{"id":110436,"date":"2013-06-24T00:12:51","date_gmt":"2013-06-24T00:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=110436"},"modified":"2013-06-24T07:21:54","modified_gmt":"2013-06-24T07:21:54","slug":"verbraucherschutz-kontrolleure-ziehen-positive-bilanz-einige-kleinere-nur-wenig-gravierende-mangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=110436","title":{"rendered":"Verbraucherschutz: Kontrolleure ziehen positive Bilanz \u2013 einige kleinere, nur wenig gravierende M\u00e4ngel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-110437\" alt=\"1KBSt\u00f6pplerK\u00fcche\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/1KBSt\u00f6pplerK\u00fcche-265x176.jpg\" width=\"265\" height=\"176\" \/>Vogelbergkreis. &#8220;Das war ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit eines Lebensmittelkontrolleurs. Und es beruhigt mich ungemein, zu wissen, dass in den heimischen Betrieben alles Bestens ist und ich getrost weiter meine Br\u00f6tchen hier kaufen kann\u201c, stellte Erster Kreisbeigeordneter Peter Zielinski fest. Er hatte einen halben Tag lang den Lebensmittelkontrolleur Harald St\u00f6ppler vom Amt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Verbraucherschutz begleitet, um sich ein Bild von den Betriebskontrollen zu machen.<!--more--><\/p>\n<p>An diesem Vormittag wurden f\u00fcnf Lebensmittelunternehmen kontrolliert: eine B\u00e4ckerei, eine Konditorei, eine Eisdiele, ein Gastronomiebetrieb und ein Lebensmittelmarkt. Betriebskontrollen erfolgen ohne Vorank\u00fcndigung und risikoorientiert. Mit Hilfe des EDV-Programms \u201eBalvi iP\u201c, dem Hauptinformationssystem der amtlichen Lebensmittel\u00fcberwachung, werden alle Betriebe im Kreis erfasst und nach verschiedenen Gesichtspunkten bewertet. Anzahl und Abst\u00e4nde der Kontrollbesuche ergeben sich aus dem Risiko des Produkts und des Herstellungsverfahrens, den Verh\u00e4ltnissen in der Produktionsst\u00e4tte und dem Nachweis verl\u00e4sslich durchgef\u00fchrter Eigenkontrollen durch den Lebensmittelunternehmer.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-110438\" alt=\"1KBSt\u00f6pplerK\u00fchlthekeFleisch\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/1KBSt\u00f6pplerK\u00fchlthekeFleisch-265x398.jpg\" width=\"265\" height=\"398\" \/>Ein Betrieb, der Fleisch oder Milch verarbeitet, wird h\u00e4ufiger kontrolliert als ein Getr\u00e4nkemarkt, in dem verschlossene Flaschen gelagert und verkauft werden. Grund hierf\u00fcr ist, dass f\u00fcr Verbraucher von frisch verarbeiteten tierischen Produkten bei mangelnder Hygiene mehr Gesundheitsgefahren ausgehen k\u00f6nnen. All diese Faktoren beeinflussen die Einstufung in Risikokategorien und k\u00f6nnen das Kontrollintervall der Betriebe verk\u00fcrzen oder verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Bei den Besichtigungen wurden dann die Bereiche Verkauf, Vorbereitung, Lager, Produktion, Sp\u00fclbereich, Personal, Entsorgung und Tiefk\u00fchlung\/K\u00fchlung \u00fcberpr\u00fcft \u2013 alles unter dem Aspekt von Arbeits-, Bau- und Personalhygiene. \u201eHerr St\u00f6ppler findet doch immer irgendetwas\u201c, so der scherzhafte Kommentar eines B\u00e4ckers beim Gang durch die Backstube. Aber es war dann nur eine Kleinigkeit: Ein defekter Rezepteordner sollte besser ausgetauscht werden, wegen der Hygiene \u2013 das war auch schon alles. In einem anderen Betrieb war es dann eine lose Wandfliese im Lagerraum oder die fehlende Abdeckung eines Abflusses.<\/p>\n<p>\u201eWir haben hier viele vorbildliche Betriebe, bei denen es keine oder nur kleinere M\u00e4ngel gibt, die dann auch schnell behoben werden\u201c, stellt Amtsleiterin Dr. Maria Litmeyer fest. Sicher, es gebe auch \u201ehartn\u00e4ckige F\u00e4lle\u201c, in denen Verst\u00f6\u00dfe mit Verwarnungen und Bu\u00dfgeld geahndet werden m\u00fcssten, \u201eaber mindestens ebenso h\u00e4ufig gibt es Top-Betriebe, die mehr tun als gefordert wird\u201c.