{"id":116673,"date":"2013-11-15T00:14:56","date_gmt":"2013-11-15T00:14:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=116673"},"modified":"2013-11-14T14:54:03","modified_gmt":"2013-11-14T14:54:03","slug":"land-vergibt-zum-zweiten-mal-den-hessischen-gesundheitspreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=116673","title":{"rendered":"Land vergibt zum zweiten Mal den Hessischen Gesundheitspreis"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden. Der Hessische Gesundheitspreis wurde am Donnerstag an drei herausragende Projekte verliehen, die einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung in Hessen leisten. Der Hessische Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner ehrte jeweils ein Projekt in den Bereichen \u201eGesund Aufwachsen\u201c, Gesund Leben\u201c und \u201eGesund Altern\u201c, die sich f\u00fcr die Gesundheit der hessischen Bev\u00f6lkerung einsetzen. \u201eGute Gesundheit und der Erhalt von Lebensqualit\u00e4t sind zentrale Voraussetzungen f\u00fcr alle privaten Aktivit\u00e4ten und Pl\u00e4ne, ob im Beruf, in der Familie oder in der Freizeit. Neue Herausforderungen in der medizinischen Versorgung und die Ver\u00e4nderungen durch den demographischen Wandel erfordern ein Umdenken bei allen an der Gesundheitsversorgung Beteiligten, bei den Patientinnen und Patienten, aber auch in Politik und Gesellschaft\u201c, betont Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner. <!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie ausgezeichneten Projekte haben Vorbildcharakter f\u00fcr weitere Unternehmungen in der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung, \u201cso Gr\u00fcttner. Insgesamt waren 96 Projektvorschl\u00e4ge f\u00fcr den Gesundheitspreis form- und fristgerecht eingegangen. 25 Projekte waren insgesamt nominiert aus denen die diesj\u00e4hrigen Gewinner ermittelt wurden.<br \/>\nDie drei Gewinner: Bereich \u201eGesund Aufwachsen\u201c: &#8220;Verr\u00fcckt? Na und!&#8221; Seelisch fit in Schule und Ausbildung\u201c der Diakonie Lahn Dill und der Barmer GEK. Lehrer und Eltern sp\u00fcren immer st\u00e4rker, dass der schulische Lernerfolg durch psychische Beeintr\u00e4chtigungen der Sch\u00fcler gef\u00e4hrdet ist. Zunehmend mehr Kinder und Jugendliche k\u00f6nnen mit den Chancen und Risiken, die das Aufwachsen heute mit sich bringt, nicht angemessen umgehen. Sie sind damit mehr oder weniger \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Psychische Gesundheit zu erhalten und zu f\u00f6rdern sowie psychische Erkrankungen zu verh\u00fcten wird zu einer zentralen Aufgabe einer guten gesunden Schule. Denn nur ein gutes Schulklima bietet psychische und physische Sicherheit f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrer.<\/p>\n<p>Das Schulprojekt \u201eVerr\u00fcckt? Na und!\u201c f\u00f6rdert und unterst\u00fctzt diesen innovativen Ansatz, indem es Jugendliche f\u00fcr psychische Gesundheit sensibilisiert, zur Pr\u00e4vention beitr\u00e4gt und f\u00fcr Offenheit, Verst\u00e4ndnis und Toleranz gegen\u00fcber Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen sowie in zwischenmenschlichen Beziehungen wirbt. Zugleich ermutigt es Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen, selbstbewusst an der Gesellschaft teilzuhaben. Kern des Schulprojekts ist die direkte Begegnung zwischen Sch\u00fclern und Menschen, die psychische Krankheit erfahren haben.