{"id":111616,"date":"2013-07-22T00:09:13","date_gmt":"2013-07-22T00:09:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=111616"},"modified":"2013-07-22T12:33:33","modified_gmt":"2013-07-22T12:33:33","slug":"raritaten-fur-kunstsammler-franz-erhard-walther-zeichnete-fur-den-ersten-deutschen-palliativkalender-aus-dem-jahr-2012-kunstwerke-vor-die-kunstwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=111616","title":{"rendered":"Rarit\u00e4ten f\u00fcr Kunstsammler: Franz Erhard Walther zeichnete f\u00fcr den ersten Deutschen PalliativKalender aus dem Jahr 2012 \u201eKunstwerke vor die Kunstwerke\u201c"},"content":{"rendered":"<p><b><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-111622\" alt=\"Franz Erhard Walther_Frau mit Milchglas_1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Frau-mit-Milchglas_1.jpg\" width=\"560\" height=\"348\" \/><\/b><\/p>\n<p><b>Fulda. \u00c2\u00a0\u201e<\/b>Summarisches Zeichnen. Reduktion auf das Wesentliche. Ich wollte den Kern der Fotografie wiedergeben\u201c, so erkl\u00e4rt Franz Erhard Walther in seinem Atelier am Fuldaer Frauenberg den Ansatz, mit dem er an die \u201eParallelen Zeichnungen\u201c der Fotografien aus dem Deutschen PalliativKalender 2012\u00c2\u00a0 gegangen ist. Dazu hat er mit Graphitstift auf Transparentpapier gezeichnet und sich von den zugrundeliegenden 12 Motiven inspirieren lassen. \u201eDas Weglassen von Details ist das elementare Moment des Zeichnens: Der Betrachter muss seine eigene Vorstellungskraft benutzen\u201c, betont der international renommierte K\u00fcnstler, der das Projekt zugunsten der Deutschen PalliativStiftung (DPS) ohne Gage in Angriff genommen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-111617\" alt=\"Franz Erhard Walther_Stra\u00dfe_ 1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Stra\u00dfe_-1-265x175.jpg\" width=\"265\" height=\"175\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-111618\" alt=\"Franz Erhard Walther_Frau mit Milchglas_2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Frau-mit-Milchglas_2-265x175.jpg\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Frau-mit-Milchglas_2-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Frau-mit-Milchglas_2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/p>\n<p>\u201eIch finde das Engagement der Stiftung gro\u00dfartig. Es ist ein Idealismus und wirkliche Liebe zu den Menschen. Daher m\u00f6chte ich sehr gerne mithelfen, dass die \u00d6ffentlichkeit st\u00e4rker auf das Thema Palliativversorgung aufmerksam \u00c2\u00a0wird\u201c, sagt Walther, der auch schon in seinem privaten Umfeld Kontakt mit dem Thema\u00c2\u00a0 konfrontiert wurde. So hat der 74-J\u00e4hrige immer wieder \u201eMenschen kennengelernt, die ohne palliative Versorgung sterben mussten\u201c. Erst vor kurzer Zeit habe er selbst einen guten Freund bis zum Tode begleitet, der ohne spezielle Versorgung im Krankenhaus sterben musste.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-111621\" alt=\"Franz Erhard Walther_Stra\u00dfe_ 2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Franz-Erhard-Walther_Stra\u00dfe_-2-265x175.jpg\" width=\"265\" height=\"175\" \/>Walthers Kontakt zur DPS und ihrem Kalender ist jedoch nicht ganz neu. Denn im Sommer 2011 hatte der emeritierte Hamburger Kunstprofessor aus dem ersten bundesweit ausgeschriebenen Fotowettbewerb der Stiftung bereits die 12 Monatsbilder und das Titelfoto ausgew\u00e4hlt, aus denen dann ein Wandkalender gestaltet wurde. Stiftungsvorstand Thomas Sitte war nun auf die Idee gekommen, wie Walther dem Kalender noch deutlicher seinen k\u00fcnstlerischen Stempel aufdr\u00fccken k\u00f6nnte: St\u00e4rkeres Transparentpapier sollte vor das jeweilige Kalenderblatt gebunden werden, und Franz Erhard Walther sagte spontan zu, \u201eKunstwerke vor die Kunstwerke\u201c zu gestalten. \u201eEs hat mir ehrlich gesagt Vergn\u00fcgen bereitet. Ich bin nach wie vor mit meiner Auswahl der Fotos sehr zufrieden, obwohl manche Motive zum Zeichnen schwierig waren. Auf dem einen oder anderen Foto gab es optisch bereits wenige Anhaltspunkte. Das wiederzugeben, ist schwierig.