{"id":116181,"date":"2013-11-04T07:22:43","date_gmt":"2013-11-04T07:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=116181"},"modified":"2013-11-04T07:22:43","modified_gmt":"2013-11-04T07:22:43","slug":"tag-der-heimat-2013-des-bdv-kreisverbandes-wolfhagen-in-zierenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=116181","title":{"rendered":"Tag der Heimat 2013 des BdV-Kreisverbandes Wolfhagen in Zierenberg"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_116182\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2013_10_30_TdHKVWolfhagen2.DSC_4471.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-116182\" class=\"size-thumbnail wp-image-116182\" alt=\"Nach der Festrede zum Tag der Heimat von links: Kreisbeigeordneter Wilfried Wehnes, stellvertretender BdV-Kreisvorsitzender Gerhard Stumpe, BdV-Kreisvorsitzender Stefan Podlaha, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon und B\u00fcrgermeister Stefan Denn\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2013_10_30_TdHKVWolfhagen2.DSC_4471-265x177.jpg\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2013_10_30_TdHKVWolfhagen2.DSC_4471-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2013_10_30_TdHKVWolfhagen2.DSC_4471.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-116182\" class=\"wp-caption-text\">Nach der Festrede zum Tag der Heimat von links: Kreisbeigeordneter Wilfried Wehnes, stellvertretender BdV-Kreisvorsitzender Gerhard Stumpe, BdV-Kreisvorsitzender Stefan Podlaha, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon und B\u00fcrgermeister Stefan Denn<\/p><\/div>\n<p>Zierenberg. Die vielen dezentralen Veranstaltungen der Orts-, Kreis-, Bezirks- und Landesverb\u00e4nde des Bundes der Vertriebenen richteten sich nicht nur an die Vertriebenen und ihre Nachkommen, sondern auch an diejenigen, denen Flucht und Vertreibung erspart geblieben seien. \u201eSie wollen daran erinnern, dass die Ost-, Sudeten- und S\u00fcdostdeutschen f\u00fcr den von allen Deutschen gemeinsam verlorenen Krieg ein au\u00dferordentliches Sonderopfer zu erbringen hatten, ohne mehr oder weniger f\u00fcr den Krieg verantwortlich gewesen zu sein als ihre mittel- und westdeutschen Landsleute\u201c, betonte die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf beim Tag der Heimat 2013 des BdV-Kreisverbandes Wolfhagen in Zierenberg. Sie bekundete ihre Verbundenheit mit den Heimatvertriebenen und \u00fcberbrachte die Gr\u00fc\u00dfe von Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier und von Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner.<!--more--><\/p>\n<p>In ihrer Festrede ging die Landesbeauftragte auf das Leitwort des Tages der Heimat \u201eUnser Kulturerbe \u2013 Reichtum und Auftrag\u201c ein und erinnerte daran, dass es unsere Aufgabe sei, das kulturelle Erbe der Vertreibungsgebiete zu erhalten, es auch in der Zukunft zu pflegen und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Dieser Auftrag sei in \u00c2\u00a7 96 des Bundesvertriebenengesetzes niedergelegt.<\/p>\n<p>Zum bundesweiten Tag der Heimat 2013 habe Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier in seinem schriftlichen Gru\u00dfwort darauf hingewiesen, \u201edass viele Menschen einst unter dramatischen Umst\u00e4nden ihre Heimat verloren haben. Mit unerm\u00fcdlichem Einsatz und festem Willen ist es ihnen gelungen, in Hessen nicht nur eine neue Heimat zu finden, sondern diese auch aktiv mitzugestalten. Ihre Wille zur Integration und die gemeinsamen Anstrengungen f\u00fcr Freiheit und Demokratie haben unser Land zu dem gemacht, was es heute ist. Heimat bedeutet auch Verantwortung. Denn nur wer seine Herkunft und seine Vergangenheit kennt, kann auch die Zukunft erfolgreich gestalten. Daher ist es besonders wichtig, dieses Wissen f\u00fcr nachfolgende Generationen zu bewahren und weiterzugeben\u201c.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6re zur deutschen Geschichte, dass die Heimatvertriebenen als heimatbewusste Menschen \u00fcber Grenzen hinweg Verbindungen geschaffen h\u00e4tten. Es seien doch vorwiegend die Heimatvertriebenen, die die Kontakte \u00fcber die Grenzen hinweg pflegten, die jedes Jahr zu Tausenden in die alte Heimat f\u00fchren \u2013 selten mit leeren H\u00e4nden. Oft br\u00e4chten sie finanzielle Unterst\u00fctzung zum Wiederaufbau von Geb\u00e4uden, Kirchen und Denkm\u00e4lern mit. \u201eDamit sind sie zu Br\u00fcckenbauern geworden\u201c, betonte Frau Ziegler-Raschdorf.