<br \/>\nKontakt unter: www.diakonie-lahn-dill.de und www.barmer-gek.de<\/p>\n<p><strong>Weitere nominierte Projekte in der engeren Auswahl der Jury im Bereich \u201eGesund Aufwachsen\u201c waren diese 8 Projekte:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der aid-Ern\u00e4hrungsf\u00fchrerschein in Grundschulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universit\u00e4tsstadt Marburg, Fachbereich Gesundheit des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Marburg<\/li>\n<li>Das ganzheitliche Pr\u00e4ventionsprogramm KIKS UP, Bad Nauheim<\/li>\n<li>Lehrerfortbildung &#8220;Beweg Dich, Schule!&#8221; von Klasse 1-13, AOK Die Gesundheitskasse in Hessen, Bad Homburg<\/li>\n<li>Hilfe-f\u00fcr-Fritz, Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Bernhard Stier, Butzbach<\/li>\n<li>Das Marburger Modell &#8211; Ein Konzept zur zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe, Landkreis Marburg-Biedenkopf und ZMK Marburg, Marburg<\/li>\n<li>gesundekids &#8211; fit f\u00fcrs Leben, gesundekids eg, Wiesbaden<\/li>\n<li>Die Balance des eigenen gesunden K\u00f6rperbewusstseins von Kind an finden, Kita Frankfurt, 60313 Frankfurt<\/li>\n<li>Auf dem Weg zur gesundheitsf\u00f6rdernden Schule, Grundschule Garbenheim, Wetzlar<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bereich \u201eGesund Bleiben\u201c: &#8220;Azubi Gesundheit. Gesundheitskompetenz f\u00fcr Auszubildende&#8221; des Instituts f\u00fcr Gesundheitsf\u00f6rderung und \u2013forschung in Dillenburg. Azubifit ist ein flexibles und erprobtes Programm zur Gesundheitsbildung von Auszubildenden. Dabei wird die Gesundheitskompetenz von Auszubildenden nachhaltig verbessert. Der Grundansatz ist hierbei klar umrissen und kausal angelegt: Gesundheit f\u00fchrt zu Leistung &#8211; f\u00fchrt zu Erfolg.\u00c2\u00a0 Bereits 1992 wurde Azubifit von der Internationalen Vereinigung f\u00fcr Soziale Sicherheit [IVSS] f\u00fcr seinen innovativen Gehalt und seine Umsetzungsperspektiven ausgezeichnet. Seitdem wurde es an \u00fcber 15.000 Auszubildenden erprobt und stetig weiterentwickelt. Das Azubifit-Programm enth\u00e4lt Module zu einer breiten Palette gesundheitlicher Themen, die flexibel kombiniert werden k\u00f6nnen. Weitere Informationen unter www.azubi-gesundheit.de<\/p>\n<p><strong>Weitere nominierte Bewerbungen in der engeren Auswahl der Jury im Bereich \u201eGesund Bleiben\u201c waren diese 3 ebenfalls sehr gut bewerteten Projekte:<\/strong><br \/>\n<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&#8220;Train to Job&#8221;- Eine arbeitsmarktintegrative Gesundheitsf\u00f6rderung, Werkstatt Frankfurt e.V., Frankfurt am Main<\/li>\n<li>Kassel bewegt Kulturen, Landessportbund Hessen e.V., Kassel<\/li>\n<li>Gemeinsam Fit &#8211; Bewegung, Ern\u00e4hrung, Arbeit, Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises gGmbH, Hanau<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bereich \u201eGesund Altern\u201c: &#8220;GRIPS \u2013 kompetent im Alter&#8221; des Seniorenreferats der Evangelischen Kirche in Kassel<br \/>\nBei GRIPS handelt es sich um ein Angebot, mit dem \u00e4lteren Menschen m\u00f6glichst wohnortnah Gelegenheit erhalten, in einem \u00fcberschaubaren Kreis von bis zu zw\u00f6lf Personen Ged\u00e4chtnis, Konzentrationsverm\u00f6gen, Beweglichkeit und Gleichgewicht zu trainieren. Gleichzeitig soll die Gruppe einen Rahmen bieten, Kontakte zu kn\u00fcpfen, Alltagsfragen zu er\u00f6rtern und damit an Lebensqualit\u00e4t zu gewinnen. Das von der Stadt Kassel 2007\/2008 dank einer EU-F\u00f6rderung