{"id":115751,"date":"2013-10-24T00:15:48","date_gmt":"2013-10-24T00:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=115751"},"modified":"2013-10-23T16:31:34","modified_gmt":"2013-10-23T16:31:34","slug":"die-umweltbildungsstation-lurchi-huette-am-buchschirm-bei-hilders-diente-urspruenglich-als-unterkunft-fuer-den-gemeindehirten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=115751","title":{"rendered":"Die Umweltbildungsstation \u201eLurchi-H\u00fctte\u201c am Buchschirm bei Hilders diente urspr\u00fcnglich als Unterkunft f\u00fcr den Gemeindehirten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_115752\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/469-Luchti-H\u00fctte.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-115752\" class=\"size-thumbnail wp-image-115752\" alt=\"640 Meter hoch liegt die Umweltbildungsstation Lurchi-H\u00fctte am Hilderser Buchschirm und bietet einen herrlichen Ausblick in die hessische und th\u00fcringische Rh\u00f6n. Die Lage ihres Vereinsheims sch\u00e4tzen auch der Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Hilders, Wolfgang Etzel (r.), und der NABU-Aktive Norbert B\u00fcttner.                              Foto: Limpert \" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/469-Luchti-H\u00fctte-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-115752\" class=\"wp-caption-text\">640 Meter hoch liegt die Umweltbildungsstation Lurchi-H\u00fctte am Hilderser Buchschirm und bietet einen herrlichen Ausblick in die hessische und th\u00fcringische Rh\u00f6n. Die Lage ihres Vereinsheims sch\u00e4tzen auch der Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Hilders, Wolfgang Etzel (r.), und der NABU-Aktive Norbert B\u00fcttner. Foto: Limpert<\/p><\/div>\n<p>Hilders. Keine Frage: \u201eLurchi-H\u00fctte\u201c als Name passt zu einer Umweltbildungsstation in NABU-Besitz. Geh\u00f6ren Amphibien doch zu den Arten, um deren Schutz sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) besonders bem\u00fcht. Doch die Hilderser \u201eLurchi-H\u00fctte\u201c ist tats\u00e4chlich nach jenem schwarz-gelben Feuersalamander benannt, den viele spontan als erstes mit der Comic-Werbefigur einer Schuhmarke verbinden.<b> <\/b><\/p>\n<p>\u201eDie Bezeichnung besa\u00df die H\u00fctte bereits, als es den NABU-Ortsverein Hilders noch gar nicht gab\u201c, erz\u00e4hlt der Vorsitzende Wolfgang Etzel. Der Name sei folgenden Ursprungs: Ein Mitglied des Hilderser Gemeindevorstands, das sich um 1950 ganz besonders f\u00fcr eine feste Unterkunft f\u00fcr den Viehhirten auf dem Buchschirm stark gemacht habe, sei Inhaber eines Schuhgesch\u00e4fts gewesen. Dabei ist nicht \u00fcberliefert, ob der Kommunalpolitiker den Hirten mit \u201eLurchi-Heften\u201c als Lekt\u00fcre zum Zeitvertreib versorgte, nachdem das H\u00e4uschen 1955 gebaut war. Zehn Jahre lang diente es zur Weidezeit dem Viehhirten als Unterkunft. Danach wurde die H\u00fctte noch ab und zu von der Gemeindeverwaltung an \u201eSommerfrischler\u201c vermietet. Auch erinnert sich mancher an rauschende Partys, die dort au\u00dferhalb des Ortes und fern des Alltags 640 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel im wahrsten Sinne des Wortes \u201estiegen\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>2001 begann der NABU-Ortsverein Hilders damit, das heruntergekommene H\u00e4uschen wieder instand zu setzen. Zwar war das Gel\u00e4nde rundherum inzwischen zur Kernzone im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n (BRR) ernannt worden, doch gab es einen Bestandsschutz f\u00fcr das Geb\u00e4ude. \u201eWir haben nichts ver\u00e4ndert, sondern nur repariert und das Dach neu gemacht\u201c, beschreibt Wolfgang Etzel. Nach drei Jahren, rund 800 Stunden gemeinn\u00fctziger Arbeit sowie finanzieller Unterst\u00fctzung der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda und des Biosph\u00e4renreservats war die Sanierung beendet: Wie ehedem besteht die Lurchi-H\u00fctte aus einem Raum mit Tisch, B\u00e4nken sowie einem Holzofen und dar\u00fcber einer kleinen Galerie, auf der etwa vier Personen gem\u00fctlich \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Nur die Tier- und Pflanzenplakate au\u00dfen verweisen darauf, dass aus der ehemaligen Hirtenh\u00fctte eine \u201eUmweltbildungsstation\u201c geworden ist.