch\u00e4tzen Gef\u00e4hrdung von Kindern falsch ein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/131128_Hand_in_Hand.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-117170\" alt=\"131128_Hand_in_Hand\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/131128_Hand_in_Hand-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/131128_Hand_in_Hand-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/131128_Hand_in_Hand.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Berlin. Wo drohen Kindern aus Sicht von Eltern und P\u00e4dagogen die gr\u00f6\u00dften Gefahren? Was sind ihrer Meinung nach die h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Unf\u00e4lle? Und stimmt die subjektive Wahrnehmung mit der Realit\u00e4t \u00fcberein? AXA stellte in einer Pressekonferenz in Berlin gemeinsam mit der BAG und dem Meinungsforschungsinstitut forsa die Ergebnisse des ersten AXA Kindersicherheitsreports vor. Dieser beleuchtet Kindersicherheit sowohl unter physischen als auch unter psychischen Aspekten.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Eltern untersch\u00e4tzen Unfallgefahren im Haushalt. Stra\u00dfenverkehr dominiert die Wahrnehmung.<\/strong><\/p>\n<p>Mit 79 Prozent sehen Eltern im Stra\u00dfenverkehr den gef\u00e4hrlichsten Ort f\u00fcr ihre Kinder. Aber nur 10 Prozent sehen eine starke Gef\u00e4hrdung durch Unf\u00e4lle zu Hause. Unfallstatistiken belegen, dass sie mit dieser Einsch\u00e4tzung falsch liegen. Gerade bei Kleinkindern spielen Unf\u00e4lle im Haushalt eine gro\u00dfe Rolle. Die Zahl der Unf\u00e4lle in der eigenen Wohnung ist in den ersten Lebensjahren zehnmal so hoch wie im Stra\u00dfenverkehr. Hier besteht also eine deutliche Diskrepanz zwischen subjektiv gef\u00fchlter Sicherheit zu Hause und objektiver Unfallgefahr. Erzieher und Lehrer sch\u00e4tzen die Unfallgefahr auf der Stra\u00dfe \u00e4hnlich hoch ein, f\u00fcr 43 Prozent der P\u00e4dagogen steht allerdings das Zuhause der Kinder nach Internet und Medien (56 Prozent) bereits an dritter Stelle der gef\u00e4hrlichen Orte.<\/p>\n<p><strong>P\u00e4dagogen sehen \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Medienkonsum und ungesunde Ern\u00e4hrung als wahrscheinlichste Gef\u00e4hrdungen an.<\/strong><\/p>\n<p>Werden Eltern gefragt, f\u00fcr wie wahrscheinlich sie das Eintreten einzelner Risiken halten, liegen Schnittwunden und Quetschungen (61 Prozent) sowie St\u00fcrze (51 Prozent) vorne. Das entspricht durchaus den Tatsachen: St\u00fcrze stellen nach offiziellen Statistiken mehr als die H\u00e4lfte aller behandlungsbed\u00fcrftigen Unf\u00e4lle dar. Im Unterschied zu den Eltern sehen Erzieher und Lehrer allerdings eine ganze Reihe weiterer Gef\u00e4hrdungen als sehr wahrscheinlich an. Dazu geh\u00f6ren vor allem \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Medienkonsum (71 Prozent), ungesunde Ern\u00e4hrung (65 Prozent) sowie Gewaltdarstellungen in Internet und Fernsehen (59 Prozent). Auch Ausgrenzung, Beleidigungen und Dem\u00fctigungen halten die P\u00e4dagogen f\u00fcr deutlich wahrscheinlicher als die Eltern (57 gegen\u00fcber 31 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Erzieher und Lehrer legen mehr Wert auf eine kindersichere Umgebung als Eltern.<\/strong><\/p>\n<p>Drei von vier P\u00e4dagogen (74 Prozent) versuchen, die Umgebung der von ihnen betreuten Kinder so sicher zu machen, dass Unf\u00e4lle gar nicht erst passieren. Unter den Eltern gibt dies nur knapp die H\u00e4lfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dieses Ergebnis \u00fcberrascht, denn im Vergleich zu den Erziehern und Lehrern haben etwa dreimal mehr Eltern Bedenken, dass ihrem Kind etwas zusto\u00dfen k\u00f6nnte (12 gegen\u00fcber 34 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Schikane unter Kindern ist bereits an der Grundschule weit verbreitet.