{"id":113438,"date":"2013-09-02T05:48:17","date_gmt":"2013-09-02T05:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=113438"},"modified":"2013-09-02T06:04:18","modified_gmt":"2013-09-02T06:04:18","slug":"antoniusbildstock-neu-in-rommerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=113438","title":{"rendered":"Antoniusbildstock neu in Rommerz"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-113439\" alt=\"PICT2520\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PICT2520-265x198.jpg\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PICT2520-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/PICT2520.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Rommerz. \u201eBildst\u00f6cke sind Fingerzeige nach oben\u201c, sagte Weihbischof Karlheinz Diez im Rahmen einer Ausstellung zu Bildst\u00f6cken vor einigen Jahren in Rommerz. Nun ist ein neuer Fingerzeig nach Oben in ganz anderer Art errichtet worden. Werner Gutheil, Di\u00f6zesanseelsorger f\u00fcr Trauernde im Bistum Fulda hat es sich seit gut zehn\u00c2\u00a0 Jahren zur Aufgabe gemacht einfache Standbilder dieser Art zu errichten. So konnte er in diesem Jahr einen Gottesdienst am Bildstock mit 12 Heiligenfiguren in der Roseggerstra\u00dfe 3 feiern und dabei den neuen Bildstock zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua errichten. <!--more--><\/p>\n<p>Diesmal ist es nur eine Hauptfigur, die an einem vorhandenen Baumstumpf, der bis vor wenigen Jahren noch als M\u00e4dchenhaarkiefer gut 30 Jahre in den Himmel ragte. Er wurde von seinem Vater gepflanzt, musste aber aus Sicherheitsgr\u00fcnden umgemacht werden. So blieben gut drei Meter stehen, die nun von einem Metalldach mit einem Windaufsatz, der die Himmelsrichtungen anzeigt, gesch\u00fctzt wird. Darunter ist die Heiligenfigur, der Heilige Antonius von Padua, unter einem kleinen steinernen Dach, ebenfalls gesch\u00fctzt unter einer Glashaube und getragen von einem Steinsockel. Seitlich sind noch zwei Lampen angebracht, die die \u201eOpferkerzen\u201c f\u00fcr den Heiligen tragen. Umrankt ist der Bildstock von einer Gr\u00fcnpflanze. Er steht im Garten des Stifters Lessingsstra\u00dfe 8 und ist leider nur auf Anfrage hin zug\u00e4nglich, kann aber von der Grundst\u00fccksgrenze eingesehen werden.<\/p>\n<p>\u201eDer Heilige Antonius ist jener Heilige, der dann angerufen wird, wenn man etwas verloren hat,\u201c sagt Gutheil, und meint dazu, dass er diesen oft brauche, weil er in Gedanken so manches verlegen w\u00fcrde. Er ist aber zugleich der Heilige, der dann gebraucht wird, wenn man etwas sucht. Suchen ist eine der zentralen Aufgaben des Menschen. Wir suchen nicht nur verlorene Dinge, sondern wir suchen im Grund immer den Sinn des Lebens, meint er und zielt auf die Grundhaltung des Menschen ab.<\/p>\n<p>\u201eDer Heilige Antonius ist gerade bei den S\u00fcdl\u00e4ndern sehr verehrt und wird im Zusammenhang mit Krankheiten und dem Tod von Menschen von Italienern gesch\u00e4tzt, die ihn mit Kerzenopfern und Geldspenden f\u00fcr ihre Belange vereinnahmen wollen,\u201c meint Gutheil. Ob er sich vereinnahmen l\u00e4sst, sei dahingestellt, wichtiger ist, dass er uns hilft den gegangenen Weg nochmals zu \u00fcberdenken und deshalb die verlegten Dinge zu finden. Deshalb glaube er selbst, dass der Heilige uns nicht nur bei verlorenen Gegenst\u00e4nden, sondern final das Ziel unseres Lebens im R\u00fcckblick auf dieses zu entdecken.<\/p>\n<p>Warum er diesmal Holz als Tr\u00e4germaterial genommen hat, beantwortet Gutheil mit dem Hinweis: \u201eWir sind sehr schnell dabei f\u00fcr uns unn\u00fctze Dinge zu entsorgen. B\u00e4ume geh\u00f6ren leider auch dazu.\u201c Grunds\u00e4tzlich will er mit dieser Aktion einen Baumstumpf als Grundstock f\u00fcr etwas Neues zu nutzen zeigen, dass man in die Zukunft auch scheinbar nutzloses aus der Vergangenheit mit einbeziehen kann. Viele kleine Aktionen wollen darauf aufmerksam machen, so die B\u00fccherboxaktion der Trauerarbeit im Bistum Fulda, bei der B\u00fccher aus Nachl\u00e4ssen verschenkt werden, um zu zeigen.<\/p>\n<p>Gutheil bedauert, dass der handwerklich, anders als sein Vater, nicht so begabt ist. Er hat aber in Reiner und Peter von Keitz zwei Handwerker gefunden, mit denen er seine Ideen zu Bildst\u00f6cken verwirklichen lassen kann. Die aus Fulda \u2013 Hamerz stammenden Metall und Kunstschmiede haben bereits allein in Rommerz f\u00fcnf Bildst\u00f6cke, Figuren und Brunnen errichtet. \u201eDiese Handwerker helfen mir Fingerzeige nach Oben zu errichten.\u201c Auf deren Ausstellungsfl\u00e4che sind verschiedene Bildst\u00f6cke und Motive ausgestellt, die in Variationen immer wieder neue Wegzeichen erstellen kann.\u00c2\u00a0 Derzeit ist eine Kreuzigungsgruppe in Vorbereitung, die Gutheil \u2013mit Hilfe der beiden Handwerker- ebenfalls an einem Baumstumpf einer Blautanne in seinem Garten errichten. \u201eWir brauchen zeichenhafte Beispiele, damit wir unseren Weg durchs Leben gehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rommerz. \u201eBildst\u00f6cke sind Fingerzeige nach oben\u201c, sagte Weihbischof Karlheinz Diez im Rahmen einer Ausstellung zu Bildst\u00f6cken vor einigen Jahren in Rommerz. 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