{"id":112060,"date":"2013-07-31T06:33:20","date_gmt":"2013-07-31T06:33:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=112060"},"modified":"2013-07-31T07:36:25","modified_gmt":"2013-07-31T07:36:25","slug":"rhoner-schafer-im-vogelsberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=112060","title":{"rendered":"Rh\u00f6ner Sch\u00e4fer im Vogelsberg"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-112061\" alt=\"Sch\u00e4ferei-Exk.Vogelsberg\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Sch\u00e4ferei-Exk.Vogelsberg-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" \/>Vogelsbergkreis\/Rh\u00f6n. Auf Einladung des Vereins Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n und der Biosph\u00e4renreservats-Verwaltung trafen sich Sch\u00e4fer aus dem Drei-L\u00e4nder-Eck der Rh\u00f6n zur einer eint\u00e4gigen Busexkursion in den Vogelsberg. Auf dem Programm stand der Fachaustausch mit den dortigen Schaf- und Ziegelhaltern.<!--more--><\/p>\n<p>Als erstes Ziel wurde der Kehrenhof bei Hosenfeld angefahren. Die Familie Picard z\u00fcchtet dort seit 1989 Rh\u00f6nschafe. Die sehenswerte kleine Herdbuchherde umfasst 12 Mutterschafe und einen sogenannten Einser-Bock. Die kleine Herde dient unter anderem dazu, eine Streuobstwiese mit vielen alten Obstsorten zu pflegen. Insgesamt geh\u00f6ren zum Hof sechs Hektar Gr\u00fcnland und ein Hektar Ackerbau.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Etappe der Fahrt war der Sch\u00e4fereibetrieb Berthold in Nieder-Moos, welcher derzeit 160 Mutterschafe sein eigen nennt. Bei der Besichtigung lernten viele Teilnehmer eine in Deutschland weitgehend unbekannte Schafrasse kennen, n\u00e4mlich die franz\u00f6sischen Charollais. Berthold, der bereits seit 1984 Schafe z\u00fcchtet, hatte sich diese Tiere aus Frankreich geholt und ist von den Zuchtergebnissen und der guten Fleischqualit\u00e4t begeistert.<\/p>\n<p>Gleich in der Nachbarschaft wurde am Rande des Nieder-Mooser Sees die Heidschnucken-Herde der Familie J\u00f6ckel in Augenschein genommen. Die Herde ist Bestandteil eines kleinen Freizeitparks. Insbesondere die familieneigene Speisegastst\u00e4tte in Nieder-Moos wirbt mit hofeigenen Spezialit\u00e4ten rund um die Heidschnucke und hat sich damit ein Alleinstellungsmerkmal im gastronomischen Sektor des Vogelsberges erarbeitet.<\/p>\n<p>Nachmittags wurde die Sch\u00e4ferei von Klaus Sch\u00f6nfeld auf Schloss Eisenbach besucht. Der Vorsitzende des Vogelsberger Schafzuchtvereins nennt 60 Mutterschafe sein eigen. Die Herde besteht \u00fcberwiegend aus Schwarzk\u00f6pfigen Fleischschafen. Bemerkenswert ist das einmalige Winterquartier. Der Schafstall von Schloss Eisenbach stammt immerhin aus dem Jahr 1625 und gilt als der \u00e4lteste seiner Art in Hessen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Exkursion besuchten die Sch\u00e4fer den Milchschafbetrieb von Patricia Heilbronn bei Alsfeld. Hier trafen die Besucher auf eine kleine Milchschafherde mit 18 Mutterschafen, einem Bock und L\u00e4mmern. Die Herdbuchtiere erbringen eine Spitzenleistung an Schafmilch von bis zu 3,5 Litern pro Tag, welche von der Betriebsinhaberin zu wohlschmeckenden Schafsk\u00e4se veredelt werden. Die Vermarktung erfolgt \u00fcber heimische M\u00e4rkte. Einen deutlichen Kontrast stellte der \u201eStall\u201c dar. Waren die Besucher am vorherigen Exkursionspunkt noch von den wuchtigen Sandsteingem\u00e4uer von Schloss Eisenbach beeindruckt, so \u00fcberraschte sie nun ein Folienstall, der stark an ein Gew\u00e4chshaus erinnerte. Die Betriebsinhaberin machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass Schafhaltung im Nebenerwerb auch ohne gro\u00dfe Investitionen auskommen kann und die Schafgesundheit darunter keineswegs leidet.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird bei solchen Exkursionen immer auch kritisch diskutiert und auch das Thema Blauzungenkrankheit war wiederholt Gespr\u00e4chsthema. Hier pr\u00e4sentierte Frau Heilbronn eine ebenso einfache wie effektive L\u00f6sung. Sie schw\u00f6rt auf das F\u00fcttern von G\u00e4nsefingerkraut bei Verdacht auf Blauzungenkrankheit. Das Kraut, das normalerweise von den Schafen verschm\u00e4ht wird, wird bei Erkrankung gerne angenommen und wirkt offenbar. Der kleine Betrieb hatte bislang, anders als viele andere Sch\u00e4fereibetriebe, keine Verluste zu beklagen.<\/p>\n<p>Seit Mitte der 1990er Jahre f\u00fchren der Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n und das Biosph\u00e4renreservat j\u00e4hrlich die beliebten Sch\u00e4fereiexkursionen durch. Auch in diesem Jahr wurde die Exkursion von der Verwaltungsmitarbeiterin Ruth Happel und dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Kremer zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer organisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis\/Rh\u00f6n. Auf Einladung des Vereins Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n und der Biosph\u00e4renreservats-Verwaltung trafen sich Sch\u00e4fer aus dem Drei-L\u00e4nder-Eck der Rh\u00f6n zur einer eint\u00e4gigen Busexkursion in den Vogelsberg. 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