{"id":114614,"date":"2013-09-28T06:49:35","date_gmt":"2013-09-28T06:49:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=114614"},"modified":"2013-09-28T06:49:35","modified_gmt":"2013-09-28T06:49:35","slug":"schueler-erkennen-soziales-leben-gelingt-auch-ohne-smartphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=114614","title":{"rendered":"Sch\u00fcler erkennen: Soziales Leben gelingt auch ohne Smartphone!"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Unter dem Motto &#8220;Eine Woche ohne Handy\u201c haben sich die Sch\u00fcler der Klasse 8a der Wernher-von-Braun-Schule in Neuhof freiwillig von ihrer sozialen Au\u00dfenwelt abgeschnitten. Zumindest f\u00fchlte es sich f\u00fcr manche Kids so an. Vom 22. bis 27. September blieben die Mobiltelefone in der Schule unter Verschluss. Die Projektwoche geh\u00f6rte zu der Veranstaltungsreihe \u201eNetz mit W\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 b-Fehlern?\u00c2\u00ae\u201c, welche von der Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention der Diakonie Fulda organisiert und von der Hessischen Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen (HLS) und der Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen unterst\u00fctzt wird.<!--more--><\/p>\n<p>Obwohl die Kinder anfangs dachten, der Einschnitt in ihr soziales Leben w\u00fcrde betr\u00e4chtlich werden, wagten es alle 22 Realsch\u00fcler, in dieser Zeit auf ihr Handy oder Smartphone, ihre Apps und ihre Kurznachrichten zu verzichten. Ihre Erfahrungen haben die Jugendlichen nun gemeinsam mit ihren Freunden, Familien, Klassenkameraden und Lehrern ausgetauscht und dokumentiert. An einem abschlie\u00dfenden Projekttag beschrieben die Sch\u00fcler ihren handyfreien Alltag und reflektierten, wie sich ihr Leben ohne ihr Mobiltelefon ver\u00e4ndert hat. &#8220;Wir waren gespannt, wie es den Jugendlichen ergangen ist. Das Suchtpotenzial, das in der Nutzung der Smartphones steckt, ist ja nicht zu leugnen&#8221;, sagt Steve Steinberger, Pr\u00e4ventionsberater der TK in Hessen.<\/p>\n<p>Medienp\u00e4dagoge Felix Rudolph-von Niebelsch\u00fctz von dem Verein &#8220;Menschen und Medien e.V.&#8221; erm\u00f6glichte den Sch\u00fclern nun am abschlie\u00dfenden Projekttag, ihre Berichte zu pr\u00e4sentieren und zu diskutieren. Dabei wurden Fotostorys mit den Kids produziert und in Kleingruppen haben die Sch\u00fcler ihre Erfahrungen der \u201eHandyabstinenz\u201c reflektiert. Daraus haben sie vier fiktive Kurzgeschichten entwickelt, die dann direkt als Fotocomics umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Und hier kamen die positiven Aspekte der Neuen Medien zum Tragen: Mit digitalen Fotoapparaten und der Software \u201eComic-Life\u201c wurden die fertigen Fotostorys bei der Abschlusspr\u00e4sentation gezeigt und dem Nachwuchs die Erinnerungen als gebundenes Fotobuch mitgegeben. Nun stellt sich aber auch die Frage, welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen sie aus ihren Erfahrungen ziehen. Schlie\u00dflich ist das Smartphone f\u00fcr viele Jugendliche heute eigentlich das Schl\u00fcsselmedium zu deren sozialen Kontakten. In der Tat konnte ein Sch\u00fcler in dieser Woche wegen des fehlenden Telefons einmal eine Verabredung nicht einhalten und den wartenden Freund nicht informieren. Auch empfanden es die Kids als schade, dass sie bestimmte Momente nicht auf einem Foto festhalten und keine Musik h\u00f6ren konnten. Einmal musste das Mittagessen ausfallen, weil es einem Sch\u00fcler nicht m\u00f6glich war, sich Essen zu bestellen. Am Ende zogen die Jugendlichen aber ein interessantes Fazit: Eine Woche ohne Handy? Halb so schlimm! Das Smartphone wurde weniger vermisst, als die meisten gedacht h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Unter dem Motto &#8220;Eine Woche ohne Handy\u201c haben sich die Sch\u00fcler der Klasse 8a der Wernher-von-Braun-Schule in Neuhof freiwillig von ihrer sozialen Au\u00dfenwelt abgeschnitten. Zumindest f\u00fchlte es sich f\u00fcr manche Kids so an. Vom 22. bis 27. September blieben die Mobiltelefone in der Schule unter Verschluss. 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