{"id":115393,"date":"2013-10-17T00:10:37","date_gmt":"2013-10-17T00:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=115393"},"modified":"2013-10-17T19:28:41","modified_gmt":"2013-10-17T19:28:41","slug":"denkmalgeschuetztes-fachwerkhaus-im-ortskern-wurde-von-familie-klose-aufwaendig-restauriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=115393","title":{"rendered":"Denkmalgesch\u00fctztes Fachwerkhaus im Ortskern wurde von Familie Klose aufw\u00e4ndig restauriert"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-115394\" alt=\"461-Fachwerkhaus Mackenzell\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/461-Fachwerkhaus-Mackenzell.jpg\" width=\"560\" height=\"410\" \/><\/p>\n<p>H\u00fcnfeld. Mitten im Ortskern von Mackenzell steht ein altes Bauernhaus, das den Hausnamen \u201eSpiegels\u201c tr\u00e4gt. Das denkmalgesch\u00fctzte Fachwerkgeb\u00e4ude befindet sich im Besitz von Barbara und Bernd Klose, die das um 1800 erbaute Haus aufw\u00e4ndig restauriert haben.<!--more--><b> <\/b><\/p>\n<p>Wo fr\u00fcher Pferdebesitzer auf den Beschlag ihrer Tiere warteten, stehen heute die Autos der Besitzer unter Dach. Neben dem Wohnhaus betrieb der ehemalige Besitzer Wilhelm Spiegel vor dem Zweiten Weltkrieg seine Schmiede. Im Jahr 1950 erwarb der Gro\u00dfvater von Barbara Klose das Haus von Paul Spiegel, dem Sohn des Schmiedemeisters. \u201eMeine Gro\u00dfeltern waren direkte Nachbarn der Spiegels und brauchten mehr Platz. So kauften sie das Anwesen mit Haus, Scheune und Schmiede\u201c, wei\u00df Barbara Klose von alten Erz\u00e4hlungen ihrer Eltern zu berichten. Sie selbst hat gemeinsam mit ihrer Schwester Christina ihre Kindheit hier in Mackenzell verbracht und erinnert sich noch gut an die erste Sanierungswelle Anfang der achtziger Jahre, die ihre Eltern Martha und Horst Grosch mit Hilfe von Verwandten und Freunden selbst durchgef\u00fchrt haben. \u201eWir haben tagelang alten Bauschutt wegger\u00e4umt\u201c, sagt sie schmunzelnd. Damals wurde das Haus mit dunklen Fenstern im alpenl\u00e4ndischen Stil versehen und die alten Nachtspeicher\u00f6fen wurden entsorgt.<\/p>\n<p>Als die Eltern das Haus an Tochter Barbara und Schwiegersohn Bernd \u00fcbergaben, war erneut die Zeit gekommen, Haus und Grundst\u00fcck einer genauen Inspektion zu unterziehen. Dabei kamen diverse Besch\u00e4digungen zu Tage. \u201eDer etwa um 1900 angebaute Teil wurde mit weichen Nadelh\u00f6lzern und nicht mit robuster Eiche wie der Rest des Hauses gefertigt\u201c, erz\u00e4hlt Bernd Klose. \u201eDer gesamte Giebel war marode und musste erneuert werden.\u201c<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung von Uli Th\u00fcmmler, der ein Ingenieurb\u00fcro f\u00fcr Holzbau und Bauwerkserhaltung in der Herrenm\u00fchle in Mackenzell betreibt, wurde der Plan ausget\u00fcftelt, das schmucke Anwesen unter Denkmalschutz stellen zu lassen. \u201eDie \u00dcberraschung war ziemlich gro\u00df, als wir erfuhren, dass das Haus schon l\u00e4ngst unter Denkmalschutz stand\u201c, erinnert sich Bernd Klose. Mit Hilfe des Bauingenieurs aus der Nachbarschaft, der auch die Bauleitung f\u00fcr das Projekt \u00fcbernahm, wurden die wenig passenden dunklen Fenster ausgebaut, das Fachwerk in gro\u00dfen Teilen freigelegt, Gefache mit Lehmziegeln erneuert sowie der Innenbereich mit Kalkputzen versehen, und immer wieder recherchierten die Kloses, wie der Urzustand des Hauses ausgesehen haben mochte.<\/p>\n<p>\u201eLeider konnten wir die Ursprungsfenster mit den kleinen Oberlichtern nicht wiederherstellen. Bei der modernen Dreifachverglasung h\u00e4tte man da keine Glasfl\u00e4che mehr gehabt und somit nat\u00fcrlich auch kein Licht\u201c, erkl\u00e4rt der Bauherr. \u00c4rger mit der Denkmalschutzbeh\u00f6rde beim Landkreis hatten die Kloses nie \u2013 \u201eganz im Gegenteil, wir haben immer aus eigenem Antrieb und Interesse die gleichen W\u00fcnsche und Ideen gehabt wie der Denkmalschutz und sind prima miteinander ausgekommen\u201c, sagt Klose. \u00dcber ein Jahr hat allein die Sanierung der Geb\u00e4udeh\u00fclle gedauert, den Innenbereich haben die Kloses in Eigenleistung ausgebaut. Altes wurde erhalten und mit Neuem erg\u00e4nzt. Lediglich der alte Kachelofen im Innern ist nur noch Zierde. Im Zuge der Restaurierung haben die Besitzer eine Gasheizung eingebaut, \u201edamit das Haus \u00fcberall gleichm\u00e4\u00dfig warm ist\u201c.<\/p>\n<p>Mit viel Liebe zum Detail und mittels historischer Belege haben die Kloses ein wahres Schmuckst\u00fcck vergangener Tage wieder aufleben lassen und sich ein Refugium geschaffen, schlie\u00dflich soll das Haus im Familienbesitz bleiben. Der siebzehnj\u00e4hrige Sohn Benedikt f\u00fchlt sich im denkmalgesch\u00fctzten, historisch belegten 34. Haus in Mackenzell genauso wohl wie seine Eltern, und \u201edie n\u00e4chste Sanierung muss ohnehin unser Sohn zahlen\u201c, sagt Vater Bernd mit einem Augenzwinkern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. Mitten im Ortskern von Mackenzell steht ein altes Bauernhaus, das den Hausnamen \u201eSpiegels\u201c tr\u00e4gt. 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