\u201c Als Beispiel nennt der geb\u00fcrtige Fuldaer das Bild einer Treppe oder die Aufnahme einer Stra\u00dfe, die am Horizont scheinbar im Sonnenuntergang endet. \u201eZeichnen Sie doch mal diffuses Licht.\u201c<\/p>\n<p>Aber Walther hat sich Gedanken gemacht und gezeichnet; mit Graphitstift und ohne ein einziges Mal einen Radiergummi zu verwenden\u201c.\u00c2\u00a0 Die Zeichnungen sind dem 74-J\u00e4hrigen alle auf Anhieb gegl\u00fcckt. \u201eHit or miss. Anders geht es bei solchen Zeichnungen nicht. Entscheidend ist die Bewegung. Das ist wie beim Schreiben. Die Hand muss das locker machen\u201c, erkl\u00e4rt Walther. Und vielleicht sind Walthers summarische Zeichnungen gar nicht wo weit weg vom gro\u00dfen Thema der Palliativbewegung: dem w\u00fcrdevollen Begleiten des Sterbeprozesses. Denn auch beim Sterben r\u00fcckt das Wesentliche des Lebens in den Fokus und unwichtige Probleme oder Details werden nebens\u00e4chlich.<\/p>\n<p>20 S\u00e4tze wurden von den 12 Zeichnungen gedruckt und in 20 Kalender eingebunden. Erh\u00e4ltlich sind die ersten Drucke voraussichtlich ab Ende September. Die DPS wird die ersten zwei Kalender sowie die ersten zwei S\u00e4tze der reinen Walther-Zeichnungen versteigern, nachdem diese beim Tag der Offenen T\u00fcr am 14. September 2013 im Regierungspr\u00e4sidium Kassel gezeigt wurden.<\/p>\n<p>Der H\u00f6chstbietende erh\u00e4lt den Zuschlag. Interessenten k\u00f6nnen sich schon jetzt gerne an die Stiftung wenden; per E-Mail unter buero@palliativstiftung.de oder per Telefon unter der Nummer 0661|480 497 97. F\u00fcr den Kalender mit den Zeichnungen wurde eine online-Pr\u00e4sentation erstellt, die man unter <a href=\"http:\/\/www.biogravision.com\/biogravision\/DPS-PalliativKalender2012.html\">http:\/\/www.biogravision.com\/biogravision\/DPS-PalliativKalender2012.html<\/a> ansehen kann.<\/p>\n<p><strong>Deutsche PalliativStiftung<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutsche PalliativStiftung (DPS) hat sich seit ihrer Gr\u00fcndung im Mai 2010 zum Ziel gesetzt, die ambulante Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern. Neben der Lobbyarbeit in Politik und Gesellschaft ist die bundesweite Vernetzung bereits regional t\u00e4tiger Palliativ- und Hospizeinrichtungen ein wichtiger Aufgabenbereich der Stiftung, auch die Beratung von Fachleuten, Laien sowie Haupt- und Ehrenamtlichen in Verb\u00e4nden und Institutionen geh\u00f6rt dazu. Betroffenen und Angeh\u00f6rigen, die sich an die DPS wenden, werden geeignete Ansprechpartner vor Ort vermittelt. Mit \u00d6ffentlichkeitsarbeit und verschiedenen Projekten der Stiftung wie \u201eI run for life\u201c sollen weite Teile der Gesellschaft f\u00fcr die Thematik sensibilisiert und \u00fcber Versorgungsm\u00f6glichkeiten informiert werden. Ziel der Stiftungsgr\u00fcnder ist es, dass jeder sagen k\u00f6nnen soll: \u201eWie gut, dass ich mich immer auf Hospizarbeit und Palliativversorgung verlassen kann.\u201c Zudem setzt sich die DPS f\u00fcr Aufkl\u00e4rung ein. Sie bietet Muster zu Patientenverf\u00fcgungen an sowie weitere B\u00fccher und Brosch\u00fcren zur Palliativversorgung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.palliativstiftung.de\">http:\/\/www.palliativstiftung.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u00c2\u00a0\u201eSummarisches Zeichnen. Reduktion auf das Wesentliche. 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