{"id":113388,"date":"2013-09-01T14:44:07","date_gmt":"2013-09-01T14:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=113388"},"modified":"2013-09-01T14:44:07","modified_gmt":"2013-09-01T14:44:07","slug":"biberexkursion-an-die-fraenkische-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=113388","title":{"rendered":"Biberexkursion an die fr\u00e4nkische Sinn"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-113389\" alt=\"84 Biberexkursion_Foto2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/84-Biberexkursion_Foto2-265x175.jpg\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/84-Biberexkursion_Foto2-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/84-Biberexkursion_Foto2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Rh\u00f6n. Die Hessische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates f\u00fchrte gemeinsam mit der J\u00e4gerschaft des Hegerings Hohe Rh\u00f6n und dem Birkwildhegering eine Biberexkursion an die fr\u00e4nkische Sinn bei Bad Br\u00fcckenau und die Saale bei Bad Kissingen durch. Empfangen wurde die Exkursionsgruppe von Klaus Schenk, Leiter des Infozentrums Haus der Schwarzen Berge in Oberbach und dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz Kreisgruppe Bad Kissingen, Josef Zang.<!--more--><\/p>\n<p>Erster Besichtigungsort war das innerhalb weniger Jahre entstandene Biberbiotop unmittelbar am Staatsbad Bad Br\u00fcckenau. Auf einer Fl\u00e4che von etwa 3 ha im Auenbereich der Sinn hat sich der Biber innerhalb weniger Jahre ehemalige Auewiesen zu einem artenreichen Lebensraum gestaltet. Dabei handelt es sich um Fl\u00e4chen, die vom Wasserwirtschaftsamt gemeinsam mit dem Bund Naturschutz angekauft wurden. In diesem Zusammenhang wurde von Zang und Schenk erl\u00e4utert, das es in Bayern seit 1998 systematische Kartierungen im Biberrevier gibt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind fantastisch. Inzwischen gilt der Biber als der \u201eF\u00f6rster der Auen\u201c.<\/p>\n<p>Wie kein anderes Lebewesen bereitet der Biber den Boden vor f\u00fcr artenreiche Weichholzauen. Wo der Biber seinen Lebensraum hat, entwickeln sich R\u00f6hricht, Weichh\u00f6lzer und \u00dcberflutungsfl\u00e4chen. Das Biberrevier ist die \u201eArche Noah des Lebens\u201c in Mitteleuropa. In Biberrevieren wurden in Mitteleuropa inzwischen \u00fcber 50.000 Arten kartiert darunter zahlreiche Rote-Listen-Arten. Alleine rund 80 Fischarten profitieren von der Arbeit des Bibers. Der Biberlebensraum gilt als der artenreichste in Mitteleuropa.<\/p>\n<p>Dennoch machen die Franken deutlich, dass der Biber auch Probleme verursacht. Gerade die Landwirtschaft steht dem Biber kritisch gegen\u00fcber. Um f\u00fcr Akzeptanz zu werben, wurde in Bayern ein Biber-Management aufgebaut. Beim Bund Naturschutz in Bayern wurde f\u00fcr den Bereich Nordbayern ein Biberbeauftragter ernannt, welcher zwischen Landwirtschaft, B\u00fcrgern und Naturschutz vermittelt. Auch gibt es landesweit einen Biberentsch\u00e4digungsfonds, der insbesondere der Landwirtschaft zu Gute kommt.<\/p>\n<p>Weitere regionale Projekte wurden angesto\u00dfen. So konnten \u00fcber das Naturschutzgro\u00dfprojekt \u201eSinn-Allianz\u201c \u00fcber 80 ha potenzielle Biberlebensr\u00e4ume angekauft werden. Der Erfolg ist sichtbar. Der Biber hat inzwischen die gesamte Sinn erobert.<\/p>\n<p>Nach eine Besichtigung des Biberbiotops und der Biberburg an der Sinn stand auch noch ein zweiter Biberlebensraum an der Saale auf dem Programm. Auf einer, vom Wasserwirtschaftsamt, k\u00fcnstlich geschaffenen Insel, an der alten Saline bei Bad Kissingen hatte sich vor einigen Jahren ein Biberpaar angesiedelt und war erstaunlich zutraulich geworden. Direkt gegen\u00fcber vom Rad- und Wanderweg hatte das Biberpaar im vergangen Jahr drei Junge gro\u00dfgezogen und lie\u00df sich regelm\u00e4\u00dfig in der D\u00e4mmerung beobachten. Leider konnten die hessischen Besucher dieses Naturschauspiel nicht mehr erleben.<\/p>\n<p>Wie Klaus Schenk berichtete, hatten unbelehrbare Zeitgenossen ihre Hunde wiederholt auf die Biber gehetzt, sodass diese ihre Biberburg einige 100 Meter entfernt angelegt haben und nun ein deutlich heimlicheres Leben f\u00fchren. Solche Entwicklung m\u00fcssen mit Bedauern registriert werden, ist doch der Kurstadt Bad Kissingen damit ein touristisches Alleinstellungsmerkmal verloren gegangen. Wo sonst in Deutschland ist \u201eBiber-Watching\u201c m\u00f6glich?<\/p>\n<p>Nach eine eindrucksvollen Exkursion diskutierten die Fahrtteilnehmer auf der Heimfahrt noch intensiv \u00fcber die Entwicklung der Bibervorkommen in Osthessen. L\u00e4ngst hat der Biber auch hier etliche B\u00e4che wie zum Beispiel die L\u00fctter und die Haune f\u00fcr sich erobert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Die Hessische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates f\u00fchrte gemeinsam mit der J\u00e4gerschaft des Hegerings Hohe Rh\u00f6n und dem Birkwildhegering eine Biberexkursion an die fr\u00e4nkische Sinn bei Bad Br\u00fcckenau und die Saale bei Bad Kissingen durch. 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