<\/p>\n<p>Die Heimatvertriebenen seien sozusagen die Kronzeugen daf\u00fcr, dass Heimat ein Grundbed\u00fcrfnis eines jeden Menschen sei. Zwar sei sie jedem nach Herkunft oder Abstammung gegeben. Doch die Geschichte kenne viele Beispiele daf\u00fcr, dass Menschen ihrer Heimat gewaltsam beraubt, dass sie unter Zur\u00fccklassung von Hab und Gut vertrieben wurden, bis ihnen nicht mehr viel blieb als ihre Traditionen, Br\u00e4uche und Erinnerungen.<\/p>\n<p>\u201eDen Vertriebenen wurde das Menschenrecht auf Heimat genommen. Sie haben diese schmerzliche Erfahrung durchlitten. Vorangegangenes Unrecht wurde mit neuem Unrecht vergolten. Umso bemerkenswerter finde ich, wie die Vertriebenen von Beginn an auf Auss\u00f6hnung und Zusammenarbeit gesetzt haben. Auf ein friedliches, freies und demokratisches Europa der V\u00f6lker. Mit der Charta der Heimatvertriebenen sind die Vertriebenen den Pfad der Verst\u00e4ndigung und Vers\u00f6hnung weiter gegangen. Sie haben mit anderen den Weg bereitet f\u00fcr eine bessere Zukunft, f\u00fcr ein gemeinsames Europa in Frieden\u201c, so die Landesbeauftragte.<\/p>\n<p>Professor Dr. Manfred Kittel von der Bundesstiftung, \u201eFlucht, Vertreibung, Vers\u00f6hnung\u201c habe in seinem Vortrag zum landesweiten Tag der Heimat 2013 zurecht beklagt, \u201edass wir seit Beginn der 1970er und 1980er Jahre eine Geschichtsvergessenheit in unserem Land feststellen, die stellenweise Z\u00fcge einer `Vertreibung der Vertriebenen` angenommen hat. Selbst die mitteldeutschen Regionen der damaligen DDR waren nicht wenigen Westdeutschen seinerzeit aus dem Blick geraten. Und f\u00fcr die Ostprovinzen Preu\u00dfens, die 1945 faktisch an Polen und Sowjetrussland verloren gingen, galt dies erst recht\u201c.<\/p>\n<p>Frau Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf ging in ihrer Rede auch auf die Leistungen der Hessischen Landesregierung in dem Politikfeld Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler ein. Die Hessische Landesregierung habe seit dem Krieg in diesem Aufgabenbereich zahlreiche Gremien und Funktion geschaffen, die sich bis heute bew\u00e4hrt h\u00e4tten und Garant f\u00fcr eine erfolgreiche Vertriebenen- und Aussiedlerpolitik geworden seien. Daneben gebe es eine Reihe von Kalenderdaten im Jahreslauf, die wichtige wiederkehrende Ankerpunkte f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis seien und sicher stellten, Geschichte in Erinnerung zu rufen und wachzuhalten.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang nannte sie das Neujahrsgespr\u00e4ch mit dem Ministerpr\u00e4sidenten, den \u201eTag der Vertriebenen\u201c beim Hessentag und den landesweiten Tag der Heimat im Biebricher Schloss in Wiesbaden. Desweiteren ging sie auf den Hessischen Preis \u201eFlucht, Vertreibung, Eingliederung\u201c, den neugeschaffenen landesweiten Gedenktag f\u00fcr die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation und die hessischen Bem\u00fchungen bei der Eintragung der Geburtsorte von Vertriebenen in amtlichen Dokumenten ein. Im Bereich Sp\u00e4taussiedler f\u00fchrte sie die enge Zusammenarbeit mit den Verb\u00e4nden und Organisationen der Sp\u00e4taussiedler, das Nachqualifizierungsprojekt f\u00fcr arbeitslose Lehrerinnen und Lehrer, die Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit dem 250. Jahrestag der Ver\u00f6ffentlichung des Einladungsmanifestes von Zarin Katharina II. sowie die Erleichterungen bei der Familienzusammenf\u00fchrung von Sp\u00e4taussiedlern durch die Novellierung des Bundesvertriebenengesetzes auf, die ein weiterer Beweis f\u00fcr den Erfolg der aktiven hessischen Aussiedlerpolitik seien.<\/p>\n<p>\u201eDie Hessische Landesregierung hat die Heimatvertriebenen wieder dorthin zur\u00fcckgeholt, wo sie hingeh\u00f6ren, n\u00e4mlich in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft. Die Landesregierung steht zu den Leistungen der Heimatvertriebenen in unserem Land. Wir sind der festen \u00dcberzeugung, dass es lohnt, an die Leistungen der Vergangenheit um der Zukunft Willen zu erinnern und diese Arbeit auch weiterhin fortzusetzen\u201c, so Frau Ziegler-Raschdorf. Sie dankte abschlie\u00dfend dem BdV-Kreisverband Wolfhagen daf\u00fcr, dass er sich mit aller Kraft f\u00fcr Auss\u00f6hnung und Verst\u00e4ndigung eingesetzt habe. Stellvertretend f\u00fcr viele Engagierte hob sie den Kreisverbandsvorsitzenden, Herrn Stefan Podlaha in besonderer Weise hervor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zierenberg. 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