<\/p>\n<p>Im Vogelsbergkreis sind drei Lebensmittelkontrolleure im Einsatz, au\u00dfer Harald St\u00f6ppler sind dies noch Torsten Dahmer und Holger Hahner. Jeder von ihnen ist f\u00fcr rund 600 Betriebe zust\u00e4ndig. Der Schutz des Verbrauchers vor gesundheitlichen Gefahren, Irref\u00fchrung und T\u00e4uschung steht im Mittelpunkt der \u00dcberwachung. \u201eDie amtliche Kontrolle dient der \u00dcberpr\u00fcfung des Unternehmens auf \u00dcbereinstimmung mit den rechtlichen Vorgaben\u201c, so die Amtsleiterin weiter, \u201eals Lebensmittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rde sind wir f\u00fcr die Feststellung von M\u00e4ngeln wie auch f\u00fcr die Einleitung von Ma\u00dfnahmen zu deren Beseitigung zust\u00e4ndig.\u201c<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr fanden mehr als 1.400 Kontrollbesuche bei Erzeugern, Herstellern und Abpackern, Transporteuren, Einzelh\u00e4ndlern und Dienstleistern statt. In 41 F\u00e4llen wurden M\u00e4ngel festgestellt, die zu weiteren Ma\u00dfnahmen f\u00fchrten. Das waren z.B. M\u00e4ngel in der Hygiene und fehlende Dokumentation von Eigenkontrollen. Kleinere M\u00e4ngel machten bei den Betriebskontrollen 2012 den \u00fcberwiegenden Anteil aus. Zu den Kontrollbesuchen kommen noch amtliche Proben von Lebensmitteln hinzu: \u201eDas Landeslabor in Gie\u00dfen gibt monatlich vor, welche und wie viele Lebensmittelproben erhoben werden sollen\u201c, erkl\u00e4rt Amtsleiterin Dr. Litmeyer. Au\u00dferdem seien zus\u00e4tzliche Verdachtsproben m\u00f6glich sowie Proben, die aufgrund von Beschwerden der Verbraucher genommen w\u00fcrden. Von insgesamt 471 erhobenen Proben im Jahr 2012 wurden 48 beanstandet. Das entspricht einer Quote von zehn Prozent und liegt damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Bei den Beanstandungen handelte es sich zum gr\u00f6\u00dften Teil um Fehler bei der Lebensmittelkennzeichnung.<\/p>\n<p>Im Abschlussgespr\u00e4ch mit den Verantwortlichen im Betrieb werden die festgestellten M\u00e4ngel er\u00f6rtert und direkt am Laptop protokolliert. Bei einer Gefahr f\u00fcr die menschliche Gesundheit m\u00fcssen Sofortma\u00dfnahmen eingeleitet werden. Bei Nachkontrollen wird \u00fcberpr\u00fcft, ob der Lebensmittelunternehmer seinen Verpflichtungen nachgekommen ist und die M\u00e4ngel beseitigt hat. Werden Rechtsvorgaben nicht eingehalten, m\u00fcssen je nach Art und Ausma\u00df der festgestellten M\u00e4ngel weitere Ma\u00dfnahmen ergriffen werden.<\/p>\n<p>\u201eDie Arbeit der Lebensmittelkontrolleure ist eine sehr verantwortungsvolle \u00dcberwachungs- und Beratungst\u00e4tigkeit\u201c, stellte Erster Kreisbeigeordneter Zielinski nach den Betriebsbesuchen fest. Die vielseitige T\u00e4tigkeit erfordert von den Kontrolleuren umfangreiches Fachwissen, ein gutes Augenma\u00df und viel Feingef\u00fchl im Umgang mit den Gewerbetreibenden. Dank der engagierten Arbeit der Mitarbeiter im Veterin\u00e4ramt kann zum Schutz der Verbraucher im Vogelsbergkreis ein hohes Niveau der Lebensmittelqualit\u00e4t und Lebensmittelsicherheit gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelbergkreis. &#8220;Das war ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit eines Lebensmittelkontrolleurs. Und es beruhigt mich ungemein, zu wissen, dass in den heimischen Betrieben alles Bestens ist und ich getrost weiter meine Br\u00f6tchen hier kaufen kann\u201c, stellte Erster Kreisbeigeordneter Peter Zielinski fest. 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