modellhaft entwickelte Projekt wird seither in gemeinsamer Verantwortung des Referats f\u00fcr Altenhilfe des Sozialamtes und des Seniorenreferat der Evangelischen Kirche Kassel fortgef\u00fchrt. Inzwischen konnten \u00fcber 50 Grips-Trainerinnen und -Trainer ausgebildet werden, die stadtweit \u2013 meist in Zweierteams \u2013 \u00fcber zwanzig GRIPS-Gruppen leiten. Weitere Informationen www.ekik.de<\/p>\n<p><strong>Weitere nominierte Projekte in der engeren Auswahl der Jury im Bereich \u201eGesund Altern\u201c waren 4 Projekte:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hitzetelefon Sonnenschirm, Gesundheitsamt Kassel, Kassel<\/li>\n<li>Frankfurter Netzwerk &#8220;Aktiv bis 100&#8221;, Hessischer Turnverband e.V., Frankfurt<\/li>\n<li>Hanauer Aktivteam, Landessportbund Hessen e.V., Frankfurt<\/li>\n<li>Besuchs- und Begleitungsdienst mit Hund, Malteser Hilfsdienst e.V., Limburg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sind die innovativen Projekte, die Wege zum gesunden Leben aufzeigen, aber auch die St\u00e4rkung von Gesundheitsressourcen in den Lebenswelten der Menschen erm\u00f6glichen. Damit steigern sie die individuelle Gesundheit, die Lebensfreude und Lebensqualit\u00e4t des Einzelnen. Die Preistr\u00e4ger erhielten neben einer Urkunde jeweils 2.000 Euro.<br \/>\nDer heutigen Ehrung im Landtag war eine Vielzahl von Bewerbungen unterschiedlichster Projekte in der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung vorausgegangen.<\/p>\n<p>Die Ausschreibung zum Gesundheitspreis 2013 machte deutlich, dass es viele gute Projekte im Land Hessen gibt, die zur Steigerung der Gesundheit und Lebensqualit\u00e4t des Einzelnen beitragen. Sie geben ein weites Spektrum an Engagement wieder, angefangen in den Kinder- und Jugendbereichen \u00fcber die Arbeitswelt, Vereine und Krankenkassen bis hin zur Kommune. Der acht k\u00f6pfigen Jury aus den Bereichen der Wissenschaft und des Gesundheitswesens hatten es die eingegangenen Bewerbungen nicht leicht gemacht. Die Jury des Hessischen Gesundheitspreises setzt sich im Jahr 2013 aus Pers\u00f6nlichkeiten zusammen, die professionelle Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten zusammen, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Krankenversicherung, Gesundheitsdiensten und Verwaltung.<\/p>\n<p>Dr. med. H. Ernst, Gesundheitsamt Landkreis Fulda<br \/>\nProf. Dr. Volker Beck, Hochschule Darmstadt<br \/>\nProf. Dr. Dr. Winfried Banzer, Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t<br \/>\nDr. med. Harald Herholz, Kassen\u00e4rztliche Vereinigung Hessen<br \/>\nDieter Schulenberg, (HAGE) Hessische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Gesundheitserziehung e.V.<br \/>\nDetlef Lamm, AOK Hessen<br \/>\nDr. Catharina Maulbecker-Armstrong, Hessisches Sozialministerium<br \/>\nProf. Dr. Kathrin Kohlenberg-M\u00fcller, Hochschule Fulda<\/p>\n<p>Alle Projekte sind \u00fcber den Hessischen Projekt-Atlas einsehbar und k\u00f6nnen \u00fcber www.adressen-in-hessen.de eingesehen werden. Der Hessische Gesundheitspreis wird j\u00e4hrlich vom Hessischen Sozialministerium ausgelobt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.gesundleben-gesundbleiben.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Der Hessische Gesundheitspreis wurde am Donnerstag an drei herausragende Projekte verliehen, die einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung in Hessen leisten. 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