{"id":110722,"date":"2013-07-02T00:15:38","date_gmt":"2013-07-02T00:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110722"},"modified":"2013-07-02T07:18:54","modified_gmt":"2013-07-02T07:18:54","slug":"zwei-europaische-fischotter-als-neue-attraktion-im-wildpark-gersfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110722","title":{"rendered":"Zwei europ\u00e4ische Fischotter als neue Attraktion im Wildpark Gersfeld"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-110723\" alt=\"294-Fischotter\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/294-Fischotter-265x198.jpg\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/294-Fischotter-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/294-Fischotter.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Gersfeld. Erst wollten sie nicht in die Kiste rein, dann wollten sie gar nicht mehr raus. Die Rede ist von zwei europ\u00e4ischen Fischottern, die seit dieser Woche ihr neues Zuhause im Wildpark in Gersfeld bezogen haben. Geduld war gefragt, doch schlie\u00dflich siegte die Neugier, und mit Volldampf nahmen sie das gro\u00dfz\u00fcgige Gehege am ehemaligen Forellenteich in Besitz.<!--more--><\/p>\n<p>Eigentlich sollten die possierlichen Tiere bereits Anfang Mai ihr neues Quartier beziehen. Doch der kalte Winter, das verregnete Fr\u00fchjahr und nicht zuletzt die Unwilligkeit der weiblichen Jungtiere aus dem Tierpark Sababurg bei Kassel, sich einfangen zu lassen, hatten einen fr\u00fcheren Einzug in das gut 600 Quadratmeter gro\u00dfe Areal verhindert. \u201eVergangene Woche war es dann soweit. Wir bekamen kurzfristig einen Anruf aus Kassel, dass die Tiere geholt werden k\u00f6nnen\u201c, erz\u00e4hlt der Leiter des Wildparks Gersfeld, Hermann Bleuel. \u201eDen Transport haben die Fischotter gut vertragen, wir haben sie aber vorsorglich abends noch unserem Tierarzt vorgestellt. Schlie\u00dflich ist es doch eine ziemliche Umstellung und auch Stress f\u00fcr die sensiblen Tiere. Gut ist nat\u00fcrlich, dass es sich um ein weibliches Geschwisterpaar handelt, und sie nun hier bei uns zusammen leben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>In Kooperation mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n haben die Verantwortlichen in Gersfeld ein wundersch\u00f6nes und artgerechtes Refugium f\u00fcr die bedrohten S\u00e4ugetiere geschaffen und erm\u00f6glichen damit den Besuchern des Wildparks die Beobachtung der possierlichen Tiere in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum. Dazu legten die vier Parkangestellten Hermann Bleuel, Dieter Kircher, Thomas Sauer und Christoph Stumpf zun\u00e4chst den alten Teich trocken und sorgten mit Untergrabungsschutz und Z\u00e4unen daf\u00fcr, dass die munteren Gesellen nicht kreuz und quer durch den Gersfelder Tierpark springen k\u00f6nnen. Verschiedene Schutz- und Schlafm\u00f6glichkeiten in Form von hohlen Baumst\u00e4mmen, einer Schutzh\u00fctte, Reisighaufen und nat\u00fcrlich die eigens gebauten Schlafboxen in der abgedunkelten H\u00fctte, in die die Besucher mittels Sichtfenster und indirekter Beleuchtung hineinschauen k\u00f6nnen, bieten den Fischottern nat\u00fcrliche R\u00fcckzugs- und Unterschlupfm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Von einer Plattform, die in den Teich hineinragt, k\u00f6nnen die Besucher die Tiere beobachten, wie sie sich auf dem nat\u00fcrlich gestalteten Gel\u00e4nde die Zeit vertreiben. Eine eigens angelegte Wasserfont\u00e4ne sorgt daf\u00fcr, dass der Teich im Winter nicht zufriert, schlie\u00dflich h\u00e4lt der Otter keinen Winterschlaf. \u201eWir werden t\u00e4glich um zehn Uhr eine Handf\u00fctterung durchf\u00fchren, eine zweite Schauf\u00fctterung findet nachmittags um 15.30 Uhr statt, dann aber meist mittels Futterautomat\u201c, sagt Hermann Bleuel und f\u00fcgt hinzu: \u201eDie beiden sind das so gew\u00f6hnt und wir wollen sie durch neue F\u00fctterungszeiten nicht durcheinander bringen. Jede Ver\u00e4nderung ist schlie\u00dflich anstrengend.\u201c<\/p>\n<p>Eine Mischung aus Fisch, Fleisch und Gefl\u00fcgel und nat\u00fcrlich Mineralien steht auf dem Rh\u00f6ner Speiseplan \u2013 jeden Tag etwa ein Kilogramm pro Tier, im Winter sogar etwas mehr. Mit einer Wasserfl\u00e4che von gut 200 Quadratmetern und einer Landfl\u00e4che von \u00fcber 400 Quadratmetern hat das Geschwisterpaar ein tolles neues Zuhause vorgefunden. F\u00fcr die Besucher bedeutet dies aber, dass sie viel Geduld bei der Beobachtung mitbringen m\u00fcssen, schlie\u00dflich haben die munteren Gesellen im Gehege jede Menge M\u00f6glichkeiten zum Versteck spielen. Und einen Namen werden die beiden Otterdamen auch noch bekommen. Schon bevor sie im Wildpark Gersfeld ihr neues Quartier in Beschlag nehmen konnten, meldeten sich zwei Tierliebhaber, die die Patenschaften f\u00fcr die Tiere f\u00fcr das erste Jahr \u00fcbernehmen wollen. (Text und Foto: Bickert)<\/p>\n<p><b>Info<\/b><\/p>\n<p>Wildpark Gersfeld, 36129 Gersfeld, Telefon (06654)680<br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.gersfeld.de\" target=\"_blank\">www.gersfeld.de<\/a>, \u00d6ffnungszeiten ganzj\u00e4hrig<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gersfeld. Erst wollten sie nicht in die Kiste rein, dann wollten sie gar nicht mehr raus. 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