<\/p>\n<p>\u201eHier laufen die F\u00e4den zusammen\u201c, formuliert Wolfgang Etzel und denkt dabei an die monatlichen Treffen aller NABU-Mitglieder aus der Gro\u00dfgemeinde Hilders, die sich auf dem Buchschirm \u00fcber ihre Naturbeobachtungen austauschen. Jedes Jahr am 1. Mai l\u00e4dt der NABU Hilders zu einem Tag der Offenen T\u00fcr an die Lurchi-H\u00fctte ein. Wenn die j\u00e4hrliche Birkwild-Z\u00e4hlung in der Langen Rh\u00f6n stattfindet, brechen die Teilnehmer nach einer kurzen Nacht in der H\u00fctte morgens um vier Uhr von dort auf.\u00c2\u00a0 Auch die hessische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n nutzt die R\u00e4umlichkeit, beispielsweise f\u00fcr Veranstaltungen der Ranger. Manchmal wird es international: Schon dreimal hat Ewald Sauer Studierenden des Studiengangs Eco-Management der Freiburger Universit\u00e4t gemeinsame Projekte des Biosph\u00e4renreservats und der Hilderser NABU-Gruppe vorgestellt. Bestandteil der Exkursionen war jedes Mal auch der Besuch des Buchschirms mit seiner Umweltbildungsstation. Dieser lohnt sich allein schon der herrlichen Aussicht wegen: Der Blick reicht bis in die th\u00fcringische Rh\u00f6n, ins Ulstertal, zur Milseburg und Wasserkuppe.<\/p>\n<p>Ansonsten h\u00e4ndigt H\u00fcttenwart Franz Herget allen interessierten Mitgliedern der Hilderser NABU-Ortsgruppe den H\u00fcttenschl\u00fcssel aus. Eltern wandern mit ihren Kindern dorthin, machen Lagerfeuer und \u00fcbernachten oder Familienfeste finden statt \u2013 das ist dann fast wie zu fr\u00fcheren Partyzeiten.<\/p>\n<p>Etzel legt Wert darauf, dass H\u00fctte und Gel\u00e4nde jedoch nicht von jedermann gemietet werden k\u00f6nnen. So wie es Lurchis Aufgabe war, Kunden in Schuhh\u00e4user zu locken, hofft der langj\u00e4hrige Vorsitzende, dass er mit der H\u00fctte \u201eals Bonbon\u201c Mitglieder f\u00fcr den NABU werben kann. Eine weitere Gemeinsamkeit gibt es: Genau wie in den Lurchi-Heften (dort in Gestalt des Dorfb\u00fcttels Unkerich) kommt bei Hilders &#8211; dank des Einsatzes der Natursch\u00fctzer &#8211; die \u00e4u\u00dferst seltene Gelbbauchunke vor. Auch der \u00fcbliche Schlusssatz aus den Comics wirkt wie auf den NABU zugeschnitten: \u201eLange schallt\u00e2\u20ac\u2122s im Walde noch: Salamander lebe hoch!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders. Keine Frage: \u201eLurchi-H\u00fctte\u201c als Name passt zu einer Umweltbildungsstation in NABU-Besitz. Geh\u00f6ren Amphibien doch zu den Arten, um deren Schutz sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) besonders bem\u00fcht. Doch die Hilderser \u201eLurchi-H\u00fctte\u201c ist tats\u00e4chlich nach jenem schwarz-gelben Feuersalamander benannt, den viele spontan als erstes mit der Comic-Werbefigur einer Schuhmarke verbinden. \u201eDie Bezeichnung besa\u00df die H\u00fctte &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,53,52],"tags":[],"class_list":["post-115751","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-bildung","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=115751"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115753,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/115751\/revisions\/115753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=115751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=115751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=115751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}