<\/strong><\/p>\n<p>Der AXA Kindersicherheitsreport 2013 zeigt auch, dass Ausgrenzung, Beleidigungen und Dem\u00fctigungen unter Kindern heute leider zum Alltag geh\u00f6ren. Schon im Grundschulalter ist nach Aussage der Eltern fast jedes dritte Kind von Schikane durch andere Kinder betroffen. Zudem hat fast jeder Lehrer (94 Prozent) mit den Themen Ausgrenzung, Beleidigungen und Dem\u00fctigungen bereits zu tun gehabt. F\u00fcr etwa jeden dritten Lehrer (30 Prozent) ist es sogar eine allt\u00e4gliche Erfahrung.<\/p>\n<p>Zugleich f\u00fchlt sich aber nur gut ein Drittel der Lehrer (36 Prozent) gut oder sehr gut dazu informiert oder ausgebildet. Zwei von drei Lehrern (65 Prozent) sind der Meinung, dass Schulen Hilfe von au\u00dfen ben\u00f6tigen, um entsprechende Konflikte unter Sch\u00fclern zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><strong>P\u00e4dagogen beurteilen Erziehung der Eltern in vielen Punkten kritisch.<\/strong><\/p>\n<p>In vielen Punkten \u00e4u\u00dfern sich Erzieher und Lehrer kritisch \u00fcber die Erziehung der Eltern: So stimmen 79 Prozent von ihnen der Aussage \u201evoll und ganz\u201c oder \u201eeher\u201c zu, dass Eltern ihren Kindern heutzutage oft zu viel durchgehen lassen und nicht mehr so stark auf die Umgangsformen ihrer Kinder achten wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Knapp drei Viertel (72 Prozent) der P\u00e4dagogen beklagen zudem, dass es vielen Eltern schwerf\u00e4llt, Kritik von P\u00e4dagogen in Bezug auf ihre Kinder anzunehmen. Etwa die H\u00e4lfte der befragten Erzieher und Lehrer (48 Prozent) gehen davon aus, dass der Gro\u00dfteil der von ihnen betreuten Kinder eine besch\u00fctzte Kindheit mit guter Erziehung und F\u00f6rderung erlebt.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit durch Aufkl\u00e4rung: Gemeinsames Ziel von AXA und BAG<\/strong><\/p>\n<p>AXA Deutschland m\u00f6chte seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und dazu beitragen, dass Kinder in Deutschland sicher aufwachsen. Dazu hat der Versicherungskonzern die AXA Kindersicherheitsinitiative ins Leben gerufen. \u201eSicherheit beginnt mit dem Wissen \u00fcber Risiken. Wir wollen uns daf\u00fcr einsetzen, dass Eltern und Kinder Risiken kennen, verstehen und bewusst mit ihnen umgehen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der AXA Konzern AG die Philosophie der Initiative.<\/p>\n<p>\u201eDer AXA Kindersicherheitsreport ist zugleich Startschuss und Wegweiser f\u00fcr unser weiteres Engagement. Die Erkenntnisse helfen dabei, Eltern f\u00fcr die untersch\u00e4tzten Gefahren zu sensibilisieren\u201c, so Dr. Buberl.<\/p>\n<p>Fachlich begleitet wurde die Studie von der BAG, der f\u00fchrenden Dachorganisation in Fragen der Unfallverh\u00fctung und Kooperationspartner von AXA. Etwa 200.000 Kinder werden j\u00e4hrlich wegen einer Verletzung station\u00e4r im Krankenhaus behandelt. Allein im Jahr 2011 starben 244 Kinder unter 15 Jahren an den Folgen eines Unfalls. \u201eDer AXA Kindersicherheitsreport gibt uns wertvolle Einblicke in die Einsch\u00e4tzungen von Eltern und P\u00e4dagogen. Er zeigt uns, dass Unfallgefahren h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt werden\u201c, sagt\u00c2\u00a0 Dr. Stefanie M\u00e4rzheuser, Pr\u00e4sidentin der BAG. \u201eGerade Unf\u00e4lle sind eine sehr nachvollziehbare Gefahr, die wir mit konkreten Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen\u201c, erg\u00e4nzt Dr. M\u00e4rzheuser.<\/p>\n<p><strong>Methodik<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den AXA Kindersicherheitsreport hat das Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen Ende August und Anfang September 2013 rund 1.100 Eltern von Kindern unter 18 Jahren sowie 341 Erzieher und Lehrer befragt. Dieser quantitativen Befragung ging eine qualitative Phase mit Gruppendiskussionen und Interviews voraus. Hier nahmen neben Eltern, Erziehern und Lehrern auch Kinder teil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Berlin. Wo drohen Kindern aus Sicht von Eltern und P\u00e4dagogen die gr\u00f6\u00dften Gefahren? 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