{"id":116634,"date":"2013-11-14T09:10:19","date_gmt":"2013-11-14T09:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=116634"},"modified":"2013-11-14T09:10:19","modified_gmt":"2013-11-14T09:10:19","slug":"strompreise-steigen-um-staatliche-anteile-und-netzentgelte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=116634","title":{"rendered":"Strompreise steigen um staatliche Anteile und Netzentgelte"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Steigende Kosten durch die F\u00f6rderung von \u00d6kostrom, den Ausbau der Netze und die weitgehenden Ausnahmeregelungen f\u00fcr die stromverbrauchende Industrie werden 2014 in Deutschland f\u00fcr steigende Strompreise und Netznutzungsentgelte sorgen. Die Rh\u00f6nEnergie Fulda muss diese Preisbestandteile in ihrer Stromsparte weitergeben. Die Preise f\u00fcr Gas, Trinkwasser und Fernw\u00e4rme des Versorgers bleiben jedoch stabil. Auch der Anstieg der Netzentgelte konnte ged\u00e4mpft werden.<!--more--><\/p>\n<p>Mit der Preisanpassung tr\u00e4gt die Rh\u00f6nEnergie Fulda insbesondere der steigenden\u00c2\u00a0 staatlichen Umlage zur F\u00f6rderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) und den steigenden Netznutzungsentgelten Rechnung. \u201eUnter dem Strich mussten wir unsere Kalkulation anpassen und die an uns weitergew\u00e4lzten Umlagen und Entgelte weitergeben\u201c, erkl\u00e4rte der Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, G\u00fcnter Bury. 2014 betr\u00e4gt der Anteil der Steuern und Umlagen am Strompreis der Rh\u00f6nEnergie 0,79 Cent pro Kilowattstunde. Die Netzentgelte steigen um 0,54 Cent pro Kilowattstunde. Zum 1. Januar 2014 wird die Rh\u00f6nEnergie Fulda ihre allgemeinen Strompreise daher in der Grundversorgung und in den Wahltarifen um 1,33 Cent pro Kilowattstunde anheben m\u00fcssen. Alle Erdgastarife des Versorgers bleiben jedoch stabil.<\/p>\n<p><b>\u201eEigenanteil\u201c der Rh\u00f6nEnergie Fulda steigt nicht<\/b><\/p>\n<p>\u201eDer Preisbestandteil Steuern sowie staatliche Abgaben und Umlagen machen inzwischen etwa die H\u00e4lfte des Strompreises f\u00fcr Haushaltskunden aus\u201c, so Rh\u00f6nEnergie-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Heun. Einen ma\u00dfgeblichen Anteil daran hat die staatlich vorgegebene Umlage zur F\u00f6rderung Erneuerbarer Energien (EEG-Umlage), die 2014 von 5,277 auf 6,240 Cent pro Kilowattstunde steigen wird \u2013 das sind etwas \u00fcber 18 Prozent. \u201eDiese Preisbestandteile sind f\u00fcr uns ein durchlaufender Posten\u201c, erl\u00e4utert Heun. \u201eJeder Versorger muss sie zu 100 Prozent an den Staat oder den Netzbetreiber entrichten\u201c. Die Rh\u00f6nEnergie behalte davon nichts f\u00fcr sich zur\u00fcck. \u201eEtwa zwei Drittel des Strompreises k\u00f6nnen von uns faktisch nicht beeinflusst werden.\u201c Der von der Rh\u00f6nEnergie Fulda selbst beeinflussbare Anteil des Strompreises, also der Kostenblock Stromeinkauf, Vertrieb und Service, ist seit Jahren nahezu konstant geblieben und ver\u00e4ndert sich auch im Vergleich zu 2013 nicht. \u201eSolides Wirtschaften f\u00fcr unsere Kunden hei\u00dft f\u00fcr uns, dass wir Strom nicht ausschlie\u00dflich am Terminmarkt einkaufen, sondern in unserer Kalkulation \u00fcber mehrere Jahre hin verl\u00e4sslich Strom aus unterschiedlichen Quellen mit zum Teil l\u00e4ngeren Liefervertr\u00e4gen beschaffen. So k\u00f6nnen wir den Energieanteil am Strompreis stabil halten\u201c, erkl\u00e4rt Bury.<\/p>\n<p><b>Mehrkosten f\u00fcr den Ausbau der Verteilnetze<\/b><\/p>\n<p>Auch die Kosten f\u00fcr die regionalen Stromnetze, die so genannten Verteilnetze, steigen: Aufgrund der Einspeisung aus immer mehr erneuerbaren Quellen m\u00fcssen sie massiv aus- und umgebaut werden. Diese wachsenden Netzkosten sind je nach Region unterschiedlich und machen sich in steigenden Netzentgelten bemerkbar, die ein Bestandteil des Strompreises sind. Im kommenden Jahr werden diese Entgelte beim vorgelagerten Netzbetreiber TenneT TSO GmbH um etwa 40 Prozent erh\u00f6ht. Der nachgelagerte Netzbetreiber der TenneT ist in Osthessen die E.ON Netz GmbH. Sie erh\u00f6ht ihre Netznutzungsentgelte in 2014, abh\u00e4ngig von den Benutzungsstunden, um 5 bis 15 Prozent. Diese Preisver\u00e4nderungen werden von den vorgelagerten Netzbetreibern auf die Netzgesellschaft der Rh\u00f6nEnergie, die OsthessenNetz GmbH, weitergew\u00e4lzt. Das Unternehmen konnte die H\u00f6he dieser massiven Erh\u00f6hung d\u00e4mpfen, musste aber unsere Netznutzungsentgelte neu kalkulieren: Deswegen steigen die Netzentgelte von 5,36 auf 5,90 Cent netto pro Kilowattstunde. Bury: \u201eDie Grundpreise und die Preise f\u00fcr Abrechnung und den Messstellenbetrieb, die ebenfalls einen Bestandteil des Netznutzungsentgeltes darstellen, bleiben bei uns aber konstant.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Fragen und Informationen rund um Strompreise, Tarifberatung und Energieeffizienz nimmt das Versorgungsunternehmen aus Fulda gern pers\u00f6nlich in seinem Kundenzentrum in der Bahnhofstra\u00dfe, in den Servicestellen Schl\u00fcchtern und Bad Soden-Salm\u00fcnster sowie telefonisch unter der 0661-12 100 entgegen. Auch per E-Mail stehen die Kundenberater und Energieexperten unter <a href=\"mailto:info@re-fd.de\">info@re-fd.de<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Steigende Kosten durch die F\u00f6rderung von \u00d6kostrom, den Ausbau der Netze und die weitgehenden Ausnahmeregelungen f\u00fcr die stromverbrauchende Industrie werden 2014 in Deutschland f\u00fcr steigende Strompreise und Netznutzungsentgelte sorgen. Die Rh\u00f6nEnergie Fulda muss diese Preisbestandteile in ihrer Stromsparte weitergeben. Die Preise f\u00fcr Gas, Trinkwasser und Fernw\u00e4rme des Versorgers bleiben jedoch stabil. 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