{"id":111004,"date":"2013-07-11T00:09:13","date_gmt":"2013-07-11T00:09:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=111004"},"modified":"2013-07-10T17:29:57","modified_gmt":"2013-07-10T17:29:57","slug":"ein-kantor-erfolgreich-auf-stimmenfang-zum-dritten-mal-hatte-thomas-nudling-zum-projekt-der-chor-eingeladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=111004","title":{"rendered":"Ein Kantor erfolgreich auf Stimmenfang &#8211; Zum dritten Mal hatte Thomas N\u00fcdling zum Projekt \u201eDer Chor\u201c eingeladen"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-111005\" alt=\"311-Tanner Chorprojekt\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/311-Tanner-Chorprojekt.jpg\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/p>\n<p>Tann.\u201eGib uns deine Stimme!\u201c war in den vergangenen Monaten auf Plakaten im Ulstertal zu lesen \u2013 durchaus nicht ungew\u00f6hnlich in einem Wahljahr. Bei dieser Aufforderung handelte es sich jedoch mitnichten um politische Wahlwerbung, sondern sie bezog sich auf das musikalische Projekt \u201eDer Chor\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Thomas N\u00fcdling, Kantor der Tanner Stadtkirche, hatte den Chor im Januar 2012 ins Leben gerufen und seitdem drei solcher Chorprojekte geleitet. Mit jedem Mal war die Zahl der Mitwirkenden gewachsen: Von anfangs 30 Interessierten stieg die Zahl im zweiten Projekt (Januar 2013) schon auf 40, und beim dritten Projekt im Juni diesen Jahres waren 70 singbegeisterte Menschen der Einladung gefolgt. Die Proben mussten aus Platzgr\u00fcnden sogar in der Stadtkirche stattfinden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend anderswo Ch\u00f6re mangels S\u00e4ngern sterben, w\u00e4chst unter der Leitung von Thomas N\u00fcdling ein neuer Chor heran, der S\u00e4nger und Publikum gleicherma\u00dfen begeistert. Das Erfolgsgeheimnis sieht N\u00fcdling in den konzentrierten Probenphasen mit nur drei bis vier Proben, in der zielf\u00fchrenden Gestaltung eines Gottesdienstes und in der Auswahl der St\u00fccke. Gabriele Schiffhauer aus Schlitzenhausen, die zum dritten Mal an dem Projekt teilgenommen hat, best\u00e4tigt: \u201eAu\u00dfer, dass der zeitliche Aufwand \u00fcberschaubar war, hat mir besonders die Auswahl der Lieder gefallen: Das waren flotte, junge St\u00fccke.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4lteste Teilnehmerin war mit 75 Jahren die Tannerin Ilse Orf. \u201eIch habe seit meinem neunten Lebensjahr in verschiedenen Kantoreien gesungen und seit 16 Jahren im Tanner Kirchenchor. Ich mag die Kirchenmusik gern, aber die flotten Rhythmen waren mal etwas anderes und haben mir auch sehr gut gefallen.\u201c So gut, dass sie beim n\u00e4chsten Projekt wieder mitmachen m\u00f6chte. Der Chor sang dieses Mal unter anderem S\u00e4tze aus N\u00fcdlings \u201eMissa canonica\u201c sowie Sally deFords innige Jazzballade \u201eMy grateful Spirit sings\u201c.<\/p>\n<p>Fast 69 Jahre Altersabstand liegen zwischen der \u00e4ltesten und den j\u00fcngsten S\u00e4ngerinnen: Lara Schiffhauer ist sieben, Helena Kuhn acht Jahre jung. Beide sind gemeinsam mit ihren M\u00fcttern zu den Proben gegangen. \u201eIch bin begeistert, wie Thomas N\u00fcdling es schafft, Jung und Alt, begabte und weniger begabte S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger auf ein Level zu bringen\u201c, lobt Gabriele Schiffhauer.<\/p>\n<p>Apropos \u201eweniger begabt\u201c: Wirklich erstaunlich ist, wie viele der befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von sich behaupten: \u201eIch singe gern, aber nicht gut. Beim gemeinsamen Singen im Chor ist nicht aufgefallen, dass ich eigentlich gar nicht singen kann.\u201c Keine falsche Bescheidenheit, m\u00f6chte man da als Zuh\u00f6rer in Anbetracht des \u00fcberaus gelungenen Auftritts ausrufen. \u201eWir waren besser als bei jeder Probe\u201c, ist Antje D\u00e4nner aus Tann \u00fcberzeugt, die gemeinsam mit ihrer Tochter Anna-Lena zum zweiten Mal an dem Projekt teilgenommen hat und die auch im Kirchenchor singt. \u201eMan hat gesp\u00fcrt, dass jeder Einzelne hochmotiviert war und den anderen mitgetragen hat.\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur S\u00e4ngern und\u00c2\u00a0 Gottesdienstbesuchern hat der Auftritt gro\u00dfe Freude bereitet, auch die beiden Tanner Pfarrer Frank Nico Jaeger und Kai Kleina begr\u00fc\u00dfen das Projekt. Sie sehen darin ein musikalisches Glaubensangebot, das Konfessions- und Altersgrenzen \u00fcberschreitet. \u201eJung und Alt, Mann und Frau, Tanner und Ausw\u00e4rtige bilden eine wunderbare Gemeinschaft\u201c, beschreibt Thomas N\u00fcdling.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft des Projektchors w\u00fcnscht er sich, dass weiterhin viele Menschen das Angebot nutzen, singend wie zuh\u00f6rend, aber auch, dass sich Sponsoren finden. \u201eDer Chor\u201c sei zwar ein kostenfreies Angebot f\u00fcr jedermann, das solle auch so bleiben. Dennoch entst\u00fcnden Kosten etwa f\u00fcr die Anschaffung von Noten und das Engagement von Musikern. (Text &amp; Foto: Limpert)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Tann.\u201eGib uns deine Stimme!\u201c war in den vergangenen Monaten auf Plakaten im Ulstertal zu lesen \u2013 durchaus nicht ungew\u00f6hnlich in einem Wahljahr. 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